"Welcher Teufel reitet Sie, Frau Paganini?"

10. April 2026 in Kommentar


Eine grüne "Theologin" wettert gegen Papst Leo, weil er beim Kreuzweg am Karfreitag das Kreuz trägt - "Das Kreuz wird zur Bühne für Männlichkeit", behauptet die "Ethikerin" - Ein Kommentar von Roland Noé


Innsbruck (kath.net/rn)
Soll man sich ernsthaft mit so einem Unsinn befassen? Theologe oder "Theolunke"?  Manchmal kommt man nicht umhin, wenn der intellektuelle Tiefgang einer Analyse die Qualität einer Pfütze erreicht. „Endlich wieder ein starker Papst. Allein der Gestus entfaltet sich nicht so sehr als Ausdruck von Glauben und Hingabe, sondern als Machtsymbolik. Das Kreuz wird zur Bühne für Männlichkeit.“ Mit diesen abfälligen Worten wetterte die österreichische „Theologin“ Claudia Paganini jüngst in der linken Wochenzeitung „Die Furche“ gegen Papst Leo XIV.

Paganini unterrichtet Medienethik an der Hochschule für Philosophie in München und betätigt sich nebenher als Politikerin für die „Grünen“. Jene Partei also, die bekanntlich Schnappatmung bekommt, wenn irgendwo ein seltener Frosch seinen Teich verliert, aber beim Thema „Recht auf Leben“ ganz entspannt wegsieht, obwohl ungeborene Kinder im Mutterleib zerfetzt werden.

Doch zurück zu den Ergüssen in der „Furche“. Die „Theologin“ schreibt sich dort in einen regelrechten Rausch und versucht, Papst Leo in eine Reihe mit den derzeitigen „Bösewichten“ der westlichen Welt zu stellen: „Donald Trump, Wladimir Putin, Benjamin Netanjahu: Männer, die sich in ihrer vermeintlichen Grandiosität als letzte Instanz inszenieren, als Leib gewordene Entschlossenheit, als Führer, die mit Härte Ordnung schaffen. Wer in einer solchen Zeit religiöse Autorität über den Topos des starken Mannes auflädt, liefert kein Gegengewicht, sondern wiederholt eine gefährliche politische Semantik“, behauptet sie.

Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein Papst, der für die Unverfügbarkeit des Lebens eintritt, der die sakramentale Ordnung der Kirche hütet und das Kreuz Christi hochhält, wird hier zum toxischen „Macho-Führer“ umgedeutet. Für die grüne Medienethikerin ist Klarheit offenbar bereits eine Form von Gewalt. Wer nicht im grünen Nebel der Beliebigkeit herumtanzt, sondern Führung übernimmt, betreibt laut Paganini „gefährliche Semantik“. Wahrscheinlich wäre ihr ein Papst lieber, der seine Enzykliken im Stuhlkreis auswürfelt und das Kreuz gegen eine Windkraft-Anstecknadel oder eine gegen Atomkraft tauscht.

Sogar die Reisepolitik des Heiligen Vaters muss als Zielscheibe herhalten. Dass Papst Leo ausgerechnet Monaco als Reiseziel in den Vordergrund gerückt habe, zeuge laut Paganini von mangelndem „theologischem Feingefühl“ und sei reine Machtpolitik. Man fragt sich: Darf ein Papst jetzt nur noch dorthin reisen, wo die Grünen die Mehrheit haben? Oder ist Monaco einfach zu wenig „ökologisch-asketisch“ für das Weltbild einer Frau, die Ethik lehrt, aber das Herz der Kirche – die Nachfolge Petri – offensichtlich missversteht?

Dass Leo XIV. mit seiner Entschlossenheit Millionen Gläubigen weltweit Hoffnung gibt, die des postmodernen Relativismus überdrüssig sind, scheint in der grünen Blase der Münchner Hochschule nicht anzukommen. Dort wird das Kreuz nicht mehr als Zeichen der Erlösung, sondern als „Bühne für Männlichkeit“ analysiert.

Eine Frage hätte ich an die Grün-Politikerin zum Schluss noch: Welcher Teufel reitet Sie eigentlich, um so einen hanebüchenen Unsinn zu verbreiten?

Weiterführender Hinweis: Simone Paganini ist der Ehemann von Claudia Paganini und ist Co-Autor eines beim Herder Verlag herausgekommenen Buches mit dem Titel "Wer zur Hölle ist der Teufel? Die Faszination des Bösen in Bibel und Geschichte". Dieses Buch hat der Pfr. Dr. Jürgen Henkel kritisch unter die Lupe genommen, siehe Link zum kath.net-Artikel.


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