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‚Marsch fürs Läbe‘: Organisatoren beharren auf Kundgebung in der Zürcher Innenstadt

vor 3 Tagen in Schweiz, 1 Lesermeinung
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In einer demokratischen Gesellschaft müssten insbesondere bei kontroversen Themen unterschiedliche Standpunkte öffentlich geäußert und auch zur Kenntnis genommen werden können, heißt es in einer Pressemitteilung.


Zürich (kath.net/Marsch fürs Läbe/jg)
Der nächste „Marsch fürs Läbe“ soll nach Wunsch der Veranstalter am 19. September 2026 in der Innenstadt von Zürich stattfinden. Das Gesuch dafür wurde bereits im September 2025 und nochmals im Februar 2026 eingereicht. Die rot-grüne Stadtregierung von Zürich bringt Bedenken hinsichtlich der Sicherheit ins Spiel und will die Veranstaltung nicht im Stadtzentrum genehmigen, sondern nach Oerlikon in Zürich-Nord verlegen. Die Organisatoren haben dagegen Rechtsmittel eingelegt. (Siehe Link)

In einem Gutachten der Polizei wird der „Marsch fürs Läbe“ erneut als Veranstaltung mit erhöhtem Sicherheitsrisiko eingestuft. Deshalb soll die Kundgebung nicht in der Innenstadt stattfinden. Die Organisatoren weisen diese Darstellung zurück. Das Thema Abtreibung sei nicht gefährlicher als die Themen anderer öffentlicher Demonstrationen in Zürich. 


Gewalt gehe nicht von den Teilnehmern des Marsches aus, sondern von denselben linksextremen Kreisen, die auch bei anderen Veranstaltungen gegen die öffentliche Ordnung und Sicherheit mobilisieren würden, betonen die Veranstalter. „Der Marsch fürs Läbe wird seit 16 Jahren jeweils fristgerecht angemeldet und friedlich durchgeführt“, stellt Beatrice Gall, Präsidentin des Marsches, in einer Pressemitteilung fest. 

Nach Ansicht der Veranstalter dürften die zu erwartenden Gegendemonstrationen kein Grund für eine Einschränkung der Bewilligung sein. Vielmehr müsse das Demonstrationsrecht geschützt werden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte habe diese Auffassung in seiner Judikatur bestätigt. In einer demokratischen Gesellschaft müssten insbesondere bei kontroversen Themen unterschiedliche Standpunkte öffentlich geäußert und auch zur Kenntnis genommen werden können. 

Die Organisatoren verweisen darüber hinaus auf den gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang des Themenbereichs Schwangerschaftskonflikt und Abtreibung. Betroffen seien nicht nur Frauen, sondern auch Väter, Großeltern, Geschwister, medizinisches Personal und weitere Personen im Umfeld. Obwohl viele Menschen unmittelbar und mittelbar davon betroffen seien, werde das Thema gesellschaftlich häufig verdrängt. Eine Veranstaltung wie der „Marsch fürs Läbe“ brauche daher öffentliche Sichtbarkeit und Raum für gesellschaftliche Diskussion.

Die Organisatoren bleiben aus diesen Gründen bei ihrer Forderung nach einem Veranstaltungsort in der Innenstadt von Zürich, wo der „Marsch fürs Läbe“ wahrgenommen und gehört werden könne. Eine Bewilligung im Stadtzentrum wäre keine Ausnahme, sondern „Ausdruck einer gleichberechtigten und konsistenten Demonstrationspraxis im Rahmen der in der Schweiz geltenden Grundrechte“. In Wien, Berlin und Paris könnten vergleichbare Veranstaltungen regelmäßig auf Plätzen und Straßen im Stadtzentrum stattfinden, betonen die Organisatoren.

 

Foto: Archivbild Marsch fürs Läbe 2021

 


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Lesermeinungen

 Christianlay vor 3 Tagen 
 

Erfogreiches Vorgehen

Ein einfaches und erfolgsversprechendes Procedere:Wird eine Lebensschutzkundgebung angekündigt, drohen Feminstin und Linksradicale mit militanten Gegenaktionen und schon wird die Kundgebung irgendwo ganz weit draußen nur erlaubt.Die Versammelungsfreieit soll eben nur für Linke gelten.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


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