
Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem9. Mai 2026 in Österreich, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die Entwicklung spiegelt die demografischen Veränderungen in Wien wider, die durch Migration und unterschiedliche Geburtenraten entstehen.
Wien (kath.net/jg)
In den öffentlichen Mittelschulen Wiens stellen muslimische Schülerinnen und Schüler mittlerweile fast die Hälfte der Schülerschaft. Laut aktuellen Zahlen der Bildungsdirektion Wien beträgt ihr Anteil 49,4 Prozent. Damit sind sie mit Abstand die größte religiöse Gruppe an diesen Schulen, berichtet oe24.
Die Daten basieren auf den Angaben der Erziehungsberechtigten und umfassen öffentliche sowie private Volks-, Mittel-, Sonderschulen und polytechnische Schulen. Für höhere Schulen wie Gymnasien liegen derzeit noch keine vergleichbaren Zahlen vor. Insgesamt besuchen von rund 128.000 erfassten Schülern etwa 114.000 eine öffentliche Schule – nur elf Prozent gehen auf eine Privatschule. 
An den öffentlichen Schulen insgesamt machen Kinder und Jugendliche mit islamischem Glaubensbekenntnis 42 Prozent aus. Der Anteil steigt kontinuierlich: Im Schuljahr 2024/25 lag er noch bei 41,2 Prozent, ein Jahr davor bei 39,4 Prozent. Gleichzeitig geht der Anteil katholischer Schüler zurück.
In den Privatschulen zeigt sich ein gegensätzliches Bild: Hier dominieren katholische Schüler mit rund 45,4 Prozent, während Muslime nur einen Anteil von 7,6 Prozent stellen.
Die Entwicklung spiegelt die demografischen Veränderungen in Wien wider, die durch Migration und unterschiedliche Geburtenraten entstehen. Sie löst regelmäßig Diskussionen über Integration, Sprachförderung und den Umgang mit kultureller Vielfalt im Klassenzimmer aus. Lehrer berichten teilweise von Herausforderungen wie mehrsprachigen Klassen oder unterschiedlichen kulturellen Erwartungen.
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