Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  2. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  3. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  4. Schisma auf leisen Sohlen
  5. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  6. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  7. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  10. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  11. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  12. Erzbischof Sheen warnte bereits 1965 vor falschem Mitgefühl
  13. Verheiratete Frauen sind (zunehmend) die glücklichsten von allen
  14. Arche-Sprecher warnt vor Zunahme des Islamismus an Schulen in Deutschland
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

Das Vermächtnis eines Sterbenden

26. April 2026 in Spirituelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die vier Versäumnisse des ehemaligen US-Senators Ben Sasse kurz vor seinem Tod: „Ich habe für die falschen Leute gelebt, Die Illusion der „Wichtigkeit“, Das Verbergen der eigenen Zerbrechlichkeit und die vertagte Dankbarkeit


Washington D.C. (kath.net/gem/rn) In den Hallen der Macht zählt meist nur der nächste Sieg, die nächste Schlagzeile oder das nächste Gesetz. Doch wenn das Leben zu Ende geht, verschieben sich die Prioritäten radikal. Das zeigt der bewegende Bericht von "Aleteia" über den ehemaligen US-Senator Ben Sasse (Republikaner), der angesichts einer unheilbaren Krankheit kurz vor seinem Tod sein Schweigen brach. 

Seine Botschaft an die Welt ist keine politische, sondern eine zutiefst menschliche: Eine Warnung vor den „vier großen Versäumnissen“, die das Leben am Ende leer erscheinen lassen können.

1. „Ich habe für die falschen Leute gelebt“

Eines der schmerzhaftesten Geständnisse des Politikers betrifft die Zeit, die er damit verbrachte, Menschen zu beeindrucken, die ihm letztlich nichts bedeuteten. Er beschreibt, wie er jahrelang nach der Anerkennung von Parteikollegen, Spendern und Fremden strebte, während er die Meinung derer, die ihn wirklich liebten, als „selbstverständlich“ voraussetzte. Sein Rat: Hören Sie auf, für die Galerie zu spielen, und fangen Sie an, für die Menschen zu leben, die an Ihrem Bett sitzen werden, wenn das Licht ausgeht.


2. Die Illusion der „Wichtigkeit“

Der Senator gab zu, dem Irrglauben erlegen zu sein, dass seine Arbeit unersetzlich sei. Er verpasste Geburtstage, Jubiläen und stille Momente im Kreis der Familie, weil er glaubte, die Welt würde ohne sein Eingreifen aufhören sich zu drehen. „Die Politik ging ohne mich weiter, kaum dass ich den Raum verlassen hatte“, reflektiert er, „aber die verpassten Momente mit meinen Kindern kommen nie wieder.“

3. Das Verbergen der eigenen Zerbrechlichkeit

In einer Welt, in der Stärke als die höchste Währung gilt, bereut es der Sterbende, seine Ängste und Zweifel stets hinter einer Maske der Unbesiegbarkeit verborgen zu haben. Er habe erst am Ende begriffen, dass wahre Verbindung zu anderen Menschen nur durch Verletzlichkeit entsteht. Indem er niemanden „hinter die Kulissen“ blicken ließ, blieb er trotz seines Ruhms einsam.

4. Die vertagte Dankbarkeit

Sein letztes großes Bedauern betrifft die Dinge, die er ungesagt ließ. Er habe die Dankbarkeit für das Leben selbst, für die Schönheit der Welt und für die kleinen Gesten seiner Mitmenschen auf ein „Irgendwann“ verschoben. „Wir warten immer auf den großen Moment, um glücklich zu sein, und übersehen dabei, dass das Leben aus den kleinen Zwischenräumen besteht“, so sein Fazit.

Die Beichte des Senators ist keine bittere Abrechnung, sondern ein hoffnungsvoller Appell: Es ist nie zu spät, die Prioritäten neu zu ordnen – solange man noch atmet.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Ulrich Motte vor 6 Tagen 
 

Diesen strikt antilinken Republikaner, Senator von Nebraska im Us-Parlament,

ganz harten Gegner von Donald Trump, kann man wohl bezeichnen als den eventuell höchstgebildeten und einen der frömmsten Evangelikalen unter den Us-Spitzenpolitiker. Er wuchs auf in der Lutheran Church-Missouri-Synod, LCMS (Schwesterkirche der deutschen, konservativen Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche, SELK). Er wechselte aus konfessionellen Gründen zu konservativen reformierten ("calvinistischen") Kirchen, zuletzt der Presbyterian Church in America (PCA). Zu ihr zählen in Deutschland unter anderem die Gospelgemeinde München und die Evangelisch-Presbyterianische Kirche in Deutschland in Berlin.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Große SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Kardinal Marx und das öffentlich gewordene Geheimdekret
  3. Marx ärgert sich über die "Reaktionären" und "Stimmungsmache"
  4. Konsekrierte Hostien an Hunde verfüttert: Keine Konsequenzen im Bistum Chur
  5. Kardinal Marx unter Druck: Zwischen grober Fahrlässigkeit und dem Vorwurf der Vertuschung
  6. Back to the future: Durch den Traditionalismus zur Gendergerechtigkeit
  7. Schisma auf leisen Sohlen
  8. Bischof der Herzen – Walter Mixa wurde 85
  9. „Theologische Katastrophe“: Massive Kritik am Erprobungsband des neuen evangelischen Gesangbuchs
  10. Insider: Vatikan bereitet sich auf Folgen der Bischofsweihen der Piusbruderschaft vor
  11. Das Vermächtnis eines Sterbenden
  12. Goldenstein-Nonnen doch in Rom? Propst in Sorge
  13. Goldenstein-Nonnen: Verstimmung um nun doch durchgeführte Romreise
  14. Was Kardinal Marx meint und was das Zweite Vatikanische Konzil lehrt
  15. Die Messe in der außerordentlichen Form kehrt nach Santa Maria Maggiore/Rom zurück

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz