Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  2. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  5. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  6. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  7. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  8. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  9. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  10. Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe
  11. Erzbischof Grünwidl: "Das größere Problem ist der Gläubigenmangel"
  12. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  13. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  14. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  15. P. Regoli, Präsident der Ratzingerstiftung: Immer mehr junge Menschen wenden sich Benedikt XVI. zu

L'Avvenire sorgt für Confusione!

17. Jänner 2026 in Familie, 6 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Katholische Zeitung L'Avvenire der italien. Bischofskonferenz verschweigt beim Thema "Begleitung von Transgender-Jugendlichen" die katholische Anthropologie und Moral.


Mailand (kath.net/jg)
Die der italienischen Bischofskonferenz nahestehende Tageszeitung Avvenire hat am 11. Januar einen redaktionellen Artikel veröffentlicht, der eine „Änderung“ des Geschlechts bei Transgender-Jugendlichen gutzuheißen scheint. Die italienische Bischofskonferenz hat bei ihrer letzten Vollversammlung ein Dokument veröffentlicht, welches die katholische Kirche in Italien dazu auffordert, „diskriminierende Haltungen“ abzulegen und homosexuelle und transgender Personen sowie deren Familien zu akzeptieren und zu begleiten.

Anlass für den Artikel in Avvenire war ein Urteil in La Spezia, in welchem ein Gericht geurteilt hat, dass die Geburtsurkunde einer 13-jährigen Person geändert werden soll. In dem neu auszustellenden Dokument müssen der neu angenommene Vorname und die geänderte Geschlechtsidentität angegeben werden.


Der Zeitungsartikel berichtet, wie Eltern reagieren, wenn ihr Kind sich nicht mit seinem biologischen Geschlecht identifiziert. Anhand zweier Familien werden Themen wie „Änderung“ des Geschlechts im Kontext von Transgender-Jugendlichen vor dem Hintergrund aktueller rechtlicher Entwicklungen in Italien behandelt. Der Artikel bezieht sich dabei ausdrücklich auf das Abschlussdokument der italienischen Bischofskonferenz. Kardinal Matteo Zuppi, Erzbischof von Bologna und Vorsitzender der italienischen Bischofskonferenz, gilt als Verfechter einer offenen Haltung gegenüber der LGBT-Ideologie in der Kirche.

Die Mutter einer der Familien ist im Vorstand der Organisation GenerAzioneD. Sie ist der Ansicht, dass es Personen gibt, die „authentisch transgender“ sind, mahnt aber zur Vorsicht bei „Geschlechtsänderungen“ bei Jugendlichen. Es gebe keine objektive Diagnose für Geschlechtsdysphorie. Diese Einschätzung beruhe im Allgemeinen auf subjektiven Gefühlen, deren Verlässlichkeit bei Kindern im Alter von zehn bis zwölf Jahren in Frage zu stellen sei. In diesem Alter könnten Kinder die langfristigen Folgen nicht richtig einschätzen, sagt sie.

Sie zitiert eine deutsche Studie, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass mehr als 90 Prozent der Fälle von Geschlechtsdysphorie bei Kindern nach einigen Jahren wieder verschwinden und die Personen ihr biologisches Geschlecht akzeptieren. 

Das zweite Beispiel schildert den Weg von „Chanel“. Von früher Kindheit an soll „Chanel“ Präferenzen gezeigt haben, die Mädchen entsprechen. Dies habe sich in späteren Jahren nicht geändert, sodass es zu einem „Coming Out“ kam. „Chanel“ begann eine „Geschlechtsänderung“ unter professioneller Begleitung. Die Familie berichtet aber davon, dass sie in ihrer Pfarre gemieden worden sei und sich isoliert gefühlt habe. 

Im Abschlussdokument der italienischen Bischofskonferenz wird die anthropologische Sicht, wie sie von der katholischen Kirche vertreten wird, nicht erwähnt. An den Stellen, an denen indirekt auf sie verwiesen wird, wird sie als marginal oder der persönlichen Erfahrung untergeordnet dargestellt.

Im Mittelpunkt des Dokuments stehen persönliche Erfahrungen, die als Hauptkriterien für das Verstehen dessen, was gut und angemessen sei, präsentiert werden. Wenn eine bestimmte Erfahrung oder Identität existiert und ehrlich gelebt wird, dann sollte sie akzeptiert und unterstützt und nicht anhand einer bestimmten Moral oder eines anthropologischen Rahmens bewertet werden.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Italien

  1. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  2. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  3. Vatikan "sehr besorgt" wegen Sterbehilfe-Urteilen in Italien
  4. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  5. Nach Verherrlichung der Hamas: Italien schiebt Imam ab
  6. Kirchen-Abgabe in Italien geht überwiegend in die Seelsorge
  7. Kardinal Zuppi: Wahltag in Italien kein "schwarzer Tag"
  8. Möchte Herr Bätzing die Schweizer Gardisten gegen Giorgia Meloni ausrücken lassen?
  9. Italienischer Bischof weist Priester nach unwürdiger Messfeier zurecht
  10. 'Ja zur natürlichen Familie! Nein zur LGBT-Lobby!'






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - HEUTE ANMELDESCHLUSS!
  2. Leo XIV. über Piusbruderschaft: „Wenn sie sich dafür entscheiden, bedauere ich das. Aber…“
  3. Netzwerk „TradRecovery“ hilft Aussteigern aus radikalem Traditionalismus
  4. Sieben Pfarreien sind viel zu viel für ein Bistum
  5. Vatikan an die Bischöfe in Deutschland: Klares NEIN zur Laienpredigt!
  6. Theologische Widersprüche in "Magnifica humanitas"
  7. Vom „Seelenamt“ zum „Auferstehungsamt“
  8. Theologe Hartl: „Bei Christen laut aufschreien, beim Islam(ismus) jedoch milde lächeln, ist…“
  9. 800 Personen bei Nudelessen im Innsbrucker Dom
  10. Innsbruck: Generalvikar Buemberger lässt Funktionen vorübergehend ruhen
  11. Erzbischof von Mailand feiert Messe für LGBT-Gruppe am Fest des Heiligsten Herzens Jesu
  12. „Der Postillon“: „Keine Baugenehmigung auffindbar: Amt ordnet Abriss von Kölner Dom an“
  13. Einheit heilen, ohne Wahrheit zu verdunkeln
  14. Bisher stärkster Weihejahrgang bei Priesterbruderschaft St. Petrus
  15. Bayerischer Rundfunk bezeichnet muslimische Kleidung für Frauen als ‚Modest Fashion‘

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz