
15. Oktober 2026 in Jugend
„Fang einfach an!“, raten zwei katholische Fitnesstrainer aus Kalifornien. Sie verbinden Hanteltraining mit Gebet und sind überzeugt, dass Christen körperlich fit sein sollten.
Sacramento (kath.net / pk) „Vergiss den Kauf eines teuren Fitnessgerätes oder des neuesten Entsafters: Fang einfach an und steigere deine Anstrengungen nach und nach.“ Das raten zwei katholische Fitnesstrainer aus Kalifornien, die in ihren Trainings Glaube und Fitness verbinden. Brenda Sigmund und Jordan Friske von „Catholic Fitness Training“ verbinden Fitness mit der Theologie des Leibes, die Papst Johannes Paul II. der Welt vorgestellt hat, heißt es in einem Bericht auf „Aleteia“.
Sie plädieren für einen vernünftigen und realistischen Lebensstil. „Bete jeden Tag und bitte Gott um die Gnade für einen gesunden Körper – nicht darum, wie ein Star oder ein berühmter Bodybuilder auszusehen“, raten sie auf ihrer Website. Jede ihrer Einheiten beginnt und endet mit einem Gebet. Da sich Muskeln allein durch den Rosenkranz kaum aufbauen lassen, wird dieses Gebet von speziell angepassten Körperübungen und einer gesunden Ernährung begleitet.
In möglichst guter Form zu sein ist Teil unserer christlichen Pflicht, sind die beiden Trainer überzeugt. Sich um Fitness zu kümmern sei nicht oberflächlich – im Gegenteil, es sei ein grundlegendes Element. Auf dem Weg zu einem heiligen Leben müssten wir uns um die einfachen Dinge kümmern, die in unserer Reichweite liegen, und wir könnten damit beginnen, auf unseren Körper zu achten.
Wichtig sei, realistisch zu bleiben und mit einfachen Mitteln zu beginnen. Sie bieten etwa eine Methode zur Kalorienberechnung an, mit der die persönliche tägliche Nahrungsaufnahme angepasst wird, bevor es zum Trainingsteil geht, der durchaus anstrengend werden kann. Wichtig sei, bei Anstrengungen nicht gleich aufzugeben, sondern sich zu überwinden.
Schnelle Lösungen gibt es nicht. Sie sind überzeugt, dass „altmodische harte Arbeit gut für uns ist und uns schon an sich tugendhafter macht“. Wir müssten das Leiden, das mit anstrengendem Training einhergeht, nicht nur annehmen, sondern es gleichzeitig sogar lieben. Wenn wir auf unsere Lieblingsportion Nachtisch verzichten, können wir unsere „Leiden, auch wenn sie winzig erscheinen mögen, mit den Leiden Christi am Kreuz vereinen“, wie es im Kolosserbrief 1,24 heißt.
Um erfolgreich zu sein, ermutigen die kalifornischen Trainer zu einfachen und realistischen Vorsätzen, die man aufschreiben und an den Kühlschrank hängen sollte. Eine kleine Erinnerung ist sehr hilfreich, um etwas durchzuziehen. Wichtig sei außerdem, ein messbares Ziel zu setzen, etwa ein Wunschgewicht oder eine bestimmte Zeit, die man wöchentlich mit Bewegung verbringt.
Der wichtigste Schlüssel zum Erfolg ist jedoch, einfach anzufangen. Wie Johannes Paul II. sagte: „Die Zukunft beginnt heute, nicht morgen.“ Was das katholisch geprägte Programm von den vielen anderen auf dem Markt unterscheidet, ist, dass es nicht um Überleistung oder um eine Art Körperkult geht. Es geht vielmehr darum, den Herausforderungen des Alltags mit einem gesunden Geist und einem gesunden Körper zu begegnen.
Der heilige Johannes Paul II., der leidenschaftlich Fußball spielte und Ski fuhr, erklärte, der Leib sei sakramental; er sei „ein sichtbares Zeichen einer unsichtbaren Wirklichkeit“. Mit anderen Worten: Durch unseren Körper und mit ihm erfahren und lieben wir Gott und dienen den anderen.
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