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'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'

vor 27 Stunden in Deutschland, 21 Lesermeinungen
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Das Erzbistum Magdeburg publiziert ein Gebet, um den Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt zu verhindern. Der katholische Journalist Alexander Kissler übt scharfe Kritik am Bischof


Magdeburg (kath.net/rn)

Alexander Kissler übt bei NIUS scharfe Kritik am katholischen Erzbistum Magdeburg, weil dieses angesichts der kommenden Wahlen zum Gebet gegen die AfD aufruft. Unter dem Slogan, man solle „bewusst wählen“, wird das Gebet laut Kissler instrumentalisiert, um einen Erfolg der Rechten zu verhindern.

Hinter der moralischen Fassade, so Kissler, könnten auch handfeste materielle Interessen stehen. Eine mögliche Regierungsbeteiligung der AfD würde viele Privilegien und „Pfründe“ der etablierten Kirchen infrage stellen. Der Widerstand gegen die Partei wird daher von Kritikern auch als Kampf um den Erhalt des kirchensteuerfinanzierten Status quo gedeutet.


Ein Gebet, das gezielt gegen eine demokratisch zugelassene Partei gerichtet ist, wirke auf viele Beobachter befremdlich. Es bestehe die Gefahr, dass sich die Kirche durch solche Aktionen in der Öffentlichkeit lächerlich mache und ihre eigentliche Sendung aus den Augen verliere.

Wenn das Bistum Magdeburg nun zum „Gebetssturm“ gegen politische Mitbewerber bläst, stellt sich laut Kissler für viele Gläubige die Frage nach der Neutralität und der seelsorglichen Weite der Kirche. Wer die Kirche zu einem pseudoreligiösen Interessenverein umbaue, verspiele ihre Glaubwürdigkeit und damit ihre Zukunft. Statt Brücken zu bauen und Menschen in ihrer politischen Vielfalt ernst zu nehmen, drohe eine weitere Spaltung der ohnehin schrumpfenden Herde.

„Gerhard Feige steht für einen auftrumpfenden Linkskurs, der keine Rücksicht nimmt auf die geistlichen Bedürfnisse von Gläubigen und Priestern. Eine leere Kirche ist ihm lieber als eine Kirche für das gesamte Gottesvolk“, stellt Kissler fest und betont, dass Herr Feige mit einem Linksbündnis kein Problem hätte. „Dieses Gebet, mit dem das Bistum Magdeburg einen Sieg der AfD verhindern will, entstammt dem Satzbaukasten des linken Aktivismus. Beim Bullshit-Bingo dürfte es den Sieg davontragen.“

 

 


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Lesermeinungen

 HerrHilfDeinerKirche vor 3 Stunden 
 

@ serafina: das mag sein

Hier in den katholischen Gemeinden kam die AFD nicht auf hohe Prozente. Aber in der Nachbarschaft mit über 90 % Mitglieder einer deutsch-russischen Freikirche kam sie auf extrem hohe Prozente. Obwohl diese Menschen sehr sehr religiös und Bibel treu sind. Vielleicht schließen Katholiken die Wahl aus, aber andere Christen sind begeistert! Wobei fûr mich persönlich diese Partei nicht wählbar ist. Da steckt mir Zuviel Fremdenhass drin und ich möchte kein kein zweites Mal die Zeit des 2. Weltkrieges erleben wo ein bejubelter Politiker Menschen die ihm nicht folgten oder den falschen Glauben hatten, « ausgeschaltet «  Wurden. Bei der AFD sehe ich nach kratzen an der Oberfläche falsche Ideen. Wer damit kein Problem hat und es vollkommen in Ordnung findet, was dort verbreitet wird, darf selbstverständlich sein Kreuz da machen! Aber hinterher nicht über das böse erwachen wundern …


0
 
 Versusdeum vor 3 Stunden 
 

@modernchrist

"Engagierte Katholiken" wie die sich gerade beim sogenannten "Katholikentag" selbstbestätigende linksrevolutionäre Zd"K"-Blase eher weniger, ja. Aber vielleicht doch ein nicht unerheblicher Teil gläubiger Katholiken und anderer frommer Christen?


2
 
 Versusdeum vor 3 Stunden 
 

@Vox coelestis

In 3 Sätzen auf den Punkt gebracht, danke. Und wer hat es gemerkt? Vor allem gläubige Christen und die Menschen im Osten, die extrem sensibel reagieren auf staatlich-medial-"zivilgesellschaftliche" Indoktrination, Fake News* und totalitäre Tendenzen, während viele Westdeutsche blind obrigheitshörig sind und buchstäblich alles glauben, was die Tagesschau berichtet (und was diese nicht berichtet oder für falsch erklärt, gibt es nicht).
* Lügen und Verdrehungen wie auch unterdrückte Fakten, "die zum Verständnis ... notwendig sind"


1
 
 serafina vor 4 Stunden 
 

@modernchrist - "engagiere Katholiken wählen ohnehin keine AfD"

Was macht Sie da so sicher?


2
 
 dalex vor 5 Stunden 
 

Merkwürdige Tradition

Es gehört zu den traditionellen Formen, die selbst links politisierte Laienverbände gerne aufgreifen: Fromme Gebetskärtchen, die man gemeinsam betet und dann ins Gotteslob legen kann, auch wenn es sich schlussendlich um eine subtile Form von Indoktrination handelt. Nun mag das für Inhalte des kirchlichen Lehramts - meist genauso durchschaubar - noch angehen, aber für politische Einflussnahme nicht. Am Ende müssen Christen mit jeder Regierungsform klarkommen und sie müssen abwägen, welche Partei unterm Strich das geringste Übel ist. Und genau in diesem Punkt besteht keine Einheit. @modernchrist es gibt auch fromme Katholiken, die die blaue Partei für das kleinere Übel sehen.


2
 
 Versusdeum vor 15 Stunden 
 

@antony

Sehr gut erkannt! Solche "Gebete" richten sich auch primär an die Menschen, die sie hören, um sie zu beeinflussen, nicht an Gott. Wobei es auch zweifelsfrei gute Teile enthält, z.B. "Segne alle, die Verantwortung tragen, alle, die kandidieren, und alle, die ihre Stimme abgeben. Lass unsere Entscheidungen dem Leben dienen und unserem Land Frieden, Zusammenhalt und Menschlichkeit schenken.".
Aber wer jedem, der die anarchische "totale Zuwanderung" von Millionen islami(sti)sch geprägten jungen Männern nicht frenetisch bejubelt, pauschal "Hass und Hetze"* unterstellt, wie hier, der hat ohnehin jeglichen Bezug zur Realität verloren oder pusht gar vorsätzlich die selbstzerstörerische Politik der letzten 10 Jahre, die das Land auf allen Ebenen an seine Grenzen gebracht hat.
* Perfides und aggressives linkes Framing, das nie echten linksextremistische oder islamistischen Hass meint, sondern legitime, begründete und legale Kritik meist konservativer Seite per Vorschlaghammer erledigen soll


0
 
 Versusdeum vor 16 Stunden 
 

@Jothekieker

Die "Linkspartei" ist nicht der SED-Nachfolger, es IST die umbenannte SED höchstpersönlich. Einen inhaltlich-personellen Bruch mit der eigenen Diktaturvergangenheit gab es nie, nicht einmal beim Namen ("SED" - "SED-PDS" - "PDS" - "Die Linke"). Aber für die prä-heretische und prä-schismatische DBK ist die (Ge)Stasi(po)- und Mauerschützenpartei ja wählbar, denn vor ihr warnt m.W. kein einziger Bischof, vor der einzigen nichtlinken Alternative alle (wobei manche Bischöfe perfiderweise mit einem Bekenntnis der DBK zum Lebensrecht von Anfang an geködert worden waren, von dem kaum jemand je erfuhr, während die Nichtwahlempfehlung medial monatelang rauf- und runtergedudelt wurde)


2
 
 Mensch#17 vor 17 Stunden 
 

Magdeburg - Bischof Feige ... war da nicht auch in der Fastenzeit etwas?

Schon wieder Magdeburg?!?
War da nicht etwas mit dem Fastenhirtenbrief von Bischof Feige. Irgendwie war da eine verbale Anleihe aus den Texten einer Partei, die in Deutschland mal an der Macht war ... allerdings aus einem Text vor der Macht..übernahme .... verfasst war.

Naja - wird wohl Zufall ein!


Heiliger Bonifazius, bitte für uns!


0
 
 ab55 vor 18 Stunden 
 

Noch ein Nachtrag

Natürlich müssten dem Gebet noch ein paar wichtige Bitten hinzugefügt werden, wenn man es ernst nimmt: ganz wichtig für das Leben statt für Abtreibung und Sterbehilfe.


1
 
 ab55 vor 18 Stunden 
 

kurzer Nachtrag

Ohne parteipolitische Hintergedanken(!!!) sollte dieses Gebet vor jeder Wahl in allen Kirchen gebetet werden. Dass dieses Gebet gerade jetzt und nicht schon viel früher publiziert wurde, da merkt man die Absicht und ist zu Recht verstimmt.


0
 
 ab55 vor 19 Stunden 
 

Danke

@antony für die Link zum Gebet! Wirklich schlimm in dem Dokument finde ich jetzt lediglich das Logo rechts unten, Gebetstexte sollten religiöse, aber keine politischen Symbole enthalten. Aber Gott zu bitten, dass wir mit klarem Verstand, wachen Gewissen und Verantwortung vor Gott und den Menschen wählen und das Gott in uns Tugenden (Nächstenliebe) statt Todsünden (Hass) und christliche Werte (Dialog, Menschenwürde und Solidarität) statt unchristlichen Werten (Abschottung / Egoismus, Ausgrenzung, Gleichgültigkeit) stärken möge, dagegen ist doch wirklich nichts einzuwenden. Die Formulierung in der rechten Gesinnung gebetet ist durchaus christlich und katholisch.


0
 
 Vox coelestis vor 19 Stunden 
 

@modernchrist

Sehr, sehr viele engagierte Katholiken werden die AfD wählen. Sie steht für das Gegenteil von Rot-Grün - nicht mehr die CDU/CSU. Die ist seit Angela Merkel selber weit nach links gerutscht.


3
 
 antony vor 20 Stunden 

Gebete, die die Formulierung "Lass uns..." enthalten, sind zu 90% im Kern Propaganda.

Im Gebet zur Landatgswahl heißt es:
"Lass uns bewusst wählen..."
"Lass unsere Entscheidungen dem Leben dienen..."
Und:
"Gib uns den Mut, für das Gemeinwohl einzustehen..."
"Stärke in uns, was unser Zusammenleben trägt...Dialog...Menschenwürde...Solidarität..."

Dabei fällt auf, dass das Gebet Gott Vorschriften macht, welche Haltung Er genau "in uns" zu stärken und zu unterbinden hat. Es geht nicht darum, von Gott die Wahrheit zu empfangen, sondern sie Ihm beizubringen.

bewusstwaehlen.de/wp-content/uploads/2026/04/GEBET-ZUR-LANDTAGSWAHL.pdf


5
 
 modernchrist vor 20 Stunden 
 

Der Schuss Feiges dürfte schlimm nach hinten losgehen.

Denn engagiere Katholiken wählen ohnehin keine AfD. Taufscheinkatholiken aber lassen sich von einem Bischof absichtlich nichts sagen und wählen dann eher aus Trotz nach dem Motto: Ich lass mir doch von der Kirche nicht vorschreiben, wen ich zu wählen habe; andere wählen jetzt ganz bewusst diese Partei, weil sie die generelle linkswoke Richtung - die sogar Gebete neuerdings instrumentalisiert - gestrichen haben; wieder andere sagen sich: jetzt aber weg mit dieser Kirchensteuer, diese Kirchens mischen sich unerträglich in die Politik ein! Konfessionslose aber interessiert ein Gebet nicht, befremdet sie nur. Aufrufe zum Beten kann es gar nicht genug geben, aber nicht gegen eine bis jetzt immerhin erlaubte Partei! Ich bin absolut ein Gegner der AfD, aber der Kampf muss mit politischen Mitteln und Argumenten geführt werden.


1
 
 antony vor 21 Stunden 

@ ottokar: Im Aufruf und im Gebet wird keine Partei namentlich benannt.

Nur in den Materialien findet sich das eine oder andere Anti-AfD-Dokument.
Allerdings weiß wohl jeder, wer oder was gemeint ist.
Ich finde: Wenn politische Statements als Gebet getarnt werden, ist das ehrfurchtslos Gott gegenüber. Wenn das bei Fürbitten passiert, setze ich mich mittlerweile hin.
Der Punkt ist: Kampagnen von der Art "Gemeinsam gegen die AfD" bewirken insbesondere im Osten Deutschlands genau das Gegenteil. Sie belegen nämlich regelmäßig die Befürchtung, dass es hier genau GEGEN die Demokratie geht, die man angeblich verteidigen will. Das bringt der AfD regelmäßig Stimmenzuwachs.
Der Ossi lässt sich nicht gerne vom Staat sagen, wie er denken darf. Damit hat er 1949-1989 schlechte Erfahrungen gemacht.


2
 
 Jothekieker vor 21 Stunden 
 

Hammer und Sichel statt Kreuz

Am Ende des Tages unterstützt Msgr. Feige mit seinem Aufruf die SED-Nachfolger. Ob die wohl wirklich kirchenfreundlicher sind als diejenigen, vor denen er warnt?
Si tacuisset!


3
 
 Florian75 vor 22 Stunden 
 

Bistum Magdeburg

Es stimmt alles!
Nur Magdeburg ist kein Erzbistum. Es gehörte bis 1993 zum Erzbistum Paderborn.
Es wäre besser gewesen dort zu bleiben!


1
 
 ab55 vor 23 Stunden 
 

Ich habe gelernt,

dass Gebete gegen Menschen von Gott nie erhört werden. Andererseits für etwas zu beten ist nie verkehrt. Würde das Gebet etwa so lauten, dass der Heilige Geist Herzen und Verstand der Wähler bei der Stimmabgabe lenken wolle, dass sie Gott gefällige Kandidaten zu Mandataren wählen und den gewählten Mandataren der Heilige Geist ein weises Herz schenken möge, damit sie sich für Frieden, Gerechtigkeit und Solidarität der Menschen und Völker einsetzen, wäre das sicher ein gutes Gebet!


4
 
 ottokar vor 25 Stunden 
 

Herr Feige handelt verantwortungslos

Man kann in der Hlg.Messe bei den Fürbitten für eine Regierung oder Abgeordnete, aber nicht manentlich, bitten, die eine christliche Politik garantieren, man kann auch darum bitten, dass keine kirchenfeindlichen Abgeordneten gewählt werden, keinesfalls sollte man namentlich eine Partei benennen. Im vorliegenden Fall fürchte ich, wird der Aufruf von Feige das Gegenteil bewirken.Man darf Gläubigen die Entscheidungsfreiheit nicht nehmen den oder diejenigen zu wählen, die sie als gläubige Christen für gut halten, das Volk zu regieren.


5
 
 Fink vor 27 Stunden 
 

Alexander Kissler gehört zu den besten der wenigen "rechtskonservativen"

Journalisten. Klar im Gedankengang, geschliffen in der Ausdruckweise. Er ist gläubiger Katholik. Nicht nur in politischen, auch in theologischen und kirchlichen Fragen ist er kompetent.
Seine regelmäßigen Kurzkommentare "Kissler kompakt" auf YouTube sind immer sehenswert.

schott.erzabtei-beuron.de/


7
 
 Jothekieker vor 27 Stunden 
 

Katholiken sind mündiger als Msgr. Feige denkt

Katholiken wissen sehr genau zwischen lehrmäßigen Äußerungen und grünwokem Geschwätz zu unterscheiden.
In diesem Fall bewegt sich Msgr. Feige nicht im ersteren Bereich.


5
 

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