Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  2. Die Mitwirkung der seligen Jungfrau Maria an der Erlösung
  3. Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
  4. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  5. Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
  6. 'Wenn du deinen Apparat kulturell gegen dich hast, bist du der ärmste Hund als Bischof.'
  7. Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
  8. Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
  9. NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
  10. 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
  11. Forscher sprechen von neuen Beweisen für möglichen Fundort der Arche Noah
  12. Wir können NICHT schweigen!
  13. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!
  14. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  15. „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“

Präsident der Rabbinerkonferenz: Druck auf Juden in Europa steigt

vor 15 Stunden in Aktuelles, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Oberrabbiner Goldschmidt zum Jahrestag des Hamas-Terrorangriffs auf Israel: Wenn Juden zugleich vor Anschlägen geschützt werden müssen und das Gefühl bekommen, nicht mehr selbstverständlich dazuzugehören, "läuft etwas grundlegend falsch".


München (kath.net/ KAP) 
Drei Jahre nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 warnt der Präsident der Konferenz der Europäischen Rabbiner (CER), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, vor einer weiteren Verschärfung der Lage für Juden in Europa. Der Beschluss der britischen Grünen, Zionismus als eine Form von Rassismus zu bezeichnen, sei ein "alarmierendes Zeichen" und kein auf Großbritannien beschränkter Einzelfall, erklärte Goldschmidt am Mittwoch in einer Aussendung zum Jahrestag des Angriffs.
Kritik an einer israelischen Regierung sei legitim. Etwas anderes sei es jedoch, "das Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung grundsätzlich infrage zu stellen oder als rassistisch zu bezeichnen". Damit sei "eine Grenze klar überschritten worden". Auch der jüngste Anschlagsversuch auf einen Flydubai-Flug nach Tel Aviv zeige, dass Juden und Israelis weiterhin konkrete Ziele von Terror und Gewalt seien. "Drei Jahre nach dem 7. Oktober ist diese Gefahr nicht kleiner geworden", erklärte Goldschmidt.


Die Sicherheitslage präge zunehmend den Alltag jüdischer Gemeinden in Europa. Synagogen und Schulen benötigten umfangreichen Schutz, während finanzielle Mittel für Bildung, Jugendarbeit oder die Unterstützung älterer Menschen in Sicherheitsmaßnahmen flössen. Viele Juden überlegten genau, ob sie eine Kippa oder einen Davidstern tragen oder auf der Straße Hebräisch sprechen. Zugleich müssten sich Juden nach Goldschmidts Angaben an Universitäten, in der Kultur und im öffentlichen Leben zunehmend für ihre Haltung zu Israel rechtfertigen. Sie müssten sich distanzieren oder Teile ihrer Identität ablegen, um akzeptiert zu werden. "Das ist eine gefährliche Entwicklung", sagte der Oberrabbiner.
Europa dürfe jüdisches Leben nicht nur mit Polizei und Sicherheitszäunen schützen, forderte Goldschmidt. Juden müssten "frei, sichtbar und ohne Angst leben können", ohne sich für ihre Identität rechtfertigen zu müssen. Wenn Juden zugleich vor Anschlägen geschützt werden müssten und das Gefühl bekämen, nicht mehr selbstverständlich dazuzugehören, "dann läuft in Europa etwas grundlegend falsch", so Goldschmidt.

Die Konferenz der Europäischen Rabbiner vertritt nach eigenen Angaben rund 1.000 Mitglieder und 800 aktive Rabbiner von Dublin bis Wladiwostok. Die Organisation hat ihren Sitz in München und setzt sich unter anderem für die religiösen Rechte von Juden in Europa und den interreligiösen Dialog ein.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

Foto: Jerusalem, Archiv kath.net


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Veritasvincit vor 7 Stunden 
 

Menschlicher oder Gottes Wille?

"Kritik an einer israelischen Regierung sei legitim. Etwas anderes sei es jedoch, das Recht des jüdischen Volkes auf Selbstbestimmung grundsätzlich infrage zu stellen"

Wenn das alte Gottesvolk nur auf Selbstbestimmung pocht, geht es am Wesentlichen vorbei.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
  3. Ein moderner Menschenhandel: Die Ersatzmutterschaft durch Kauf eines Kindes
  4. Wussten Sie, dass es einen Schutzpatron für Gewichtsheber gibt?
  5. Jakobsweg steuert auf neues Pilger-Rekordjahr zu
  6. Finnische Langzeitstudie: Anstieg an psychiatrischen Erkrankungen nach ‚Geschlechtsumwandlung‘
  7. Neuer Eichstätter Bischof Würtz will jetzt beim deutsch-synodalen Irrweg mitmachen
  8. Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
  9. Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
  10. US-Studie: Regelmäßiger Kirchgang sorgt für glücklichere Ehen und mehr Intimität
  11. USA: Monat des Respekts für das Leben im Zeichen des Kampfs gegen Abtreibungspillen
  12. Florentiner Klosterapotheke entwickelte eines der frühesten Cola-Rezepte
  13. Gericht in Tschechien rehabilitiert "Märtyrer-Kardinal" Trochta
  14. Thilo Sarrazin warnt vor Folgen der demografischen Entwicklung in Berlin
  15. Papst Leo wird operiert - Knoten in der Lunge!

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz