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Archäologen ‚absolut‘ sicher: Bethsaida gefunden

vor 3 Stunden in Chronik, keine Lesermeinung
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Die außergewöhnlichen Funde stellen die Vorstellung in Frage, dass die Menschen in Galiläa arme, ungebildete Bauern waren. Vielmehr deuten sie darauf hin, dass die Städte und Dörfer, die Jesus besuchte, selbst unter römischer Besatzung florierten.


El-Araj (kath.net/jg)
Ein Team von Archäologen unter der Leitung von Dr. Steven Notley ist sich „absolut“ sicher, dass es die biblische Stadt Bethsaida gefunden hat, in der Jesus viele Wunder gewirkt hat. Der am See Genezareth gelegene Ort ist heute unter dem Namen El-Araj bekannt, berichtet die New York Post.

In diesem Sommer, der bereits zehnten Ausgrabungssaison, haben die Archäologen Lampen, Schminkutensilien, Münzen und viele andere Artefakte gefunden. Die Funde bestätigen nach Angaben von Notley die Theorie, dass es sich bei der Stadt um das antike Bethsaida handelt.

Aus der Summe der gesammelten Stücke aus allen Teilen der Stadt entstehe ein Bild des historischen Profils des antiken Ortes. Mit jeder Saison werde dieses Bild klarer, schreibt Dr. Notley auf seinem Blog.


„Alles, was wir aus dem Boden holen, bestätigt und unterstützt diese Identifikation. Nichts, dass wir gefunden haben, würde sie in Frage stellen“, sagte Dr. Notley wörtlich gegenüber der Daily Mail.

Die jetzt zu Ende gegangene zehnte Ausgrabungssaison habe den Blick auf Bethsaida, beziehungsweise Julias, wie die Stadt später von den Römern umbenannt wurde, vor allem hinsichtlich des ersten bis dritten nachchristlichen Jahrhunderts geschärft. Es gebe auch Hinweise, dass es unter Bethsaida Überreste einer hellenistischen Siedlung gegeben haben könnte.

Die Archäologen fanden außerdem Steinzeug aus Kalkstein und mehrere intakte herodianische Lampen, die vor 70 n. Chr. ausschließlich in Jerusalem hergestellt wurden. Das seien eindeutige Hinweise, dass im ersten Jahrhundert Juden in der Stadt lebten, als diese sich von Bethsaida zu einer römischen Polis namens Julias entwickelte, schreibt Notley.

Die außergewöhnlichen Funde stellen die Vorstellung in Frage, dass die Menschen in Galiläa arme, ungebildete Bauern waren. Vielmehr deuten sie darauf hin, dass die Städte und Dörfer, die Jesus besuchte, selbst unter römischer Besatzung florierten.

Gemäß der biblischen Überlieferung hat Jesus in Bethsaida einen Blinden geheilt und tausende Menschen mit fünf Broten und zwei Fischen gespeist. Die Apostel Petrus, Andreas und Philippus stammen aus Bethsaida.

Die Archäologen des Center for the Study of Ancient Judaism & Christian Origins arbeiten seit 2016 in El-Araj. Im Lauf der Jahre haben sie Mosaike, Kirchen und andere Gebäude sowie viele Artefakte gefunden.

 

Foto: Symbolbild

 


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