Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Drohende Worte von Kardinal Roche: Besucht nicht die überlieferte lateinische Messe!“
  2. Freikirche oder katholische Kirche? Überlegungen eines Konvertiten
  3. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  4. Am Grab des Petrus – Die diesjährige Romwallfahrt Ad Petri Sedem
  5. Steigende Zahl erwachsener Taufbewerber in ostdeutschen Städten, aber...
  6. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  7. „Als Bischof ist es meine Pflicht, den Glauben der Kirche zu verkünden“
  8. Priester spendete bei Zugunglück in Spanien die Generalabsolution, tröstete Opfer und Angehörige
  9. Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant
  10. „Wir werden erwartet“
  11. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  12. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  13. ‚Entschuldigung, aber … was?‘
  14. Auf zu den Friedhöfen! Wir bitten für unsere Verstorbenen um Gottes Gnade!
  15. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“

Revision des Messbuchs geht in nächste Phase - Erprobung 2027 geplant

vor 10 Stunden in Aktuelles, 7 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Erstellung neuer Inhalte läuft bis Juni 2027 ein öffentlicher Konsultationsprozess in Deutschland und Österreich - Erprobung ab 2027 auch in rund 50 österreichischen Pfarren und Ordensgemeinschaften geplant


Trier/Salzburg (kath.net/KAP) Die Revision des Messbuchs für den Katholischen Gottesdienst im deutschen Sprachraum geht in eine nächste Phase. Nach der Erstellung neuer Inhalte für das zukünftige deutschsprachige Messbuch folgt nun eine "moderate Revision von Texten des bestehenden Messbuchs", teilten das Deutsche Liturgische Institut in Trier sowie das Österreichische Liturgische Institut in Salzburg (ÖLI) am Montag mit. Für die Revision wurde ein bis 30. Juni anberaumter öffentlicher Konsultationsprozesses gewählt, bei dem Expertinnen und Experten aus der pastoralen Praxis eingeladen sind, via Online-Formular entsprechende Änderungsvorschläge einzubringen. Ziel der Revision sei eine "moderate Überarbeitung" der Texte, "ohne diese aus der lateinischen Vorlage generell neu zu übersetzen", heißt es in der Aussendung. 


In Österreich ist das ÖLI federführend - die Projektleitung obliegt dem Deutschen Liturgischen Institut. Erfreut über die Fortschritte und die bereits geleistete Arbeit zeigte sich in einer ersten Reaktion u. a. der für Liturgiefragen zuständige St. Pöltner Weihbischof Anton Leichtfried. In den entsprechenden Arbeitsgruppen, die seit 2024 mit der Revision befasst waren, sei bereits "sehr gut gearbeitet" worden. Auch dankte er den Beteiligten für das starke österreichische Engagement. Dieses wird sich auch insofern zeigen, als ab der ersten Jahreshälfte 2027 eine Erprobungsphase starten soll, in der das revidierte Messbuch in ausgewählten Pfarren und Ordensgemeinschaften in der Liturgie erprobt werden soll. In Österreich wird dies in rund 50 Pfarren und Ordensgemeinschaften der Fall sein, teilte das ÖLI auf Kathpress-Anfrage mit. 

Der Revisionsprozess ist insgesamt dreistufig angelegt: In der ersten Phase wurden die neuen Texte des "Missale Romanum" (2002/2008) übersetzt. Außerdem wurden "Perikopenorationen" - das sind Tagesgebete, die auf Schriftlesungen der Sonn- und Festtage Bezug nehmen - nach dem Vorbild anderer volkssprachiger Messbücher erstellt. In der nun beginnenden zweiten Phase sollen die im jetzigen deutschsprachigen Messbuch enthaltenen Texte einer moderaten Revision unterzogen werden. In einer letzten Phase werden dann die Rückmeldungen eingearbeitet und das neue Messbuch den Bischöfen des deutschen Sprachraums zur Approbation vorgelegt. Vor einer Drucklegung muss dann noch die römische Konfirmierung bzw. Rekognoszierung erfolgen. 

Die Revision wurde im Jahr 2024 begonnen. Dafür sind von den zuständigen bischöflichen Gremien eine Projektleitung sowie vier international zusammengesetzte Arbeitsgruppen eingerichtet worden. Die "Konferenz Liturgie der Kirche im deutschen Sprachgebiet" (KLD) verantwortet im Auftrag der Bischofskonferenzen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz sowie der (Erz-)Bischöfe von Luxemburg, Vaduz und Bozen-Brixen das Gesamtprojekt. Aus Österreich sind u. a. die Liturgiewissenschaftler Prof. Alexander Zerfaß (Universität Salzburg) und Prof. Peter Ebenbauer (Universität Graz) beteiligt. 

(Infos zum Revisionsprojekt: https://liturgie.de/messbuch-revision / Online-Konsultationsprozess: https://www.umfrageonline.com/c/messbuch)

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Paddel vor 4 Stunden 

@Hardenberg Perspektivenwechsel

Aus der Perspektive Gottes: Für Alle
Aus der Perspektive Mensch: Für Viele
Ergebnis: Für Viele
Warum?
Weil der Mensch frei ist und es leider Menschen gibt, die sich der Barmherzigkeit Gottes verweigern.

Manchmal frage ich mich, ob es neben der ewigen Freude im Himmel auch den ewigen Schmerz gibt über die verlorenen Seelen?

Das Frage ich mich manchmal.


0
 
 Parcival vor 5 Stunden 
 

Pro multis – Übersetzung und Gültigkeit

Die wiederkehrenden Zweifel an der Gültigkeit der Eucharistie wg. „für alle“ beruhen auf einer Vermischung von Übersetzungs- und Gültigkeitsfrage. Benedikt XVI. forderte „für viele“ aus Gründen der Schrift- und Texttreue, erklärte „für alle“ jedoch keineswegs für irrig oder ungültig. Diese Formulierung bringt den universalen Heilswillen Gottes zum Ausdruck, der biblisch bezeugt (1 Tim 2,4–6; 2 Kor 5,14–15; 1 Joh 2,2) und Teil der kath. Lehre ist. Christus starb für alle; wie viele das Heil letztlich annehmen, wissen wir nicht. Auch die kath. Ostkirchen kennen unterschiedl. liturgische Formulierungen der Wandlungsworte, deren Gültigkeit Rom anerkennt. Eine einzige wortwörtl. Formulierung ist somit nicht Voraussetzung sakramentaler Gültigkeit. Aus „für alle“ Zweifel an der Gültigkeit des Novus Ordo abzuleiten, ist daher theol. unbegründet.


1
 
 Hardenberg vor 7 Stunden 
 

@Paddel

Das kann durchaus so sein, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Kirche völlig zutreffend lehrt und betet, dass es keinen Menschen gab, gibt und geben wird, für den Christus nicht sein Blut vergossen hat (so das Konzil von Quierzy).
@Passero: Korrekt ist "für alle" auch - es ist nur nicht wörtlich.
@Landpfarrer: Diese Prognose wird wohl zutreffen. Ob das gut ist? Was mich immer nachdenklich macht, war, dass nach meinem Informationsstand kein deutscher Bischof diese Änderung wollte.


1
 
 ab55 vor 7 Stunden 
 

Wenn ich den Artikel richtig verstehe,

geht es bei der Überarbeitung des Messbuches weniger um die gleichbleibenden Texte der Heiligen Messe, sondern eher um die veränderlichen Texte sowie um neu eingeführte Formulare wie die Messen an Festen der neuen Seligen und Heiligen, die ja irgendwann in das neue Messbuch eingearbeitet werden müssen und um Gebete an den Sonntagen im Jahreskreis, die mehr auf die Lesungen Bezug nehmen sollen.


0
 
 landpfarrer vor 7 Stunden 
 

Da das neu bearbeitete (auf der Basis der editio tertia des lateinischen Missale Romanum) und vor wenigen Jahren erschienene Italienische Messbuch ("Messale Romano") auch bei "per tutti" bleibt, ist davon auszugehen, dass es auch im deutschen Messbuch so sein wird.


1
 
 Paddel vor 8 Stunden 

@Passero

Hoffen, Ja.

Spätestens in der Ewigkeit sehen wir, dass es Viele sind, aber eben nicht Alle.

Also wenn nicht in diesem Leben, dann halt im Kommenden...


1
 
 Passero vor 9 Stunden 
 

PRO MULTIS

Hoffentlich werden im neuen Messbuch die Wandlungsworte korrekt angeführt („FÜR EUCH UND FÜR VIELE”).


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  2. Nach Christus-Verhöhnung: CDU-Politikerin Bosbach legt Beschwerde gegen Jan Böhmermann ein
  3. Medienpolitik: Bald verpflichtende Quote für öffentlich-rechtliche Inhalte in sozialen Netzwerken?
  4. Medjugorje: Erster Mariologie-Kongress mit Beteiligung des Vatikans
  5. Norwegen: Daniel (18) hielt Gott für einen Mythos – heute geht er jeden Sonntag in die Kirche
  6. Warum bei dem hohen Aufkommen an Bischöfen in Deutschland eine solch vehemente Entchristlichung?
  7. Nicht Anpassung, sondern Verwandlung. Was die Kultur dem Christentum verdankt
  8. Zisterzienserpater Isaak Maria Käfferlein aus Neuzelle: „Getauft sein reicht nicht!“
  9. Neuerlich umstrittene Ehrung durch Kardinal Cupich
  10. Neue Vatikan-Kommunikationschefin Montserrat Alvarado gibt Einblick in ihre Ideen
  11. „Alles wieder in den Urzustand versetzen“: Das Oxford Oratory wird wieder einen Hochaltar errichten
  12. Wenn das Scrollen in die Gnade eintaucht
  13. Äthiopien: Mehr als 60 Tote bei Angriffen auf Christen
  14. Venezuela: Machado kehrt zurück und besucht Marienheiligtum
  15. »Habt Mut: Ich habe die Welt besiegt!« (Joh 16,33)

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz