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Niederländischer Kardinal Eijk: Kommunion für wiederverheiratete Geschiedene nur bei Keuschheit

22. Oktober 2025 in Familie, 61 Lesermeinungen
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Metropolitanerzbischof von Utrecht: „Zivil wiederverheiratete geschiedene Paare in einer zweiten Verbindung dürfen die Kommunion in der Kirche nur empfangen, wenn sie keinen Geschlechtsverkehr haben.“


Rom (kath.net) „Zivil wiederverheiratete geschiedene Paare in einer zweiten Verbindung dürfen die Kommunion in der Kirche nur empfangen, wenn sie keinen Geschlechtsverkehr haben.“ Mit dieser klaren und eindeutigen Aussage beantwortete Kardinal Willem Jacobus Eijk, Metropolitanerzbischof von Utrecht, gestern die Fragen von Journalisten bei der Vorstellung seines neuerschienenen Buches „The Bond of Love: Catholic Teaching on Marriage & Sexual Ethics“, die in der Hochschule Päpstlichen Athenäum Regina Apostolorum stattfand. Darüber berichtete das im Vatikan ansässige private katholische Portal „Silere non possum“, das offenbar von Vatikaninsidern betrieben wird.

Der Kardinal ging präzise auf ein, wie er es nannte, „heute oft diskutiertes Problem“ ein: die Frage geschiedener und wiederverheirateter Personen und ihre Möglichkeit, an der Eucharistie teilzunehmen. „In Paragraph 84 von Familiaris Consortio des heiligen Johannes Paul II. heißt es, dass man in solchen Fällen auf sexuelle Beziehungen verzichten sollte“, erinnerte Eijk. „Warum? Weil eine standesamtliche Ehe kein reguläres Band ist, sie ist keine gültige Ehe, sofern der Bund der ersten sakramentalen Ehe noch gültig ist. Darum geht es“, erklärte er und verwies auf das Lehramt von Johannes Paul II. und die katholische Lehre vom unauflöslichen sakramentalen Eheband.


Der Kardinal erinnerte anschließend an die theologische Dimension des Themas, denn es könne nicht auf eine rein disziplinarische oder pastorale Angelegenheit reduziert werden. „Es gibt Menschen, die in dieser Situation leben, aber dennoch in die Kirche gehen und die Sakramente empfangen möchten. Das ist natürlich schwierig. Christus schenkt sich uns im Sakrament der Eucharistie ganz und gar, und auch wir müssen uns ihm ganz hingeben. Und wenn dies in der Ehe fehlt, kann die Kommunion nicht empfangen werden“, erklärte er und bekräftigte die tiefe Verbindung zwischen der Eucharistie und dem Sakrament der Ehe.

Der Kardinal bekräftigte die Notwendigkeit sakramentaler Kohärenz und machte gleichzeitig deutlich, dass die Kirche Menschen in solchen Situationen nicht ausschließt, berichtete „Silere non possum“ weiter: „Selbstverständlich sind Menschen in solchen Beziehungen in der Kirche herzlich willkommen. Sie können an unseren Liturgien und auch an unseren karitativen Aktivitäten teilnehmen. Aber sie können aus den von mir erläuterten Gründen nicht die Kommunion empfangen“. Das Willkommensein beinhalte kein absolutes Recht auf den Empfang eines Sakraments. Eijk beschrieb auch die pastorale Praxis seiner Teilkirche: „In den Niederlanden machen wir Folgendes: Diese Menschen können während der Eucharistiefeier ebenfalls zum Priester kommen, allerdings mit überkreuzten Armen, und einen Segen empfangen. Ich muss sagen, dass dies in vielen Fällen funktioniert. Es hilft, das Gefühl der Ausgrenzung zu lindern; es scheint eine zufriedenstellende Lösung zu sein: Auch wir können uns dem Priester nähern, wir können während der Eucharistiefeier wie die anderen nach vorne kommen, wir müssen nicht sitzen bleiben, sondern können kommen und einen Segen empfangen.“

Weitere kath.net-Artikel über Kardinal Eijk: siehe Link.

Archivfoto Kardinal Eijk © Erzbistum Utrecht


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