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Wie wird das „pro multis“ im neuen Messbuch übersetzt werden?vor 4 Stunden in Aktuelles, 4 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts, Linnenborn, äußert eine klare Erwartung.
Bonn (kath.net) „Die italienischen Bischöfe hatten sich im Zusammenhang mit der Approbation ihres Messbuchs bei einer eigenen Abstimmung für die Beibehaltung des ‚per tutti‘ im Kelchwort ausgesprochen, und Papst Franziskus hat schließlich das italienische Messbuch mit ‚per tutti‘, also ‚für alle‘, approbiert. Ich vermute, dass eine Abstimmung unter den Bischöfen des deutschen Sprachgebiets ähnlich ausfallen würde.“ Das erläuterte der Leiter des Deutschen Liturgischen Instituts, Pfarrer Marius Linnenborn, ist Mitglied der Projektleitung für die Messbuch-Revision im deutschen Sprachgebiet. Er äußerte sich im Interview mit katholisch.de. In der Frage hatte der Interviewer Felix Neumanndarauf hingewiesen, dass es bei den Übersetzungen aus dem Ursprungstext ja auch um theologische Fragen gehe – und hatte als Beispiel das „pro multis“ der Wandlungsworte erwähnt mit der Bemerkung, dass „für viele“ „wörtlich“ übersetzt sei, aber „für alle“ „freier“. 
Auf die Frage nach vorigen – gescheiterten – Versuchen zur Messbuchüberarbeitung erläuterte Linnenborn, dass es „bereits zwei Anläufe“ gegeben habe. So sei „in den 1990er Jahren …eine stärkere Revision begonnen“ worden, diese „musste aber beendet werden, als 2001 die vatikanische Übersetzungsinstruktion ‚Liturgiam authenticam‘ veröffentlicht wurde, die eine sehr strikte Orientierung am lateinischen Ursprungstext eingefordert hat“. Daraufhin sei „auf dieser Grundlage … ein zweiter Anlauf gemacht“, der sich „stärker am Lateinischen orientiert“ habe. Doch „asls diese neue Übersetzung fertig war, wollten die Bischöfe des deutschen Sprachgebiets sie aber nicht approbieren, weil sie nicht überzeugt waren, dass sie wirklich besser als die bestehende ist.“
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Lesermeinungen| | Parcival vor 3 Stunden | | | | Pro multis – Übersetzung und Theologie Die Unterscheidung zw. „für viele“ und „für alle“ betrifft zunächst die Übersetzung, nicht die Gültigkeit der Eucharistie. Das lat. „pro multis“ entspricht wörtl. „für viele“ und greift die bibl. Einsetzungsworte auf (Mt 26,28; Mk 14,24). Benedikt XVI. forderte diese Übersetzung aus Gründen der Schrift- und Texttreue. Theologisch ist jedoch zw. dem universalen Heilswillen Gottes und der tatsächlichen Annahme des Heils zu unterscheiden. Christus ist für alle Menschen gestorben (1 Tim 2,4–6; 2 Kor 5,14–15; KKK 605). „Für viele“ bedeutet daher keineswegs, dass sein Erlösungswerk auf eine bestimmte Zahl von Menschen begrenzt wäre. Benedikt XVI. hat dies in seinem Schreiben vom 14. April 2012 ausdrücklich erläutert: „Für alle“ erklärt, für wen Christus sein Leben hingegeben hat, nämlich für die gesamte Menschheit. „Für viele“ bewahrt hingegen den Wortlaut der Einsetzungsworte und erinnert daran, dass das allen angebotene Heil vom einzelnen Menschen in Freiheit angenommen werden muss. |  3
| | | | | Olli51 vor 4 Stunden | | | | Dann verstehe ich es richtig... ...dass sie sich anmaßen die Worte Jesus zu verändern? Sie nach ihren Gutdünken umzuschreiben? Ziemlich hochmütig würde ich sagen. |  0
| | | | | czmy vor 4 Stunden | | | | Siehe neues "Gotteslob" Für jeden, der in der Schule ein wenig Latein gelernt hat, kann "et pro multis" nur mit "und für viele" übersetzt werden. Auch Franziskus hat diese lateinische Originalversion nie geändert.
Im neuen Gotteslob steht bereits seit Jahren die richtige Übersetzung "und für viele" - wohl auf Druck von Benedikt XVI so eingeführt.
Ein Blick in die Evangelien zeigt, dass dort nur "für euch" (Lukas) bzw. "für viele" (Matthäus) steht.
Auch inhaltlich passt für "alle" nicht, denn es geht hier um den "neuen Bund im meinem Blute" - diesem gehören nicht "alle" an, sondern nur die "vielen", die sich persönlich dazu entschließen.
Aber die Deutschen wissen das natürlich alles besser. Es ist schon erbärmlich, dass wir selbst bei den zentralsten Texten unseres Glaubens nicht bereit sind, das Original der Weltkirche zu übernehmen. |  1
| | | | | Azoris vor 4 Stunden | | | | Vielleicht ein anderer Blick ... ... hilft hier weiter? Christus ist Erlöser der Welt und zwar für alle, die diese Gnadenfülle annehmen können und wollen. |  1
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