Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  2. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  5. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  6. Pax tecum – Wenn der Papst über Frieden spricht
  7. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  10. Vatikan stuft schottische Mönche nach unerlaubter Bischofsweihe als exkommuniziert ein
  11. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  12. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  13. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  14. Die katholischsten Länder der Welt sind...
  15. Papst ruft zu christlichem Lebensstil im Urlaub auf

Pakistan: Freisprüche nach zwölf Jahren im Blasphemie-Mordfall

vor 5 Tagen in Aktuelles, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Aufhebung der Urteile in international bekanntem Fall von religiös motivierter Gewalt.


Islamabad/Rom (kath.net/ KAP) 
Der Oberste Gerichtshof Pakistans hat die letzten drei Todesurteile im Zusammenhang mit der Ermordung eines christlichen Ehepaares im Jahr 2014 aufgehoben. Das berichtete das Portal asianews.it am Samstag. Damit ist eines der international bekanntesten Verfahren wegen religiös motivierter Gewalt gegen Christen in Pakistan juristisch abgeschlossen.
Die drei Männer Irfan, Mehdi und Riaz waren wegen der Tötung von Shahzad Masih und seiner schwangeren Ehefrau Shama Bibi zum Tod verurteilt worden. Ein dreiköpfiger Senat unter Vorsitz von Richter Malik Shahzad Ahmad Khan sprach sie nun frei. Das Gericht begründete die Entscheidung mit Mängeln in der Beweisführung und Widersprüchen in den Zeugenaussagen; die Schuld der Angeklagten sei nicht zweifelsfrei erwiesen.
Der Fall hatte sich am 4. November 2014 in Kot Radha Kishan im Distrikt Kasur in der Provinz Punjab ereignet. Das christliche Ehepaar arbeitete in einer Ziegelei und war nach einer Blasphemieanschuldigung von einer aufgebrachten Menschenmenge angegriffen worden. Die beiden wurden misshandelt und in einem Brennofen der Ziegelei getötet. Die Vorwürfe, das Paar habe Seiten des Korans verbrannt, stellten sich später als unbelegt heraus.


Gefährliches Blasphemiegesetz
Die Tat löste international Entsetzen aus. Der damalige vatikanische Dialogminister Kardinal Jean-Louis Tauran bezeichnete die Ermordung als "sinnlose Barbarei" und betonte, Religion könne niemals eine Rechtfertigung für die Tötung von Menschen sein. Menschenrechtsorganisationen verwiesen zugleich auf die Gefahren des pakistanischen Blasphemiegesetzes sowie auf die schwierigen Arbeitsbedingungen in der Ziegelindustrie, in der viele Beschäftigte in Abhängigkeit von Arbeitgebern leben.
Nach der Tat waren Hunderte Personen angeklagt worden. Ein Antiterrorgericht verurteilte mehrere Beteiligte, darunter fünf Männer zum Tod. Der Lahore High Court sprach später 102 Angeklagte frei und bestätigte zunächst nur die Urteile gegen Irfan, Mehdi und Riaz. Mit der jüngsten Entscheidung des Obersten Gerichtshofs wurden nun auch diese Verurteilungen aufgehoben.
Menschenrechtsvertreter sehen in dem Fall weiterhin ein Beispiel für die Gefährdung religiöser Minderheiten in Pakistan. Der christliche Anwalt und Aktivist Shawaiz Javed erklärte, es gehe nicht nur um eine einzelne Familie, sondern um die Frage nach Gerechtigkeit, Sicherheit und dem Vertrauen der Bürger in den Rechtsstaat.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Archiv


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. Medjugorje: Brandanschlag und Schändungen kurz vor Jugendfestival
  2. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. "Ein Schisma und mein Ausstieg aus der Priesterbruderschaft St. Pius X."
  5. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  6. Festnahme nach Schändungen in Medjugorje - Bischof ruft zu Gebet auf
  7. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  8. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  9. Leo beruft den lehramtstreuen US-Erzbischof Cordileone in die Apostolische Signatur
  10. Ahmad Mansour: „Nennen wir es beim Namen: Es ist der Islamismus“
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Erzdiözese Wien bestätigt Pensionierung von Dompfarrer Faber
  13. Kardinal Müller: Das Konsistorium ließ eine tiefgehende Debatte über kirchliche Fragen vermissen
  14. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  15. Irrtümer über den Jakobsweg

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz