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Theologe Johannes Hartl: „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das sich ‚liberal‘ nennt?“

29. Jänner 2026 in Aktuelles, 17 Lesermeinungen
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„Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das man in unzähligen Gottesdiensten hören kann, das man an theologischen Lehrstühlen seit Jahrzehnten hört und das sich ‚liberal‘ nennt?“


Augsburg (kath.net/pl) „Woher kommt dieses Konglomerat an Denken, das man in unzähligen Gottesdiensten hören kann, das man an theologischen Lehrstühlen seit Jahrzehnten hört und das sich ‚liberal‘ nennt?“ Das fragt der bekannte Augsburger Theologe und Philosoph Johannes Hartl in einem kurzen Podcast. In Langform äußert er sich zum selben Thema ausführlicher seiner Serie „Hartls Senf“ mit dem Titel „Liberale Theologie: aufgeklärt – oder geistlich leer?“, siehe Video unten. Hartl ist Gründer des Gebetshauses Augsburg, Autor mehrerer Bücher (darunter Bestseller), weltweit gefragter Konferenzredner und Familienvater.


Es sei „letztendlich … eine Art Theologie zu betreiben, die aus der Aufklärung kommt“, sagte Hartl und führte weiter aus, dass die Aufklärung „dieses gigantische geistesgeschichtliche Projekt etwa Mitte des 18. Jahrhunderts in Europa“ gewesen sei, als man gesagt habe: „wir wollen Verstand statt Dogmatismus, wir wollen Toleranz statt Fanatismus. Wir kamen aus den Religionskriegen und jetzt wollen wir endlich lernen, tolerant zu sein. Wir wollen Wissenschaft statt Aberglauben und wir wollen Autonomie statt Unmündigkeit.“ Der Einzelne soll nun „fähig sein, sich kraft seines Verstandes Rechenschaft auch über das zu geben, was er glaubt“. 

Hartl wies eigens darauf hin, dass diese „Grundanliegen der Aufklärung und auch die Grundanliegen dieser Theologie absolut verständlich sind. Wenn man dies nicht versteht, möge man mal in den Iran schauen oder nach Saudi Arabien, wie Religion auch aussehen kann ohne Aufklärung, also ohne kritisches Hinterfragen und ohne Autonomie des Einzelnen.“

Gleichzeitig glaube er aber, „dass das Bild auf Glauben, das hier entsteht, defizitär ist. ‚Defizitär‘ bedeutet, dass es ungenügend ist, nur ein kleiner Ausschnitt, deswegen nenne ich es die ‚amputierte Religion‘.“

VIDEO - Johannes Hartl: „Liberale Theologie: aufgeklärt – oder geistlich leer?“

Archivfoto Johannes Hartl (c) Gebetshaus Augsburg

 


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