SucheSuchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln: 



Top-15meist-diskutiert- Vom Elend der Fürbitten
- Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
- Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
- Der entschärfte Gott
- Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
- EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
- Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
- Papst Leo auf Versöhnungskurs
- „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
- "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
- Theologe Thomas Söding: „Es braucht eine katholische Internationale!“
- Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
- Realitätsverlust im Bistum Chur
- Muslime wählen SPD und Linke, Christen wählten CDU
- Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
| 
Vom Elend der Fürbittenvor 2 Tagen in Kommentar, 37 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
„Still für mich füge ich manchmal hinzu: Wir beten heute auch für alle, die an den Fürbitten leiden …“ Von Thorsten Paprotny
Hannover (kath.net) Der „Novus Ordo“ – auch wenn er würdig gefeiert ist, zugleich verbindlich an den approbierten Hochgebeten aus dem Messbuch orientiert, vermag die treuen Gläubigen zu erfreuen, so dass sie an der Feier der Eucharistie mit der Kirche aller Zeiten und aller Orte teilhaben – verfügt dennoch über Einfallstore der Weltlichkeit, besonders an einer Stelle: die sogenannten „Fürbitten“, die nach dem Credo von Lektoren vorgetragen werden, sorgen verbreitet für Ärger und manches Stöhnen in den Kirchenbänken. Schuldlos sind die Laien, die zum Dienst bestellt sind, parteipolitisch getönte Bittgebete und vielleicht die Agenda der deutsch-synodalen Reformgeister aus dem kirchenpolitischen Gemischtwarenladen vortragen müssen, denn über die Fürbitten entscheiden in der Regel die Zelebranten. Es gibt einen Reigen an Arbeitshilfen für diese Fürbitten, die von zahlreichen Gemeinden genutzt werden, mit Themen und Gedanken, die den klassischen Nachrichtensendungen des linearen öffentlich-rechtlichen Fernsehens oder aus stabil kirchenkritischen Radiosendern entstammen könnten.
Wie an jedem Sonntag wurden auch an „Laetare“ vom Bistum Trier Fürbitten angeboten, darunter etwa: „Wir beten für die Menschen in der Ukraine und auch in den afrikanischen Krisenregionen: Für die Kinder, Frauen und Männer, die weiter auf vielfache Weise unter den russischen Angriffen leiden. Für die Menschen im Kongo, im Sudan und in anderen Krisenregionen Afrikas, die wir oft aus dem Blick verlieren. Für die aus politischen, religiösen, rassistischen oder geschlechtsspezifischen Gründen Verfolgten weltweit, die unterm Radar bleiben.“
Abgesehen von der Textlänge einer einzigen Bitte, die schon trotz bester Absichten eine Herausforderung für das Zuhören und die Aufmerksamkeit darstellt, sind stilistische Aspekte problematisch: das Gebet für die Verfolgten, „die unterm Radar bleiben“? Die Leser- und Hörerschaft fragt sich: Welches oder wessen Radar ist gemeint? Vor Gottes Augen werden Sünden und Verbrechen nicht verborgen bleiben, und der Herr wird Gericht halten, auch über jene, die nicht an ihn glauben. Gott sieht, worum wir bitten und wovon wir schweigen. 
Was aber, um die unglückliche Metapher aufzugreifen, ständig und fast überall in der Kirche des Herrn bei so vielen professionellen Fürbittautoren „unterm Radar“ bleibt, also schlicht übersehen und vergessen wird, das sind etwa die Gebete um Priesterberufungen, das sind mehr noch – wie das Zweite Vatikanische Konzil in der Pastoralkonstitution „Gaudium et spes“ lehrt – die „verabscheuungswürdigen Verbrechen“, nämlich die massenhafte Tötung ungeborener Kinder im Mutterleib – allein in Deutschland werden etwa 100.000 Abtreibungen jährlich durchgeführt. Von diesem Skandal spricht in den Fürbitten fast niemand. Das ist für gläubige Katholiken unverständlich, ja ein himmelschreiendes Ärgernis.
Ein weiteres Beispiel vom ersten Sonntag der Österlichen Bußzeit zeigt, wie sehr die Kirchenprovinz Deutschland sich für „unsere Demokratie“ (Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier) einsetzt: „Für die Menschen in unserem Land und in ganz Europa, die in den nächsten Monaten wichtige Wahl-Entscheidungen zu treffen haben. Und für alle, die Aufgaben und Ämter zu übernehmen bereit sind und tun wollen, was demokratisch und gerecht ist.“ Beten dürften wir für alle, die nicht mit letzter Eindeutigkeit zu wissen meinen, „was demokratisch und gerecht“ in dieser Welt ist. Niemand möchte sich bei den Fürbitten darüber belehren lassen, was er demokratisch und gerecht zu finden hat.
Von Fürbittautoren werden nicht selten Entscheidungen, etwa die Aktionen des demokratisch eindeutig legitimierten amtierenden US-Präsidenten Donald Trump, zum Anlass genommen, um apokalyptische Fantasien in Gestalt von Fürbitten vorzutragen. Als die Mittelkürzungen für die amerikanische Hilfsbehörde USAID 2025 bekannt wurden, formulierte die Organisation „Brot für die Welt“ in Österreich: „Guter Gott, der du Wollen und Vollbringen in uns wirkst, sei bei uns und gib uns Kraft in diesen schwierigen Zeiten. Sei bei allen, die für Gerechtigkeit unter den verwundbarsten Menschen wirken, in Lateinamerika, Afrika, Asien, Südosteuropa, und die nun ohne die Hilfe aus den USA auskommen müssen, ohne die Kolleg:innen von dort und mit viel weniger Geld. Wehre dem Verzagen und schenke Ausdauer und Beharrlichkeit, wo es gilt, neue Kooperationspartner zu finden und Geldquellen zu erschließen. Erbarme dich, Gott, und lass nicht zu, dass Machtspiele einiger weniger die Lebensgrundlagen Vieler zerstören.“
Solche Fürbitten – „Machtspiele“ – sind ein reines politisches Statement. Dazu mag ein jeder seine ganz persönliche Meinung haben, die vom Schutz auf Meinungsfreiheit gedeckt ist, aber eine meinungsbildende Fürbitte wie diese gehört nicht in die Heiligen Messe. Stattdessen dürften und sollten wir um Gottes Führung bitten und um die Einsicht und den Mut, dass sich die Regierenden, dasss wir uns alle Seiner Weisung anvertrauen, ob gelegen oder ungelegen. Er allein, niemand sonst, ist der Herr der Geschichte, ist uns das noch bewusst?
Ein letztes Beispiel noch, das fast zum Schmunzeln einlädt, erneut aus den verbreiteten Fürbittvorschlägen des Bistums Trier: „Für die Sportlerinnen und Sportler, die bei den Olympischen Spielen Medaillen und Ehre gewonnen haben. Für die vielen, bei denen es nur knapp oder deutlich danebengegangen ist. Und für alle, die sich mit ihnen gefreut oder die mit ihnen getrauert haben.“ Ja, wir beten für Sportler, für Fernsehzuschauer – und es scheint, als ob irgendwelche Emotionen dieser Zeit aufgegriffen werden sollten. Lebensnähe, Lebenswirklichkeit? Manchem erscheint solches einfach nur absolut verzichtbar. Die Fußballweltmeisterschaft kommt bestimmt, wir dürfen uns sicher auch schon über die Fürbitten zu dem nächsten Spektakel dieser Art … „freuen“. Aber einfach gläubige Katholiken, auch jene, die einen Fernseher besitzen und mit Begeisterung Fußball schauen, wollen davon nichts in der Heiligen Messe hören. Deutlich wird hier vor allem die Banalisierung des Gebets, die Einzug in die Liturgie hält, und die Instrumentalisierung des Gebets für irgendwelche beliebigen säkularen Absichten.
Wer die Fürbitten in der Heiligen Messe vernimmt, dem kommt es vielfach vor, als sehe er die „Tagesschau“ oder das „Heute-Journal“, denn auch dort spielen Themen wie die Bitte um Evangelisierung und Erneuerung in Christus keine Rolle. Es scheint vielfach, als hätten wir den Adressaten der Gebete vergessen – den dreifaltigen Gott, zu dem wir uns zuvor im Credo der Kirche bekennen. Still für mich füge ich manchmal hinzu: Wir beten heute auch für alle, die an den Fürbitten leiden … Wer übrigens gute, gut verständliche und lesbare Fürbitten sucht, wird leicht fündig: Das Schott-Messbuch ist empfehlenswert, doch leider wird der Schott sonntags viel zu selten genutzt. Und das nicht nur, wenn Wahlen, Olympische Spiele oder Fußballweltmeisterschaften stattfinden.
Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Lesermeinungen| | Versusdeum vor 2 Stunden | | | | Liebe(r) @Hibiskus Leider habe auch ich bereits Hl. Messen verlassen, wenn es theologische allzu schlimm oder gar ideologisch wurde. Das geschah aber entweder geordnet (ruhig aufstehen, Kniebeuge, würdig und leise die Kirche verlassen) oder in einem quasi-automatischen Fluchtreflex*, der möglicherweise ungewollt etwas "auffälliger" sein kann. Während der Hl. Messe bewusst nach vorne zu gehen, dort eine Kniebeuge zu machen und dann die Kirche nach hinten zu verlassen, halte ich allerdings nicht für eine geeignete Form. Immerhin geht es hier um die Hl. Messe! Die Idee, sich bei zu politisch-ideologischen Zwecken missbrauchten Fürbitten (ruhig) hinzusetzen, finde ich dagegen sehr konstruktiv.
* Dank an Kardinal Marx, der es hoffentlich irgendwann auf die Reihe bringt, einen kompletten "Fastenhirtenbrief" ohne - teils sogar gleich mehrere - linksradikale Kampfbegriffe aufs Papier zu bringen. Leider habe ich dieses Jahr nicht drangedacht, aber nächstes Jahr sieht mich kein Novus Ordo am ersten Fastensonntag. |  0
| | | | | marlin vor 8 Stunden | | | | Frauen predigen Es gibt nur 5 Inhalte, die - in Verbindung mit dem Tagesevangelium – gepredigt werden dürfen: Soziales Engagement, Nächstenliebe, Toleranz, Willkommenskultur und Klimawandel.
Sollte ein Priester über Scheidung-Wiederheirat, Ablehnung der Homosexualität, Abtreibung als Mord, oder Unterwanderung durch den Islam predigen, ist er geliefert – wird verklagt und vom Bischof des Amtes enthoben.
Deshalb mein Vorschlag: Wenn man Frauen erlaubt zu predigen, dann nur außerhalb der hl. Messe (Wortgottesdienst, Andacht) und nur dann, wenn sie diese Themen in die Lesung (Evangelium vom Tag) einflechten können. |  1
| | | | | marlin vor 11 Stunden | | | |
@ElisabethaMaria: „Und würde unser Pfarrer so Predigten halten wie früher, dann stünde er am nächsten Sonntag wohl nur noch vor einer kleinen Schar Gläubigen.“
Und? Steigt die Zahl der Kirchgänger, weil Laien predigen?
Eher oder später läuft es darauf hinaus, dass Kirchen geschlossen werden, weil keiner kommt – das haben wir nicht dem Zeitgeist zu verdanken, das haben wir den aufdringlichen Laien zu verdanken, die sich am Altar und auf der Kanzel profilieren wollen. |  2
| | | | | ElisabethaMaria vor 12 Stunden | | | | @Schillerlocke und @Tante Ottilie Wie dem auch sei, ich habe in meinem, nun schon einige Priester erlebt/ viele Predigten gehört. Bei so mancher konnte man sich das Zuhören sparen und stattdessen in sich gekehrt ein oder zwei leise Gebete sprechen. Ich habe aber noch nie in einer Heiligen Messe jemand aufgrund der ihm nicht zusagenden Predigt aufstehen und die Kirche verlassen sehen. Ich persönlich gehe weder des Pfarrers noch der Predigt wegen in die Heilige Messe. Und würde unser Pfarrer so Predigten halten wie früher, dann stünde er am nächsten Sonntag wohl nur noch vor einer kleinen Schar Gläubigen. Aus 6 % Besucherzahl kann schnell eine Abwärtsbewegung gen 0 starten. Die Gemeinde meines Mannes hat durch Konsequentes Fernbleiben am Sonntag (man fuhr 3 km weiter wo ein angepasster Pfarrer war) es vollbracht, dass der Pfarrer wurde und um Versetzung bat. Jetzt ist dort ein neuer aufgeschlossener,
Pfarrer! Bei der letzten Zählung hatte man als einzige Gemeinde eine Steigerung der Messbesucher von 6 auf 8 Prozent. |  0
| | | | | Schillerlocke vor 22 Stunden | | | | @ElisabethaMaria Das sehe ich so wie Sie! Ich nehme immer, wenn mir etwas im Gottesdienst nicht recht gefällt, ganz fest das Kreuz in den Blick und bete den Herrn an. Dann überwinden sich Seltsamkeiten leichter. Denn ich erkenne dann, dass ja auch ich leider zu oft ihm nicht genüge. Den guten Willen will ich niemandem absprechen, der in der Liturgie mittut. |  3
| | | | | Hibiskus vor 24 Stunden | | | | Elisabetha Maria Ihr Vater hat richtig und ganz in meinem Sinne gehandelt. Gedanklich sind Sie bei den Fürbitten geblieben. Mein Verhalten bezieht sich aber auf böse Predigten. Natürlichhat mich da auch ein Priester nach der Messe abgepasst und beschimpft. Meine Antwort: Solches Predigt-Verhalten eines Priesters ist nicht akzeptabel, zumal wenn man den mündigen Gläubigen fordert. - Einge Wochen später tauchte er wieder auf hat sich entschuldigt und für den Anstoß bedankt und tatsächlich verändert. - Auch wenn solche Wende zum Guten selten sein wird müssen wir unserem Gewissen folgen. - Schweigen ist Zustimmung und der fehlende Mut ist die Ursache für unsere böse Zeit. |  1
| | | | | Tante Ottilie vor 24 Stunden | | | | Bitte GENAU lesen, ElisabethaMaria Es war hier nicht die Rede davon, nur bei der Verlesung der Fürbitten ggf. die Kirche zu verlassen.
Nein, es ging da um stillen Protest gegen übergriffige ideologische oder anderweitig unangebrachte Predigten und entsprechende Prediger, bei denen man sich nicht anders zu helfen weiß, als eben den Kirchenraum zu verlassen.
Und natürlich sind solche Christen eben keine kleinen ungezogenen Kinder, die man etwa mit Gewalt glaubt, bei der Stange halten zu müssen.
Nein, gottlob sind solche Zeiten schwarzer Pädagogik zumindest bei uns vorbei.
Ich selbst setze mich übrigens derartigen Situationen in der Kirche möglichst nicht aus, sondern meide bestimmte Liturgievorsteher nach Möglichkeit von vornherein und gehe einer wiederholten Konfrontatipn so aus dem Wege. |  2
| | | | | ElisabethaMaria vor 29 Stunden | | | | Aufstehen, gehen und wiederkommen …. Hm ja … bei aller Kritik an den heutigen Fürbitten, aufstehen und gehen während einer Heiligen Messe empfinde ich nicht passend ! Ich kann es mir anhören und mir meinen Teil denken und auf den Kehrvers verzichten. Aber es erscheint mir persönlich, durch starre Erziehung im Elternhaus, nicht angebracht in einer Heiligen Messe aufzustehen und zu gehen. Wir sind doch keine trotzigen kleinen Kinder! Gott ist gegenwärtig und ich gehe weil mir die Fürbitten nicht gefallen? Tut mir leid, aber da stehe ich über den Dingen. Unser Vater hätte uns Kinder an den Ohren in die Bank zurück gezogen wenn wir den Versuch unternommen hätten, rauszugeben! Wie erkläre ich dann bitte meinem quengeligen Enkelkind, dass es bis zum Ende bleiben muss, wenn die Dame oder der Herr vor uns mittendrin aufsteht, geht und dann wiederkommt? Das mag jeder anders sehen, aber ich persönlich finde es nicht in Ordnung. Kann man wirklich nicht 5 Minuten die einem nicht gefallenen Fürbitten ertragen und muss gehen? |  2
| | | | | littlemore vor 30 Stunden | |  | Verlernort des Betens Endlich einmal jemand, der dazu etwas schreibt!!!
Die Fürbitten, die oft aus dem Internet übernommen werden, sind nicht an Gott sondern an die Menschen im Kirchenraum gerichtet. Da sie den Autoren nun einmal ausgeliefert sind, werden sie stumpf und taktlos in der "korrekten" politischen Richtlinie erzogen.
So wird den Menschen im Gottesdienst das Beten verleitet! |  2
| | | | | Tante Ottilie vor 31 Stunden | | | | hibiskus, meinen ganz großen Respekt für Ihr mutiges Zeugnis Ich gestehe, dass ich das in dieser Form wohl nicht zustande brächte. |  0
| | | | | Hibiskus vor 33 Stunden | | | | Tante Ottilie. richtig noch etwas dazu: In schlimmen fällen bin ich aus der Benk getreten, vor zum Alter, mich verneigt und aufrecht aus der Kirche bis zum Ende der Predigt rausgegangen. Danach den gleichen Weg als Rückweg gewählt. Den Mut dazu hatte sonst niemand, aber Lob habe ich viel bekommen. |  2
| | | | | Hibiskus vor 33 Stunden | | | | die eigenen Leute demontieren die Kirche Seit vielen Jahren ist es üblich, dass die zuständigen Aktiven die Kirche nach ihrer Lust verändern wollen. Sie fühlen sich großartig, weil sie "fortschrittlich" sind.
Fortschritt ist wichtig, nur in welche Richtung? Früher war das die Richtung auf Gott. Heute geht es immer weiter weg in Liedern, Predigten, Fürbitten usw. Das ist heute.
Früher haben wir einmal demütig gesungen "näher zu dir mein Gott". - Wir waren auch damals nicht immer die Heiligen, aber wussten wohin es gehen müsste. |  1
| | | | | Flavius vor 34 Stunden | | | | Nagel auf den Kopf getroffen Der Artikel artikuliert genau das, was mir schon seit Jahren aufstößt ! Für mich habe ich das Problem mit unerträglichen Fürbitten halt so "gelöst", dass ich beim "wir bitten Dich erhöre uns" nicht mitgebetet, sondern geschwiegen habe. |  0
| | | | | borromeo vor 34 Stunden | |  | Zu Zeiten, als ich noch regelmäßig den Novus Ordo in meiner Ortspfarrei besucht hatte, und sehr viele Jahre als Lektor tätig war, waren die Fürbitten immmer mit das Unbehaglichste, das ich zu übernehmen hatte. In der Regel waren sie vorformuliert, entweder aus Vorschlägen vom Liturgischen Institut Trier oder manchmal auch vom zelebrierenden Priester. An "Sondergottesdiensten", die von Laien "gestaltet" wurden, war das zumeist noch schlechter, aber da konnte ich mich fernhalten.
Die Fürbitten waren sehr häufig politisch geprägt, mit deutlicher, ideologischer Schlagseite. Ich habe dann regelmäßig noch eine Bitte für Papst und Kirche o.ä. frei ergänzt oder auch die eine oder andere Bitte verändert. An einem Ostersonntag allerdings kündigte ich das in der Sakristei dem Priester an. Er beschimpfte(!) mich dafür sofort lautstark, was mir denn einfalle, als Lektor da etwas hinzuzufügen. Ich war daraufhin so erschüttert, daß ich in der Hl. Messe nicht zur Osterkommunion gehen konnte.
Einer der vielen Beweggründe, warum es mich immer mehr zum überlieferten Ritus hingezogen hat. |  3
| | | | | Hängematte vor 2 Tagen | | | | Bei uns sind die Fürbitten vom Verlag Friedrich Pustet, Regensburg. Sie haben immer eine andere Autorin oder Autor. Und sie sind oft "barock" und sehr ausführlich. Wenn ich als Lektor einspringe, reduziere ich diese gewundenen Formulierungen so gut es geht.
Wenn ich als einfacher Messteilnehmer bei der heiligen Messe mitfeiere, antworte ich auf "blöde" Fürbitten nicht. |  1
| | | | | Richelius vor 2 Tagen | | | | @ Henoch Doch, bei uns gibt es jeden Sonntag die Fürbitte für eine gute Sterbestunde und ein gutes Bestehen im Gericht Gottes. |  3
| | | | | Tante Ottilie vor 2 Tagen | | | | Was doda von ihrer letzten Pfarrei beschreibt, wäre in unserer Gemeinde ohne weiteres umsetzbar, falls es notwendig wäre:
Nach dem Evangelium die Kirche verlassen, ggf. zum Glaubensbekenntnis oder erst nach den Fürbitten wieder betreten.
Denn wir haben neben unserer Kirche einen größeren abgeschlossenen und beheizbare hellen Raum sogar mit Sitzmöglichkeiten sowie Toilettenzugang.
Bisher war das Ausweichen dahin für mich nicht nötig, da die Predigten idR akzeptabel waren - bei bestimmten Wortgottesfeier-Leitenden blieb und bleibe ich von vornherein weg und nehme lieber an einer fernsehübertragenen hl. Messe auf ktv o.ä. Teil. Ich würde mir beim Ausweichen in den Nebenraum mein persönl. Gotteslob-Gebetbuch mit und würde daraus die zahlreichen eingeklebten Gebete in den verschiedensten Anliegen beten, u.a. auch für die Seelsorger oder für geistliche Berufungen.
Das Gebet vermag unendlich viel, und es ist m.E. die EIGENTLICHE AUFGABE der Laienchristen!
In der alten ao Liturgie war das bes. in sog. Stillmessen durchaus möglich, nun ka |  2
| | | | | Walahfrid Strabo vor 2 Tagen | |  |
Die Fürbitten: ein Elend. Die "Einführung" zur Messe: endlos. Die Predigt: niveaulos.
Die Messe bei mir zuhause ist zu einem Geschwafel von vorne bis hinten verkommen. Da wünscht man sich noch mehr als bislang die lateinische Sprache zurück. Bei den schlechten Lateinkenntnissen des heutigen Klerus wär dann zumindest gleich Schluß mit dem Geschwätz... |  3
| | | | | antony vor 2 Tagen | |  | Mein Tipp: Wenn politische Statements als Fürbitten getarnt werden, einfach hinsetzen. Hat bei uns gut gewirkt. |  5
| | | | | Schillerlocke vor 2 Tagen | | | | Manche Fürbitten sind schon seltsam, aber keine ist bei uns in der Kirchengemeinde so, dass man sie rundheraus ablehnen würde. Übrigens wird bei uns grundsätzlich Fürbitte für die Kranken, die Sterbenden und die Toten gehalten. Und das im Bistum Limburg. |  3
| | | | | ElisabethaMaria vor 2 Tagen | | | | @Cyprian63 Segnungen aller Couleur seit Jahren Es wird 1x jährlich eine Heilige Messe am Sonntag mit Segnung aller Liebenden gefeiert. Es wird nicht explizit erwähnt, aber natürlich auch gleichgeschlechtliche Beziehungen oder Paare die ohne Ehe mit Kindern zusammenleben. Wir sind die einzige Pfarrei im Umkreis wo es angeboten wird und dementsprechend aus Allen Landkreisen umzu findet man sich ein. Der Bischof ist stets informiert und war zufällig sogar aufgrund einer Firmung in der Nachbarschaft einmal zugegen …. |  2
| | | | | Henoch vor 2 Tagen | | | | Fürbitten für die Verstorbenen gibts auch nur noch selten. Um eine gute Sterbestunde der Messbesucher wird gar nicht mehr gebetet. Für benachteilige Queere und Diverse dagegen immer öfter. |  3
| | | | | Cyprian63 vor 2 Tagen | | | | @SalvatoreMio - kleine Korrektur Die Fürbitte lautete (ist schon einige Zeit aus) ungefähr so: Dass die Menschen aller geschlechtlichen Orientierungen akzeptiert werden. Derartige Partnerschaften wurden nicht erwähnt, aber letztlich geht es ja auch darum. Nicht wenige Priester segnen Paare in ungeordneten Verhältnissen, was nichts anderes suggeriert als dessen Billigung.
"Fiducia supplicans" ist nicht unproblematisch. |  2
| | | | | Versusdeum vor 2 Tagen | | | | @Aegidius Einen Gottesdienst bei einer solchen Sekte würde ich nur ziemlich genau ein halbes Mal besuchen. |  1
| | | | | Tante Ottilie vor 2 Tagen | | | | @Cyprian63 Auch unser übrigens noch relativ junger Pastor lässt gelegentlich anstelle der Fürbitten von uns allen gemeinsam ein passendes Grbet aus dem Gotteslob-Gebetbuch beten - finde ich gut!
Ich selbst verweigere übrigens Lektorendienst, weil ich keine mir nicht genehmen Fürbitten vortragen will.
Beim sog. Friedensgruß habe ich mir seit der Coronazeit statt des Händegebens die asiatische Namastegeste angewöhnt: Vor der Brust gefaltete Hände kombiniert mit höflicher stummer und meist ernster Vorbeugung zum Gegenüber- wird in unserer Gemeinde inzwischen vielfach ähnlich gehandhabt. |  4
| | | | | serafina vor 2 Tagen | | | | Wenn der Mensch zum Maß aller Dinge wird --- |  4
| | | | | SalvatoreMio vor 2 Tagen | | | | Inhalt der Fürbitten @Cyprian63: Schlimm, was Sie da berichten! Es wird sogar gebetet für sündige Verhaltensweisen?! In meinem Ort gibt es gottlob mehrere Kirche, aber wo bleibt man, wenn es nur eine einzige Möglichkeit gibt zum Messbesuch? Einfach schrecklich, der Zustand, vor allem, wenn man nirgendwo protestieren kann, und wahrscheinlich nicht einmal beim Bischof! |  2
| | | | | Aegidius vor 2 Tagen | | | | Die selbst erlebte/erlittene Krönung V: Laß uns regionale Produkte kaufen.
A: Gott, Vater und Mutter, wir bitten Dich, erhöre uns. |  6
| | | | | Cyprian63 vor 2 Tagen | | | | @doda; @Tante Ottilie Manche Priester sind der Fürbitten schon überdrüssig und lassen sie werktags weg - habe ich erlebt. Nach "Sacrosanctum Concilium" sind sie auch nur für Sonn- und Feiertage vorgesehen.
Das Problem ist vor allem heute der Inhalt der Fürbitten: Gebetet wird nur zu oft, dass sich die Kirche ändert und nicht, dass die Welt und die Menschen sich ändern: Gleichberechtigung der Frau in der Kirche, Anerkennung aller geschlechtlichen Orientierungen und der dazugehörigen Partnerschaften, etc. Aber: keine Fürbitte um geistliche Berufungen, keine um die Umkehr der Menschen, keine für die wirkliche Not der Menschen. Da kann man durchaus verstehen, wenn Gläubige nicht antworten (können) oder gar hinausgehen, sich die Ohren zuhalten oder was auch immer. |  7
| | | | | Fink vor 2 Tagen | | | | Selbstgebastelte Fürbitten - Nein Danke, das halten meine Nerven nicht mehr aus ! Bei Fernseh-Messfeiern drehe ich bei den Fürbitten den Ton aus.
Zum Schott-Messbuch der Erzabtei Beuron: das gibt es als gedrucktes Buch (Lesejahr A-B-C). Das gibt es aber auch online, allerdings nur jeweils für den aktuellen Tag.
SIEHE LINK schott.erzabtei-beuron.de/ |  1
| | | | | SalvatoreMio vor 2 Tagen | | | | Bitten aus den Reihen der Gläubigen oder in Stille @Gebsy: die allgemeinen Fürbitten sind Sache der ganzen Gemeinschaft, und sie sollten grundlegende Themen aufgreifen: Kirche und Nachfolge Christi; für Staat und Politiker; für die Völker und um Frieden; gegen Armut und Not; für die Verstorbenen. Wird persönlich aus den Reihen etwas vorgebracht, so ist es oft ein unverständliches Gemurmel.Für persönliche, stille Anliegen oder auch Danksagung, wird in der hl. Messe manchmal zu wenig Raum gegeben, z. B. nach Empfang der hl. Kommunion. |  4
| | | | | Tante Ottilie vor 3 Tagen | | | | Respons-Verweigerung auf mir nicht passende Fürbitten habe ich gelegentlich auch schon praktiziert.
Die Umgebung kriegt von diesem stillen Protest idR aber nichts mit.
Kürzlich machte der Poster antony den selbst mit Erfolg bei politischen Fürbitten erfolgreich in der eigenen Gemeinde praktizierten Vorschlag, sich bei solchen Fürbitten (zusätzlich) zu setzen und bei der nächsten genehmen Fürbitte dann wieder aufzustehen.
Ein sichtbares Zeugnis der Zustimmungsverweigerung, das ich durchaus sehr gut und angebracht finde! |  3
| | | | | Wirt1929 vor 3 Tagen | | | | Banalisierung des Gebets umschreibt es nur gelinde. Die Stellen des auf Durchzug Schaltens in der heiligen Messe häufen sich. Als junger Christ freute man sich an der neuen Form im Hören zu verstehen. Heute sehnt man sich immer öfter in die Zeit zurück, in der ich als junger Messdiener gern in der stillen Frühmesse diente. Weniger war schon immer mehr, besonders im Wort. |  4
| | | | | doda vor 3 Tagen | |  | Ja, in unserer letzten Pfarrei habe ich die Kirche vor der Predigt verlassen und bin nach den Fürbit |  3
| | | | | gebsy vor 3 Tagen | |  | Es gibt auch Vorlagen, welche Raum für Bitten aus den Reihen der Mitfeiernden lassen. Diese können in Stille oder mit Worten eingebracht werden ... |  1
| | | | | Johannes14,6 vor 3 Tagen | | | | Leider ist das Leiden nicht begrenzt auf die Fürbitten - den verirrten Hirten möchte man zurufen:
Besinnt euch auf euren Kernauftrag und bleibt dabei ! |  6
| | | | | dalex vor 3 Tagen | | | | So ist es! …wenn „unsere Demokratie“ auf „unsere Kirche“ trifft. Entscheidend ist das Uns, das Wir: die Omphaloi (Nabel) der Welt. Ach, ich habe schon häufig den Respons auf den Käse aus dem Ordinariat verweigert. |  7
| | |
Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen. Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net) kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen. | 
Mehr zuLiturgie- „Laetare Jerusalem“ – Freude mitten in der Bußzeit
- Umkehr – Beichte – Bußsakrament
- Um Gottes willen: „die Waffen nieder“ – Kardinal Brandmüllers Ruf zur liturgischen Vernunft
- ‚Dubia‘ an den Vatikan – US-Priester bitten um Klärung hinsichtlich liturgischer Änderungen
- Nach fast drei Wochen bricht die Diözese Rottenburg-Stuttgart das Schweigen
- „Mir sind konkrete Reaktionen von Kindern bekannt, die diese Darstellung als verstörend empfanden“
- „O Sapientia“ – O Weisheit
- „O Emmanuel“ – Gott mit uns, Gott für uns, Gott in uns
- „O Rex Gentium“ – König der Völker, König des Staubs
- „O Oriens“ – Licht, das in die tiefste Nacht fällt
| 





Top-15meist-gelesen- kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
- Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
- Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
- Realitätsverlust im Bistum Chur
- „Die meisten Seelen dort sind die, welche nicht an die Existenz der Hölle geglaubt haben“
- Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
- Vom Elend der Fürbitten
- Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
- Einladung zur Novene zum Hl. Josef
- Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
- Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
- Papst Leo auf Versöhnungskurs
- Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
- Der entschärfte Gott
- Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
|