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'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'

vor 20 Stunden in Deutschland, 10 Lesermeinungen
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Katholischer Journalist Alexander Kissler spottet nach Anti-AfD-Wahlwerbung von Berliner Erzbischof auf X - Bischof Wilmer meint im FAZ-Interview nur lapidar 'Migranten stören nicht'


 

Berlin (kath.net) „Berliner Bischof der katholischen Kirchensteuerkirche, Herr Koch, ruft AfD-Wähler auf, sich ihre Kirchensteuer zu sparen.“ Mit deutlicher Kritik hat der katholische Journalist Alexander Kissler das jüngste Interview von Berliner Erzbischof Heiner Koch auf X kommentiert. Hintergrund ist Kochs Aussage in einem Interview auf die Frage, ob die Kirche das Risiko eingehen müsse, im Zuge ihrer politischen Positionierung AfD-Wähler als Mitglieder zu verlieren: „Ja, wir müssen dieses Risiko eingehen.“

Auch Heiner Wilmer, Bischof von Münster, und Vorsitzender der DBK, hat sich in einem Interview mit der FAZ deutlich gegen eine Wahl der AfD ausgesprochen. In dem Interview rief er die Wählerinnen und Wähler dazu auf, ihr „Gewissen zu schärfen“. Auf die Frage, ob Katholiken die AfD wählen dürfen, meinte Wilmer einerseits, dass Zeiten vorbei seien, in denen jemand sage: „Du kannst nur das oder das tun.“ Denn man lebe in einer „mündigen Gesellschaft“. Wilmer meinte dann wörtlich: „Migranten stören nicht. Als Christinnen und Christen stehen wir insbesondere für Nächstenliebe und die unverhandelbare Würde jedes Menschen, gerade auch der Schwächsten in unserer Gesellschaft. Dazu gibt es keine Alternative, weder in Deutschland noch anderswo.“ Wilmer behauptet dann, dass die AfD diese Grundwerte attackiere und angeblich sogar „unsere demokratische Staatsform“ als solche angreife. „Ihre Alternative für Deutschland ist eine Gesellschaft, in der Freiheit, Menschenwürde und Demokratie eingeschränkt werden“, so Wilmer.


Die FAZ konfrontierte den Bischof dann damit, dass sich bei Umfragen herausstelle, dass auch regelmäßige Gottesdienstbesucher die AfD wählen und hier kaum ein Unterschied zur Gesamtbevölkerung beim Wahlverhalten bestehe. Auf die Frage, ob die katholische Kirche nicht auch eine Mitschuld am Aufstieg der AfD habe, antwortete Wilmer ausweichend und sprach von „einfachen Antworten, mit denen das Blaue vom Himmel versprochen werden“. Diese seien aber keine Lösung, sondern es brauche auch in der Politik „Differenzierung und Ehrlichkeit“. Der Bischof meinte dann, dass man sich als Kirche auf keinen Fall aus dem ländlichen Raum zurückziehen dürfe. „Unser Ansatz darf nicht zentralistisch sein.“

Die FAZ konfrontierte den Bischof dann auch damit, dass AfD-Politiker versuchen, ihre Partei als wahre Hüterin christlicher Werte darzustellen, die von Unionsparteien und den Kirchen nicht mehr vertreten würden. „Sie haben die Vorschläge der Rentenkommission begrüßt. In der Debatte über die Leihmutterschaft haben Sie geschwiegen. Hat die Kirche dazu nichts zu sagen?“, fragte die Zeitung. Wilmer behauptete dann, dass man nicht geschwiegen habe und man auf Texte zur Leihmutterschaft von 2024 verwiesen habe. „Unsere Position ist sonnenklar. Wir lehnen die Leihmutterschaft ab.“


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Lesermeinungen

 ilomego vor 8 Stunden 

Die einfache Antwort auf eine lange Frage war ein einfaches "JA"

Die einfache Antwort auf eine lange Frage war ein einfaches "JA"
Bischof Wilmer meinte dann wörtlich: „Als Christinnen und Christen stehen wir insbesondere für Nächstenliebe und die unverhandelbare Würde jedes Menschen, gerade auch der Schwächsten in unserer Gesellschaft.“
Ich erinnere an den 9.7.2025 im Bundestag. Dort fragte Frau Beatrix v. Storch (AFD) Bundeskanzler Merz: „Können Sie es mit Ihrem Gewissen vereinbaren, Frauke Brosius-Gersdorf zu wählen, für die die Würde eines Menschen nicht gilt, wenn er nicht geboren ist.“ Frau Brosius-Gersdorf hat gesagt: „Das ein Kind, das 9 Monate alt ist, zwei Minuten vor der Geburt keine Menschenwürde zukommt. Können Sie es mit ihrem Gewissen vereinbaren, diese Frau zu wählen, wissend das vermutlich diese Dame in Kürze über die Abschaffung des §218 abstimmen wird?“
Antwort Friedrich Merz: "JA!"
Hat Bischof Wilmer mit seiner obigen Aussage jetzt eigentlich v. Storch oder Merz gemeint? Bin mir nicht sicher.

www.youtube.com/watch?v=EdoBYzABZWw


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 je suis vor 8 Stunden 

ICH LADE HERRN BISCHOF WILMER...

... gerne ein, am nächsten Mrsch der 100 Kreuze in Münster teilzunehmen. Da kann er dann die Damen und Herren u.a. von "UNSERErDEMOKRATIE" am Wegesrand kennenlernen - dazu natürlich auch sehr viele Polizisten.
Übrigens endet die Prozession neben dem Dom am Denkmal des bischöflichen "Löwen von Münster".


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 edih vor 14 Stunden 
 

Ausgeschlossen

Heiner Koch: "Und ewig grüßt das Murmeltier". Frage an den EB: Ist diese "katholische" Kirche besonders in der BRD, noch die Kirche Jesu Christi? Vielleicht kann's auch ein anderer beantworten.


1
 
 Riedkatholik vor 14 Stunden 
 

Korrektur zum Bischof

Ich meinte den Berliner H.Koch.


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 Riedkatholik vor 14 Stunden 
 

Wilmer und meine Kirchensteuerentscheidung

Wilmer würde mir in unserem Bistum eine Entscheidung ersparen, Kirchensteuern zu zahlen. Ich möchte nämlich mit meinen Steuern keine Queer-Beauftragten finanzieren. Auch nicht Dragqueen-Tänze in einer Pfarrkirche vor dem Altar. Keine Regenbogenflaggen im geweihten Kirchenraum. Und ich möchte mich auch nicht mit Marxens Aussage gemein machen müssen, die Abtreibungsgesetze seien gute Regeln, nur nicht daran rütteln. Früher habe ich kirchliche Organisationen mit Spenden unterstützt. Nun unterstütze ich Legio Christi und Aktion Leben, die oft kirchenpolitisch ausgegrenzt werden. Und ich überlege ernsthaft, aus der Kirchensteuergemeinschaft auszutreten, aber weiter katholisch zu bleiben.


1
 
 Versusdeum vor 14 Stunden 
 

@Stephaninus

Danke für Ihren diffenzierenden Beitrag. Durch die Spaltung und Verteufelung Andersdenkender von oben herab seit mindestens 2015 ("divide et impera" v.a. bei unkontrollierter Massenzuwanderung aus dem Islam, Corona, Klima etc.) gibt es das leider kaum noch. Denn wer die Perfidie dieses "Brandmauer"-Systems einmal erkannt hat, glaubt kaum noch einem der Platzhirsch-Politiker, die ihe Macht, Pfründe und nicht selten auch Ideologien mit allen Mitteln verteidigen. Nein, Ihr habt kein Recht auf Posten und Macht, liebe Politiker! Beides ist Euch nur auf Zeit vom Souverän, dem Volk / Wähler anvertraut! Und wenn ihr dem Souverän dieses Recht raubt, dann leben wir nicht mehr in einer Demokratie, sondern bestenfalls noch in Eurer "unsere Demokratie". Und ein Verbot der größten Partei eines Landes und faktisch einzigen Oppositionspartei mit künstlichen extremen Mehrheiten oder gar ganz offen rückgängig gemachten Wahlen würde man in jedem anderen Land "Putsch" oder gar "Diktatur" nennen.


3
 
 Stephaninus vor 16 Stunden 
 

Die Kirche ist mit dem politischen Mainstream verheiratet

Um Missverständnisse zu vermeiden. Ich persönlich würde die AFD nicht wählen, und ich glaube, es gibt gute (politische) Gründe dafür. Aber: Die Kirche geht einseitig auf Distanz zur AfD und bagatellisiert die aus christlicher Sicht zu verwerfenden Positionen anderer Parteien (z.B. der Linkspartei). Die Kirche schreibt sich auf die Fahnen, den Schwächeren ein Stütze zu sein. Mein Eindruck ist allerdings der, sie ist das vorwiegend in jenen Fällen, wo man den (linken) Mainstream auf seiner Seite weiss.


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 Jothekieker vor 18 Stunden 
 

Er wird das schon merken

Wenn jeder vierte Kirchensteuerzahler - das entspricht dem Anteil der AfD-Wähler unter den Katholiken - Kochs Vorschlag folgt, hat der Bischof ein Problem.


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 Orate fratres vor 19 Stunden 
 

Toller Vorschlag Herr Koch

Da bin ich ihnen bereits zuvor gekommen. Als in Juni die Regenbogenflagge flatterte und eine Fronleichnamsprozession abgehalten wurde, war mein Gang zum Standesamt unerläßlich.
Kümmern sie sich um unseren Glauben statt um "unsere Demokratie" Herr Koch et al.


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 Versusdeum vor 19 Stunden 
 

Erbärmlich

Es gibt (abgesehen von Wahlmanipulationen) nur noch 2 Möglichkeiten, die AfD zu stoppen:
- die Opposition zu verbieten und damit die Demokratie abzuschaffen, indem so nie vom Souverän gewählte radikal linke Mehrheiten die Macht ergreifen. Die Erichs und die Margot wären stolz auf Euch!
- endlich wieder gute und vernünftige Politik zu machen. Ging doch 65 Jahre lang auch. Gut, damals gab es noch die Machtkontrolle durch den Dualismus zwischen rechts (CDU/CSU) und links (SPD, dann "Grüne", zuletzt die dezent umbenannte Diktaturpartei SED der DDR) und es reichte auch noch nicht für eine Karriere in der Politik, wenn man nichts anderes konnte, als laut "Nazi[s]!" zu schreien


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