„Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“

24. Februar 2026 in Familie


Philippinische Pfarrei: „Der Austausch der Ehegelübde findet in der Gegenwart Gottes und der Kirche statt und unterstreicht, dass die Ehe ein lebenslanger Bund und nicht nur ein romantisches Ereignis ist.“


Talisay City (kath.net/pl) „Katholiken erlauben im Allgemeinen keine Hochzeiten im Garten oder Hochzeiten außerhalb der Kirche, da die Ehe ein Sakrament und nicht bloß eine private oder gesellschaftliche Feier ist.“ Das schildert die Pfarrei St. Jakobus der Ältere in Talisay City auf der philippinischen Insel Cebu. Ob der Text direkt aus dieser Pfarrei stammt, ist nicht bekannt, er kursiert auch sonst in den sozialen Netzwerken und trägt keine Copyright-Angaben -  auf jeden Fall veröffentlicht die Pfarrei St. Jakobus den Text auf ihrem Facebookauftritt. kath.net dokumentiert die Ausführungen in voller Länge in eigener Übersetzung:

Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?
Katholiken erlauben im Allgemeinen keine Gartenhochzeiten oder Hochzeiten außerhalb der Kirche, da die Ehe ein Sakrament und nicht bloß eine private oder gesellschaftliche Feier ist.

Erstens ist das Kirchengebäude ein heiliger Ort. Hier wird die Eucharistie gefeiert und hier versammelt sich die Gemeinde zur Anbetung Gottes. Die Trauung in der Kirche drückt aus, dass die Verbindung des Paares in Gott verwurzelt, vor ihn gestellt und von der Glaubensgemeinschaft getragen wird. Eine kirchliche Trauung zeigt, dass das Paar sich nicht nur gegenseitig Liebe verspricht, sondern Gott auch in den Mittelpunkt seines Ehelebens einlädt.

Zweitens ist die Hochzeitsliturgie ein Akt der Anbetung. Der Austausch der Ehegelübde findet in der Gegenwart Gottes und der Kirche statt und unterstreicht, dass die Ehe ein lebenslanger Bund und nicht nur ein romantisches Ereignis ist. Die Trauung in der Kirche betont die Heiligkeit, Unvergänglichkeit und Gnade des Sakraments.

Drittens möchte die Kirche die Würde und Bedeutung der Ehe schützen. Hochzeiten im Freien oder im Garten können leicht den Fokus eher auf Ästhetik, Bequemlichkeit oder persönliche Vorlieben als auf den sakramentalen Charakter der Ehe richten. Der kirchliche Rahmen trägt dazu bei, den Glauben, das Gebet und die Verbindlichkeit in den Mittelpunkt zu stellen.

Schließlich ist die kirchliche Trauung zwar üblich, die Kirche kann jedoch Ausnahmen zulassen. Mit bischöflicher Erlaubnis (Dispens) kann eine Hochzeit aus triftigen seelsorgerischen Gründen an einem anderen geeigneten Ort gefeiert werden. Solche Fälle sind selten und werden sorgfältig geprüft.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Katholiken kirchliche Trauungen bevorzugen, weil die Ehe heilig und auf den Gottesdienst ausgerichtet ist und im Leben der Kirche gelebt werden soll – nicht nur als schönes Ereignis gefeiert werden soll.

 


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