Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  4. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  5. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  11. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  12. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  13. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  14. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

Nur bei Asyl und Sozialleistungen: Kritik am ‚Pseudo-Christentum‘ der Linken

6. März 2026 in Deutschland, 1 Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gideon Böss wirft linken Politikern vor, christliche Positionen nur als rhetorische Keule gegen die Unionsparteien zu verwenden.


Berlin (kath.net/jg)
Linke Politiker werfen den Unionsparteien regelmäßig vor, das christliche „C“ in ihrer Parteibezeichnung zu verraten. Dies wirft Gideon Böss den Parteien SPD, Grüne und Linke in einem Artikel in der WELT vom 5. März 2026 vor.

Vor allem bei Themen wie einer Reform der Asylpolitik, der Kürzung von Bürgergeld oder Änderungen im Sozialsystem. Sie behaupten, diese Positionen widersprächen dem „Geist Jesu“, der Nächstenliebe, der Barmherzigkeit und ähnliches. Böss hält diese Haltung heuchlerisch und selektiv. 

Er argumentiert, dass linke Politiker sich gerne auf Jesus berufen, wenn es um offene Grenzen, großzügiges Bürgergeld oder die Aufnahme von Flüchtlingen geht. Für sie sind diese Forderungen synonym mit christlicher Nächstenliebe.


In anderen Fragen ignorieren sie christliche Positionen oder bekämpfen diese sogar. Wenn es um das Verbot von Abtreibungen und Sterbehilfe, die Ablehnung von Verhütungsmitteln und vorehelichem Geschlechtsverkehr geht oder das binäre Geschlechterbild der Bibel geht, spielt die christliche Moral für linke Politiker keine Rolle mehr. Würden die Unionsparteien diese Positionen konsequent vertreten, wären die Linken davon nicht begeistert. 

Im Anschluss hält Böss den Linken vor, dass man aus christlicher Sicht durchaus Kritik an ihrer Politik über könnte. Die Umverteilungspolitik und Neidmotivation – zentrale Punkte linker Politik – verstoßen gegen die Gebote „Du sollst nicht stehlen“ und „Du sollst nicht begehren Deines Nächsten Hab und Gut“. Im Umgang politischen Gegnern wie beispielsweise der AfD vermisse er die Nächsten- und Feindesliebe. Selbst der im Grundgesetz verbriefte Grundsatz der unantastbaren Menschenwürde, welcher zutiefst christlich ist, und gerne zitiert werde, werde von den Linken nicht immer beachtet. Böss führt als Beispiel die Opfer der so genannten „Hammerbande“ an.

Viele linke Mahner stünden dem Christentum eigentlich fern und pickten nur passende Bibelstellen heraus, während sie den Gesamtkontext ignorieren. Böss wirft ihnen vor, ein „Pseudo-Christentum“ zu vertreten. Sie würden selektiv christliche Werte als rhetorische Keule gegen den politischen Gegner instrumentalisieren, während sie in vielen Punkten das Gegenteil der christlichen Lehre fordern. Wer aber christliche Werte nur dort einfordere, wo sie ins eigene Parteiprogramm passen, mache sich unglaubwürdig und riskiere „falsches Zeugnis“ abzulegen – was Jesus ebenfalls kritisiert habe.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum 6. März 2026 
 

So ist es

Aber angesichts der aktuellen mitteleuropäischen Abwege fragt man sich, auf wie viele Bischöfe das bereits ganz oder teilweise zutrifft.


1
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Vom Elend der Fürbitten
  5. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  6. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  7. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  8. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  9. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  10. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  11. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  12. Der entschärfte Gott
  13. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz