Generalbundesanwalt: 94 Prozent der neuen Terror-Ermittlungen mit Bezug zu Islamismus

30. Juli 2026 in Deutschland


Deutschland: Von den 174 im ersten Halbjahr 2026 neu eingeleiteten Verfahren entfallen 129 auf den Bereich des islamistischen Terrorismus und 34 auf auslandsbezogenen Extremismus.


Berlin (kath.net/gem/rn)
Fast 94 Prozent aller neuen Terrorismus- und Extremismus-Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts im ersten Halbjahr 2026 stehen im Zusammenhang mit islamistischem Terrorismus oder auslandsbezogenem Extremismus. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine schriftliche Anfrage des Bundestagsabgeordneten Martin Hess (AfD) hervor, über die das Nachrichtenportal NIUS berichtete.

Insgesamt leitete die Karlsruher Behörde von Januar bis Juni 2026 174 neue Ermittlungsverfahren wegen terroristischer oder schwerwiegender extremistischer Straftaten ein.

Die Verteilung der neuen Verfahren im Detail:

Wie die Bundesregierung in ihrer Stellungnahme einordnet, betreffen die Ermittlungen im Bereich des islamistischen Terrorismus überwiegend Straftaten, die im Ausland begangen wurden. Ein Großteil dieser Verfahren stehe im Zusammenhang mit der Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) sowie mit Bezügen zu Krisenregionen in Syrien und dem Irak. Viele dieser Verfahren werden im weiteren Verlauf an die Staatsanwaltschaften der Länder abgegeben oder eingestellt.

Die Zahlen spiegeln somit die neu eingeleiteten Ermittlungsverfahren des Generalbundesanwalts wider, stellen jedoch keine Statistik über vollendete Anschläge auf deutschem Boden oder rechtskräftige Verurteilungen dar. 


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