Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  2. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  3. „Der Wahlausgang in Berlin im September 2026 gibt vielen Bevölkerungsgruppen Anlass zur Sorge“
  4. "Marsch für das Leben"-Grußwort des DBK-Vorsitzenden Wilmer verfehlt das Thema
  5. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts: „Kirche in der Krise – und wie wir sie nicht retten sollten“
  6. Irreversibel – die Diktatur des Geschehenen. Wenn die Geschichte zum ‚Lehramt‘ wird
  7. Fünf weibliche Opfer von Pater Marko Ivan Rupnik schreiben offenen Brief an Papst Leo XIV.
  8. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  9. BDKJ und eine doch getaufte Kandidatin im Bundesvorstand
  10. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  11. Salzburg: 1.000 Gläubige bei Adoratio-Kongress zu "Himmlischer Friede"
  12. Bei öffentlichen Anlässen: Kanadas Militärkapläne dürfen nicht über Gott sprechen
  13. Der Katholik Macron wird bei keiner der drei Papstmessen in Frankreich mitfeiern
  14. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  15. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"

Botox? – Die unsichtbaren tragischen Folgen des Jugendwahns

3. Dezember 2025 in Familie, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


„Für Kleinkinder ist der Kontakt mit Menschen, insbesondere mit ihren Müttern, deren Gesichter durch Botox unbeweglich wirken, eine echte Tragödie.“


Warschau (kath.net/pl) Eine in der englischsprachigen Fachzeitschrift „Pediatrics“ veröffentlichte Studie zeigt, dass Kinder von Müttern mit eingeschränkter Mimik Emotionen weniger gut erkennen und eher mit Angst reagieren. Darüber berichtet Bogna Białecka im katholischen Nachrichtenportal „Aleteia“ in seiner polnischsprachigen Ausgabe. Neuropsychologen der Universität Cardiff haben sogar herausgefunden, dass Erwachsene, die sich Botox spritzen ließen, die Emotionen anderer Menschen schlechter „lesen“ können, weil sie diese nicht in ihren eigenen Gesichtsausdrücken wiedergeben können.

„Aleteia“ schreibt wörtlich: „Für Kleinkinder ist der Kontakt mit Menschen, insbesondere mit ihren Müttern, deren Gesichter durch Botox unbeweglich wirken, eine echte Tragödie. Im ersten Lebensjahr lernt das Nervensystem, Emotionen zu regulieren, indem es auf die Mimik der Eltern reagiert. Wenn dieses Signal verzerrt oder gar nicht vorhanden ist, interpretiert das Gehirn des Kleinkindes dies als Bedrohung. Infolgedessen steigt der Cortisolspiegel – das Stresshormon – und es können sich später chronische Angstzustände oder emotionale Überempfindlichkeit entwickeln.“ In Familien, in denen Gefühle gefiltert und kontrolliert werden, wachsen Kinder in emotionaler Kälte auf – nicht weil ihre Eltern sie nicht lieben, sondern weil sie ihre Liebe nicht mehr ausdrücken können.


Auch die amerikanische Psychologin Lisa Feldman Barrett betont gemäß „Aleteia“, dass Emotionen gemeinsam zwischen Menschen entstünden. Wenn aber die Gesellschaft Gesichtsausdrücke unterdrücke – beispielsweise durch Botox, Filter oder durch das übermäßige Streben nach dem „perfekten Bild“ –, verkümmere der gemeinsame emotionale Raum. Die Fähigkeit, Mitgefühl und Empathie zu empfinden und auf den Schmerz und die Freude anderer zu reagieren, gehe verloren.

So sei es auch kein Zufall, dass die zunehmende Beliebtheit ästhetischer Behandlungen mit steigenden Angst- und Depressionsraten unter jungen Menschen einhergeht. Kinder lernen von Erwachsenen, dass wahre Gefühle unterdrückt werden müssen.

Der „Aleteia“-Beitrag mahnt abschließend: „Wir vertrauen Gesichtsausdrücken mehr als Worten. Wenn jemand mit ernster Miene behauptet, uns zu lieben, glauben wir es nicht. Omas faltiges, strahlendes Gesicht ist schöner als die maskenhafte, glatte, straffe Haut eines Menschen, mit dem wir zwar verwandt sind, der uns aber nicht wirklich liebt.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Gesellschaft

  1. Bundesland Brandenburg plant Neutralitätsgesetz für Justiz: Kein Kopftuch, Kippa, Kreuz
  2. Warum Kirchen jetzt Frieden, Recht und Wahrheit verteidigen müssen
  3. Slowakei: Kirchen bitten gemeinsam um Vergebung für Verfehlungen
  4. Zwischen Wölfen und Brüdern
  5. „Alte Fragen, überraschende Antworten“
  6. Mike Johnson: Westen muss sich wieder auf christliche Werte besinnen
  7. Unschuldig angeklagt und verurteilt
  8. Scott Hahn: ‚Mit Kompromissen gewinnen wir nicht’
  9. Verkauf eines Feminismus-kritischen Buchs auf Facebook und Instagram gesperrt
  10. Österreichs Integrationsministerin richtet „Dokumentationsstelle politischer Islam“ ein







Top-15

meist-gelesen

  1. Anerkanntes Wunder von Fulton Sheen: Baby nach 61 Minuten Atemstillstand lebt, heute kerngesund
  2. Wien: Rund 20.000 Teilnehmer bei ökumenischem "Marsch für Jesus"
  3. Tausende Teilnehmer bei Pro-Life-Kundgebungen in Berlin, Köln und Zürich
  4. Jesus in Hollywood: Eucharistische Prozession in den Straßen der Filmmetropole
  5. Papst-Vigil in Paris mit Jesus zugeschriebener "Heiliger Tunika"
  6. Katholische Cityseelsorge St. Gallen Mitveranstalter von ‚Drag-Show‘
  7. Niederlande: Ein zweijähriges Kind wurde durch Euthanasie getötet
  8. Leo XIV. besucht als erster Papst die wiederaufgebaute Notre-Dame
  9. Die Güte Gottes und die Freude am Glauben
  10. Zum Abschied einer Pastoralraumleiterin
  11. Der 11. September und die Notwendigkeit eines kämpferischen Christentums
  12. Was Charlie Kirk Friedrich Merz antworten würde
  13. Eine „Erzbischöfin“ stürzt die Anglikanische Kirche ins Chaos
  14. Bischof Oster benennt Unterschiede zwischen deutsch-synodalem Weg und vatikanischer Weltsynode
  15. Er war einer der Gründer der polnischen Lebensschutzbewegung: Pfr. Stanisław Małkowski verstorben

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz