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Neuer Piusbrüder-Generalobererer zu erstem Gespräch im Vatikan

23. November 2018 in Weltkirche, 125 Lesermeinungen
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Im Sommer gewählter Italiener Davide Pagliarani traf Glaubenspräfekt Kardinal Ladaria und "Ecclesia Dei"-Sekretär Pozzo


Menzingen-Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der neue Generalobere der von Rom getrennten lefebvrianischen Piusbrüder, Davide Pagliarani, war am Donnerstagnachmittag zu einem Gespräch im Vatikan. Dabei sei er mit dem Leiter der Glaubenskongregation, Kardinal Luis Ladaria, zusammengetroffen, teilte die "Priesterbruderschaft Pius X." am Freitag auf ihrer Website mit. Das Gespräch sei auf Einladung Ladarias zustande gekommen und habe einem ersten Kennenlernen gedient.

Nach Auffassung der Bruderschaft stehen einer Einigung zwischen ihr und dem Vatikan vor allem lehrmäßige Differenzen im Weg. Solange diese nicht aus dem Weg geräumt seien, gebe es auch keine Fortschritte hin zu einer Einigung, die auch eine juristische Anerkennung der Vereinigung durch den Papst beinhalten könne. Von Seiten des Vatikan gab es bisher keine Information zu dem Treffen.


Neben Kardinal Ladaria und dem neuen Oberen Pagliarani nahmen an dem Gespräch vonseiten der Bruderschaft Emmanuel du Chalard sowie für den Vatikan Erzbischof Guido Pozzo, Sekretär der Kommission "Ecclesia Dei", teil. Die von Johannes Paul II. 1988 eingesetzte päpstliche Kommission ist eigens für den Dialog mit der Priesterbruderschaft zuständig.

Im Juli dieses Jahres hatte das Generalkapitel der "Priesterbruderschaft Pius X." im schweizerischen Econe den 47-jährigen Italiener Davide Pagliarani für eine Amtszeit von zwölf Jahren als neuen Vorsitzenden gewählt. Er folgt auf Bernard Fellay (60), der die Bruderschaft seit fast einem Vierteljahrhundert im Bischofsrang leitete. Pagliarani fungierte bereits als Distriktoberer der Piusbrüder in Italien. Seit 2012 leitete er das Priesterseminar der Vereinigung im argentinischen La Reja.

Die "Priesterbruderschaft St. Pius X." wurde 1969 vom französischen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991) gegründet. Sie lehnt viele Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Streitpunkte sind vor allem Liturgie, Religionsfreiheit und Ökumene.

Copyright 2018 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich


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