„Klimaschützer“ fliegen am häufigsten

11. Mai 2026 in Chronik


Studie: Besonders jene Gruppe, die Klimaschutz am stärksten befürwortet, weist die intensivste Reiseaktivität per Flugzeug auf


Wien (kath.net) Eine aktuelle Untersuchung des Umweltbundesamts, der „Mensch-Umwelt-Monitor“, offenbart eine deutliche Diskrepanz zwischen ökologischem Anspruch und tatsächlichem Lebensstil in Österreich. Besonders jene Gruppe, die Klimaschutz am stärksten befürwortet, weist die intensivste Reiseaktivität per Flugzeug auf. Im Fokus der Studie steht das sogenannte „Progressive (Klein-)Bürgertum“. Diese Gruppe besteht laut Umweltbundesamt vorwiegend aus jüngeren, städtischen Akademikern mit überdurchschnittlichem Einkommen. 94 Prozent dieser Gruppe geben an, Umwelt- und Klimaschutz stark oder eher zu unterstützen. Gleichzeitig unternahmen fast 60 Prozent der Angehörigen dieses Milieus in den letzten zwölf Monaten mindestens eine Flugreise. Mit durchschnittlich knapp drei Flügen pro Jahr liegt diese Gruppe klar an der Spitze aller gesellschaftlichen Milieus.

Im Gegensatz dazu fliegen die „Konservativ-Skeptischen Traditionellen“ deutlich seltener: In dieser Gruppe stiegen im letzten Jahr nur 23 Prozent in ein Flugzeug. Das Umweltbundesamt führt dies auch auf finanzielle Faktoren zurück. Auch abseits des Reisens zeigt sich ein ähnliches Bild: Statushöhere Milieus – zu denen die lautesten Klimaschützer gehören – beanspruchen in der Regel größere Wohnflächen und verursachen dadurch einen höheren Ressourcenverbrauch.


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