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'Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine'

vor 51 Minuten in Deutschland, keine Lesermeinung
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Katholischer Fernsehstar Harald Schmidt ist nach dem AfD-Wahlsieg in Sachsen-Anhalt deutlich entspannter als deutsche Bischöfe


Berlin (kath.net) Der katholische Entertainer und Fernsehstar Harald Schmidt zeigt sich vom AfD-Erfolg in Sachsen-Anhalt nicht besonders beeindruckt und deutlich entspannter als beispielsweise deutsche Bischöfe. Im Podcast „Studio 9 – Der Tag mit …“ des Deutschlandfunks meinte er wörtlich: „Es sind eben Wahlen, und dann gibt es Ergebnisse. Wenn man mit Wahlausgängen unzufrieden sei, müsse man entweder Wahlen abschaffen oder die Ergebnisse vorher festlegen.“

Auch gewisse Begriffe in der deutschen Debatte kritisierte Schmidt. So könne er mit „gelebter Demokratie“ wenig anfangen. „Ich finde ja, der Begriff ‚gelebte‘ stört schon. Es ist Demokratie. Was soll ‚gelebte‘ sein?“, so Schmidt wörtlich. Er frage sich auch, ob es wohl auch „ungesichert rechtsextrem“ gebe. Er selber habe keine Angst, verstehe aber, wenn viele Menschen Angst haben. „Ich würde mir gerne Sorgen machen, aber ich mache mir keine. Ich bitte aber um Entschuldigung dafür, dass ich keine habe.“


Amüsiert zeigte sich Schmidt über den Wahlkampf der SPD und Lars Klingbeil: „Lars Klingbeil auf dem Fahrrad sieht aus, als ob der Medienberater gesagt hat: ‚Mach ihm für das Foto die Stützräder weg.‘“ Lob gab es hingegen für den AfD-Wahlkampf: „Ulrich Siegmund auf dem Moped – glaubhaft, egal wie Sie politisch zu ihm stehen.“ Auch über Kanzler Merz und seine Versuche, empathischer zu wirken, spottete Schmidt. Dies sei schwierig, wenn man Empathie nicht wirklich habe. Er wisse, wovon er rede.

Die Altparteien sollten laut Schmidt auch besonders lieb zur „Generation 65 plus“ sein, denn nur mehr diese wähle diese Parteien. Auch hier zeigte sich Schmidt bissiger und meinte, der Grund dafür sei auch, dass man mit den Gelenken auf dem Wahlzettel gar nicht weiter runterkomme.

© Foto: wikipedia/Kandschwar
This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.


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