Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  4. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  5. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  11. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  12. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  13. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  14. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

Evangelische Landeskirche in Württemberg: Gleichgeschlechtliche „Ehe“ verfehlt Zweidrittelmehrheit

25. Oktober 2025 in Familie, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Landessynode scheiterte mit Gesetzentwurf mit Kompromissbehauptung: Ehe zwischen Mann und Frau sowie Ehe für alle seien beide eine kirchliche Trauung, eine Ehe im kirchlich biblischen Sinne werde damit allerdings nicht für alle geschlossen.


Stuttgart (kath.net) Die Befürchtungen, dass auch die Evangelische Landeskirche in Württemberg die „Eheschließung von zwei Personen gleichen Geschlechts und in gleichgestellten Fällen“ billigen würde, waren groß. Der Druck auf jene Synodalen, die einzig eine Ehe zwischen Mann und Frau als Ehe im biblischen Sinn verstehen, dürfte gezielt und hoch gewesen sein. Ein entsprechender Gesetzentwurf zur Erweiterung des Ehebegriffs ist am gestrigen Freitag bei der Landessynode knapp durchgefallen. Der Gesetzentwurf hätte eine Zweidrittelmehrheit gebraucht, diese wurde knapp verfehlt. Der Entwurf wurde „bei 89 abgegebenen Stimmen mit 56 Ja-Stimmen, 31 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen abgelehnt. Notwendig wären mindestens 60-Ja-Stimmen gewesen.“ Ergebnis dieser Abstimmung ist, dass es bei dem im März 2019 von der Synode beschlossenen Kompromiss bleibt: Homosexuelle Paare können in Württemberg gesegnet, aber nicht getraut werden. [Im evangelischen Verständnis ist die Ehe kein Sakrament, sondern eine Segnung. Der eigentliche Rechtsakt der Eheschließung erfolgt schon auf dem Standesamt.]


Wie heftig umstritten der Gesetzentwurf gewesen war, zeiget sich schon in den Kompromissformulierungen, die den Text begleiteten. Wäre der Entwurf angenommen worden, sollten danach „zwei Bücher eingeführt werden, von denen das eine die Trauung anlässlich der Eheschließung von Mann und Frau, das andere die Trauung anlässlich der Eheschließung von zwei Personen gleichen Geschlechts und in gleichgestellten Fällen regelt. Beides sei somit eine kirchliche Trauung. Eine Ehe im kirchlich biblischen Sinne werde damit jedoch nicht für alle geschlossen“, zitiert eine weitere Pressemeldung der Landeskirche den Vorsitzenden des Rechtsausschusses, Christoph Müller (Hervorhebung durch die kath.net-Redaktion).

Matthias Hanßmann, der Vorsitzende der „Lebendigen Gemeinde“ [eine Vereinigung von bekenntniskonservativen landeskirchlichen Christen in Württemberg], wies in der Aussprache darauf hin, dass es sich ja bei der Lösung, die 2019 gefunden worden sei, schon um ein Kompromiss handle. Dieser Kompromiss sei sogar schon ein Paradigmenwechsel gewesen, der die Entscheidung in die Gemeinden gegeben habe. Dieses aktuell geltende Gesetz sehe vor, sich wieder mit dem Thema zu befassen, wenn 25 Prozent der Gemeinden die Segnung eingeführt haben. Hanßmann warb dafür, nun wenigstens bei dieser Kompromissformulierung von 2019 zu bleiben und auf die Basis zu hören. 

Die Pfarrgemeinden der württembergischen Landeskirche waren allerdings bemerkenswert zögerlich damit gewesen, anderen Beziehungen als die Ehe zwischen Mann und Frau zu segnen, die 25 Prozent-Hürde ist bei weitem nicht erreicht.

Nach Angaben der Evangelischen Nachrichtenagentur „idea“ ist die württembergische Landeskirche mit knapp 1,77 Millionen Mitgliedern in 1.169 Gemeinden die fünftgrößte EKD-Gliedkirche.

Link zur diesbezüglichen Pressemeldung der Evangelischen Landeskirche in Württemberg


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Ehe

  1. Neuer Hit: „Für dich gehe ich das volle Risiko ein“
  2. „Georgia Märtyrer“-Seligsprechung am 1. Oktober – Sie verteidigten die Ehe gegen die Polygamie
  3. „Warum erlaubt die katholische Kirche keine Hochzeiten im Garten?“
  4. Wegweisend! - COMECE unterstützt Polen gegen EU-Druck zur Anerkennung sogenannter „Homo-Ehen“!
  5. Papst: Ehe unauflöslich, doch bei Annullierung barmherzig sein
  6. Vatikan kündigt bevorstehende Veröffentlichung eines Dokuments zu Monogamie an
  7. „Menschliches Leben ist Geschenk und muss mit Respekt, Fürsorge und Dankbarkeit angenommen werden“
  8. Papst Leo XIV.: „Von den Berufungen ist die Ehe eine der edelsten und höchsten“
  9. ‚Mädelsabend in der Moschee‘: Seminarreihe für Mädchen und Frauen ab 13 zur Vorbereitung auf die Ehe
  10. Die drei schlechtesten Gründe um zu heiraten






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Vom Elend der Fürbitten
  5. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  6. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  7. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  8. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  9. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  10. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  11. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  12. Der entschärfte Gott
  13. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz