SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Antwerpens Bischof Bonny droht jetzt dem Papst
- Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
- Zehn Jahre ‚Amoris laetitia‘ – Die Kunst, eine Lehre zu ändern, ohne sie zu ändern
- Tschechischer Bischof Holub meint: Neuer Ritus ist 'wesentlich' für Synodalität
- Schwester Helen und angebliche Flirt-Fantasien der Dominikaner
- 25 Jahre KATH.NET: Kardinal Müller wird Schirmherr, Peter Seewald journalistischer Berater!
- Papst verkündet neuen Friedensappell der Weltreligionen in Assisi
- NZZ: 'Die Kirchen arbeiten an der Ächtung der AfD mit'
- Zehn Jahre Amoris laetitia: die Schule des Zuhörens
- Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
- US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
- ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
- Bischöfe beauftragen Familien als Missionare
- „Meine Lieben! Darum soll der Rosenkranz nicht vergessen auf dem Boden einer Schublade liegen“
- Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
| 
Wir können NICHT schweigen!vor 15 Stunden in Kommentar, 5 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
An seinem Geburtstag lässt Putin die Mutter, die Großmutter und den kleinen Bruder der kleinen Olha und dutzende andere in der Ukraine ermorden. Einige Christen schweigen dazu, aber ein AfD-Politiker macht den Mund auf. Ein Kommentar von Roland Noé
Wien (kath.net)
Diesen Donnerstag haben russische Mörder zwei Busse in Kramatorsk angegriffen: mindestens 33 Tote. Am Tag zuvor hat Putin in der Stadt Pryluky, etwa 130 Kilometer östlich der Hauptstadt Kiew, einen Angriff auf ein Wohnhaus durchgeführt: 22 Tote, darunter vier kleine Kinder. Ein Mädchen namens Olha (siehe Bild!) hat überlebt und ist jetzt im Krankenhaus. Aber ihre Mutter, ihre Großmutter und ihr einjähriger kleiner Bruder wurden ermordet.
In Kiew, der Hauptstadt der Ukraine, ertönt fast rund um die Uhr der Luftalarm; Mütter übernachten mit ihren Kindern in der U-Bahn. Paul Ronzheimer berichtet derzeit gerade wieder live aus der Ukraine.
In Kramatorsk wollten Menschen einfach nur ihr tägliches Leben führen, stiegen in den Bus und wurden gezielt von russischen Drohnen angegriffen. Schaut es euch an, die Bilder. Wenn so etwas in irgendeinem anderen Land passiert wäre, gäbe es weltweite Empörung und unweigerlich eine harte militärische Reaktion. Aber in der Ukraine schaut die Welt einfach nur zu.
Es ist eine Schande, daß an jedem einzelnen Tag in Europa unschuldige Zivilisten in der Ukraine ermordet werden. Russland leugnet die Verbrechen nicht einmal mehr oder versucht, sie zu verbergen. Es ist ihre offene Strategie: Tod und Verwüstung unter Unschuldigen. Ein Kriegsverbrechen im hellen Licht des Tages – und das Tag für Tag. 
Die Reaktion aus dem Westen ist beschämend: Schweigen und Wegschauen in Europa, den USA und fast dem gesamten kollektiven Westen. Ausnahmen bestätigen diese Einschätzung. Übrigens wäre die Ukraine seit Monaten für einen sofortigen Waffenstillstand bereit. Der Einzige, der das nicht will, sitzt in Moskau: Putin.
Auf Facebook meinte diese Woche ein Leser sinngemäß: Wenn ihr weiterhin über die Ukraine berichtet, dann verliert ihr mich als Follower. Dazu eine klare Aussage: Sie wollen also dazu schweigen, wenn ein ukrainischer Feuerwehrmann (siehe Bild oben!) unter Tränen einen kleinen Jungen nur mehr tot nach so einem Terror bergen kann? Was für ein abgestumpftes Gewissen muss man haben, um hier die Augen zu verschließen!
Wir werden nicht schweigen, wenn in unmittelbarer Nachbarschaft zu unseren Ländern mitten in Europa solche Verbrechen passieren. NIEMALS! Und auf solche „Follower“ verzichten wir gerne. Wir brauchen ein reines Gewissen vor Gott und keine Follower, die bei Terror wegschauen wollen und dann noch dafür eine Bestätigung auf einer christlichen Seite suchen wollen. Wer hier wegschauen möchte, der ist kein Christ und befindet sich moralisch in einem tiefen Abgrund.
Und noch ein Gedanke: „Wer einer angegriffenen, europäischen Demokratie Waffen zur Verteidigung vorenthält, der würde auch einer Frau, die gerade von zwei bärtigen Typen (um es besonders plakativ zu machen: sagen wir südländisch) in ein Gebüsch gezerrt wird, das Pfefferspray aus der Hand treten.“ Der Gedanke stammt nicht von mir, sondern von Dr. Reinhard Kraft, einem AfD-Politiker im Deutschen Bundestag, gepostet diese Woche auf X. Soweit zu den Leuten, die jetzt ernsthaft fordern, dass man der Ukraine keine Waffen mehr geben sollte. Gibt man der Ukraine keine Waffen zur Selbstverteidigung mehr, dann gibt es die Ukraine 2027 nicht mehr und wir liefern 35 Millionen Menschen unmittelbar bis zur polnischen Grenze dem russischen Terror aus.
Dazu werden wir im nächsten Jahr mindestens 10 Millionen Flüchtlinge bekommen. Das würde viele Länder weit teurer zu stehen kommen als Militärhilfe für die Ukraine zur Selbstverteidigung. Aber soweit denken manche Parteien, Politiker und sonstige Menschen, die ethisch neben der Spur sind, leider nicht.
Beten wir für die Ukraine und dass endlich dieser Russen-Terror aufhört und schweigen wir nicht!
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Wirt1929 vor 2 Stunden | | | | Dem Gebet schließe ich mich an! Den Angehörigen gehört unser ganzes Mitgefühl.
Nicht jeder Mensch ist jedoch ethisch neben der Spur, der sich Gedanken um Waffenlieferungen an die Ukraine und in andere Kriegsgebiete, ja generell macht. Ich glaube auch nicht, das Sie, lieber Herr Noe, es allgemein so gemeint haben. Gerade im Krieg vor „unserer Haustür" fällt es mir schwer dem Evangelium -linke Wange, rechte Wange- uneingeschränkt folgen zu können. Die deutsch-europäische Waffenindustrie wird ebenfalls nicht widersprechen. Krieg wird für Christen immer eine starke Herausforderung bleiben und sinnvolle Erklärungen dafür wird es nie geben. Unser Sammlungsort muss deshalb unter dem Kreuz Christi sein. |  1
| | | | | discipulus vor 5 Stunden | | | | Danke für die klaren Worte zur Unterstützung der Ukraine! Die klare Haltung der Redaktion von kath.net zum russischen Angriffskrieg schätze ich sehr. In der Ukraine wird die Freiheit und der Frieden Europas verteidigt, dafür gebührt dem Ukrainischen Volk jede Unterstützung!
Etwas merkwürdig finde ich hingegen die Bezugnahme auf die AfD. Es ist erfreulich, daß sich auch in deren Reihen einige wenige Anständige finden, die wie der hier zitierte Dr. Kraft, die richtigen Prioritäten setzen. Das soll auch anerkannt werden. Aber man sollte schon nicht verschweigen, daß das in der AfD eine absolute Minderheitenposition ist und insbesondere die Parteiführung sich Putin anbiedert und die Unterstützung der Ukraine beenden möchte. Hingegen bekennt sich unser Kanzler immer wieder sehr klar zur Solidarität und zur Unterstützung des ukrainischen Freiheitskampfes. Das ist eines der wenigen positiven Dinge, die man noch über ihn sagen kann. Es ist schade, daß das hier verschwiegen wird. |  0
| | | | | Tante Ottilie vor 6 Stunden | | | | Abscheulich rohe Kriehsverbrechen sind das Macht mich fassungslos. Mag sein, dass hier ein AfD-Politiker seine Stimme dagegen erhoben hat.
Aber: Gerade die offizielle Linie der AfD ist es doch, dass die Ukraine eben NICHZ mehr von der Bundesrepublik Deutschland in ihrem Abwehrkampf gegen Russland unterstützt werden soll, nicht wahr?
Da sind mir die oft geschomtenen und diffamieren "Altparteien" CDU/CSU und andere doch wesentlich glaubwürdiger. |  0
| | | | | Paddel vor 9 Stunden | |  | Tränen und Gebet mehr fällt mir hier nicht ein. |  2
| | | | | Bilbo B. vor 12 Stunden | | | | Ewige Schande! Als ewige Schande lastet auf der „Russisch-Orthodoxen“ Kirche mit ihrem Patriarchen, der Marionette Putins, dass sie gegen solche Kriegsverbrechen an Zivilisten und unschuldigen kleinen Kindern nicht ihre Stimme erhebt. Da die Front festgefahren scheint, werden wohl beiderseits zivile Ziele angepeilt, entgegen der Haager Landkriegsordnung und den Genfer Konventionen. Dass das jetzige russische Militär allerdings weit rücksichtsloser vorgeht, ist wohl offensichtlich. |  4
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zu | 






Top-15meist-gelesen- Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
- Der verworfene Stein wurde zum Fundament: Gott wirft unser Leben niemals weg
- Diözese Linz: In der Hälfte der Klassenzimmer in der Stadt Wels fehlten die Kreuze
- Christliche Eltern beten für den Mann, der ihre Töchter bei Autounfall tötete
- Ukrainischer Bischof: "Es gibt so unglaublich viel Leid"
- Ägyptisch-amerikanischer Pastor warnt vor ‚unheiliger Allianz‘ zwischen Linken und Islamisten
- Rom: "Krippe von Bethlehem" zu sehen
- Der Heilige und das Tier
- Papst versetzt umstrittenen Kurienkardinal Gambetti vom Petersdom in die Provinz
- US-Diözese führt Rosenkranzwochenende ein
- Das Houellebecq-Szenario: Wenn die politische „Mitte“ die Ränder großfüttert
- Vatikan bestätigt Sexualverbrechen des toten Ordensgründers Buela
- Vatikan genehmigte 2025 in 34 Diözesen die Feier der Alten Messe in Pfarrkirchen
- ‚Der Segen für Marie-Garance war auch ein Segen für ihre biologischen Eltern‘
- Überraschung im Vatikan - Kardinal Tagle ist neuer Dekan des Kardinalskollegiums
|