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Bistum Würzburg: Proteste gegen Ruhestandsversetzung eines Pfarrers

23. April 2022 in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Im Herbst soll der 71jährige Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Ebern-Jesserndorf-Unterpreppach seinen Dienst beenden. Angesichts des Priestermangels verstehen das viele nicht. Der Priester wäre bereit, noch länger im Amt zu sein.


Ebern (kath.net/jg)

P. Rudolf Theiler OCarm soll mit Herbst 2022 in den Ruhestand treten. Der 71jährige Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft „Gemeinsam unterwegs – Ebern–Jesserndorf–Unterpreppach“ sagt, er habe vom Bistum Würzburg die Zusage erhalten, bis zum Alter von 75 Jahren bleiben zu können, berichtet BR24.

Seit einigen Jahren betreut Theiler auch die Pfarreiengemeinschaft „St. Kilian und Weggefährten – Pfarrweisach“. Im Sommer 2021 wurde sein Vertrag unbefristet verlängert, weil kein Nachfolger gefunden werden konnte. Laut BR24 wurde er im Dezember darüber informiert, dass er mit Sommer 2022 in den Ruhestand treten müsse.


Gegen diese Entscheidung des Bistums regt sich nun Widerstand in den betroffenen Gemeinden. Auch die Bürgermeister von Ebern und Pfarrweisach haben in einem offenen Brief an Franz Jung, den Bischof von Würzburg, die Entscheidung kritisiert. „Die Kirche sollte froh sein, dass ein anerkannter und beliebter Pfarrer sich im Alter von 71 Jahren noch zur Verfügung stellt“, schreiben sie wörtlich.

Auf Anfrage von BR verwies das Bistum Würzburg auf die Regelung, dass Priester grundsätzlich im Alter von 70 Jahren in Pension gehen. Nur in wenigen, gut begründeten Ausnahmen sei eine Verlängerung möglich. Derzeit seien nur fünf Diözesanpriester und etwa gleich viele Ordenspriester über 70 im Bistum aktiv.

Im April 2022 wird die Stelle für die Pfarreiengemeinschaft „Gemeinsam unterwegs – Ebern–Jesserndorf–Unterpreppach“ ausgeschrieben. Der neue Pfarrer soll im Herbst beginnen. Das Bistum Würzburg betont, dass Pater Theiler erst dann in den Ruhestand treten werde, wenn ein neuer Pfarrer seinen Dienst antrete, berichtet BR24.

Für P. Theiler ist diese Zusage aber zu wenig. Seit der Berichterstattung über seinen Fall habe er viele positive Zuschriften erhalten, sagt er der Neuen Presse. Es gebe „viel Unverständnis“ über die Entscheidung des Bistums. Wer ihn unterstützen wolle, dem schlage er vor, Briefe an Bischof Jung zu schreiben, sagt der Priester.

 


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