
2. August 2026 in Jugend
Heiße letzte Vorbereitungsphase für ersten Weltjugendtag in einem Land ohne katholische Bevölkerungsmehrheit - Anmeldungen ab September möglich
Seoul (kath.net/KAP) Ein Jahr vor dem Weltjugendtag (WJT) in Seoul geht Südkorea in die entscheidende Vorbereitungsphase. Wie das Organisationskomitee am Donnerstag mitteilte, beginnt am 3. August der einjährige Countdown für das katholische Großereignis, das vom 3. bis 8. August 2027 Papst Leo XIV. und Hunderttausende junge Menschen aus aller Welt in die südkoreanische Hauptstadt führen soll.
Nach Angaben der Organisatoren werden rund 230 Pfarren, etwa 30.000 Freiwillige sowie staatliche Stellen in die Vorbereitungen eingebunden. Im Mittelpunkt stehen Unterbringung, Transport, Sicherheit, medizinische Versorgung und die Betreuung der internationalen Pilger. Bereits vor dem eigentlichen Weltjugendtag sollen Teilnehmer im Rahmen der "Tage in den Diözesen" vom 29. Juli bis 2. August 2027 katholische Gemeinden in 15 südkoreanischen Diözesen kennenlernen.
Drei Jahre Grundlagenarbeit
Seouls Erzbischof Peter Soon-taick Chung erklärte, nach drei Jahren Grundlagenarbeit gehe es nun darum, die Vorbereitungen abzuschließen und junge Menschen aus aller Welt willkommen zu heißen. Begleitet wird der Countdown unter anderem von der Vorstellung des offiziellen WJT-Liedes sowie einer internationalen Baumpflanzaktion in Zusammenarbeit mit der Laudato-Si'-Bewegung. Damit sollen junge Menschen bereits vor ihrer Reise zu einem Engagement für den Klimaschutz motiviert werden.
Für die Unterbringung setzt die Erzdiözese Seoul vor allem auf Gastfamilien. Rund 230 Pfarren beteiligen sich an einem umfangreichen Homestay-Programm, das internationalen Pilgern Einblicke in das kirchliche und familiäre Leben in Südkorea ermöglichen soll. Ergänzend sollen öffentliche Einrichtungen als Unterkünfte genutzt werden.
Die Anmeldung für internationale Teilnehmer soll im Oktober beginnen. Geplant sind elf Pilgerpakete, die je nach Aufenthaltsdauer Unterkunft, Verpflegung, Nahverkehr, Versicherung und ein offizielles Pilgerpaket umfassen. Zudem entwickeln die Organisatoren eine mehrsprachige Pilger-App sowie ein integriertes Logistiksystem. Unterstützung erhält das Organisationskomitee von der südkoreanischen Regierung, dem Parlament und der Stadt Seoul.
Der Weltjugendtag wurde 1985 von Papst Johannes Paul II. ins Leben gerufen und gilt als das weltweit größte internationale Jugendtreffen der katholischen Kirche. Nach Manila im Jahr 1995 ist Seoul erst der zweite Austragungsort in Asien. Es wird der erste Weltjugendtag der Geschichte in einem Land sein, in dem Christen eine religiöse Minderheit bilden.
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