Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  2. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  3. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  4. Die US-Bischöfe fördern die natürliche Familienplanung
  5. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  6. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  7. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  8. Vatikan dementiert Berichte über Ende des Rupnik-Verfahrens
  9. Neues Video bringt Sea-Watch unter schweren Verdacht: Zusammenarbeit mit bewaffneten Schleusern?
  10. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  11. 'Weihnachten im Juli': Der Gedenktag der Heiligen Drei Könige
  12. Deutsches Auswärtiges Amt verzichtet auf Genderschreibweise
  13. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  14. Papst bleibt in Bewegung: Dritter Ausflug von Castel Gandolfo aus
  15. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet

Erst Gerichtssaal, dann Preisverleihung: Weronika Krawczyk erhält Opoka-Preis „Auf Fels gebaut“

24. April 2026 in Aktuelles, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Preisträgerin: „Ich konnte mir nicht vorstellen, mich dafür zu entschuldigen, dass ich mein Kind vor dem Tod geschützt habe. Ich lehre meine Kinder, dass die Wahrheit das Wichtigste ist und dass man sich nicht brechen lassen darf.“


Warschau (kath.net/gem/pl) Weronika Krawczyks Schicksal hat in den letzten Monaten ganz Polen bewegt – und nun erhielt sie vom polnischen offiziellen katholischen Portal „Opoka“ den Preis „Zbudowana na Skale“ [Auf Fels gebaut] verliehen, damit wurde ihr unerschütterlicher Einsatz für das ungeborene Leben geehrt. Der Preis wurde erstmalig verliehen, „Opoka“ ist ein Medium, das lehramtstreue Positionen vertritt, im Gegensatz zu manchen katholischen Mainstreammedien im deutschsprachigen Raum.

Die Hintergrundgeschichte zu dieser Preisverleihung ist unbequem: Krawczyk ist dreifache Mutter, bei einer ihrer Schwangerschaften wurde beim ungeborenen Kind die Diagnose „Down Syndrom“ gestellt, der Arzt in Danzig riet daraufhin mehrfach eindringlich zur Abtreibung. Im Gespräch mit einer anderen schwangeren Mutter, die beim selben Arzt in Behandlung war, warnte Krawczyk vor diesem Frauenarzt und bezeichnete ihn als „Abtreiber“. Daraufhin wurde Krawczyk von diesem Arzt wegen Rufschädigung verklagt. Eine Gerichtsverhandlung entschied: Entweder würde Krawczyk ihre Aussagen öffentlich widerrufen und sich entschuldigen, oder der dreifachen Mutter drohe die Ableistung einer mehrmonatigen gemeinnützigen Arbeit. Unabhängig von ihrer Entscheidung wurden ihr die Prozesskosten aufgelastet. Sie sagt im Nachhinein: „Ich konnte mir nicht vorstellen, mich dafür zu entschuldigen, dass ich mein Kind vor dem Tod geschützt habe. Ich lehre meine Kinder, dass die Wahrheit das Wichtigste ist und dass man sich nicht brechen lassen darf.“


Ob Weronika Krawczyk persönlich zur Preisverleihung kommen würde, war wegen des Strafmaßes bis vor kurzem ungewiss. Erst Mitte April 2026 erfolgte die Wende: Der polnische Präsident Karol Nawrocki unterzeichnete eine Begnadigungsurkunde, die sie vor dem Antritt ihrer Strafe bewahrte.

Auf der Gala sprach sie offen über die psychische Last der vergangenen Monate, über Depressionen und die Angst um ihre Familie, aber auch über die Kraft, die sie aus ihrem Glauben schöpfte.

In der Laudatio hob Msgr. Marek Gancarczyk, der Vorsitzende der Stiftung Opoka, hervor, dass Weronika Krawczyk ein „lebendiges Zeugnis für einen Glauben ist, der auf dem Felsen der kirchlichen Lehre steht“.

Die Preisträgerin betonte in ihrer Rede drei zentrale Punkte:

  • Der Glaube als Anker: Für sie sei der Glaube kein abstraktes Konzept, sondern die tägliche Kraftquelle, um sich selbst zu verleugnen und für das Richtige einzustehen.
  • Zivilcourage: Sie rief dazu auf, die Augen vor der „Abtreibungs-Untergrundszene“ nicht zu verschließen und jene zu schützen, die keine eigene Stimme haben.
  • Dankbarkeit: Ein besonderer Dank galt ihrem Ehemann Michał sowie den zahllosen Freiwilligen, die Petitionen für ihre Freilassung organisiert hatten.

Die Atmosphäre im Saal war von tiefer Ergriffenheit geprägt. Viele Gäste sahen in Krawczyk nicht nur eine Aktivistin, sondern eine Frau, die bereit war, für ihre christlichen Werte einen hohen persönlichen Preis zu zahlen.

Die Gala der Stiftung Opoka hat gezeigt, dass hinter großen moralischen Debatten immer konkrete menschliche Schicksale stehen. Weronika Krawczyk verließ die Bühne nicht nur mit einer Statue, sondern als Symbol für die Kraft der Überzeugung in einer unsicheren Zeit.

Foto: Weronika Krawczyk bei der Preisverleihung (c) Opoka


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Lebensschutz

  1. Zürcher ‚Marsch fürs Läbe‘ erneut nach Oerlikon verlegt
  2. Marsch für das Leben/Warschau: rund 40.000 Teilnehmer!
  3. Der 6. Münchner Marsch fürs Leben setzt ein starkes Zeichen für das Lebensrecht
  4. ALfA: Antrag zur „Versorgung bei Schwangerschaftsabbrüchen“ verfehlt wirkliche Hilfe für Frauen
  5. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  6. Prag: Tausende Demonstranten fordern bessere Hilfen für Schwangere
  7. Dezidiert pro-Life: Papst erhebt Leiter der Päpstlichen Akademie für das Leben zum Bischof
  8. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  9. Linksradikaler Anschlag auf Veranstaltungsort eines Lebensschutz-Treffens
  10. Spanische Bischofskonferenz besorgt über „Tendenz, Abtreibung zum Status eines ‚Rechts‘ zu erheben“






Top-15

meist-gelesen

  1. Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns jetzt JETZT!
  2. „Wir können nicht sagen, dass das, was 1.600 Jahre lang getan wurde, jetzt nicht mehr gültig sei“
  3. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  4. Kissler-Kritik an Papst Leo XIV.: „Fatale Botschaft“ bei Lampedusa-Besuch
  5. Denn sie wissen nicht, was sie fordern
  6. "Menschenhandel bleibt Menschenhandel"
  7. DANKE JUSTIN! - Kanadischer Sänger bringt Stadion während WM-Finale mit „Halleluja“ zum Schweigen!
  8. Gänswein wird 70: Kirchenkarriere wohl noch nicht am Ende
  9. Vatikan: Neues Café auf Kuppel des Petersdoms öffnet im Herbst
  10. Nach dem WM-Krimi um 3. Platz - England- und Frankreich-Stars vereint im Gebet
  11. Auf der Intensivstation zum ständigen Diakon geweiht: Pino Cannavò
  12. Kardinal Burke: ‚Die Synodalität muss gestoppt werden‘
  13. INSA-Umfrage: Relative Mehrheit der Deutschen lehnt Leihmutterschaft ab
  14. Krebs und Paradies – Das Leben des 17-jährigen David Buggi
  15. Birkenstock springt auf "Nun Girl Summer"-Trend auf: Animierte Filz-Nonne in Birkenstock-Sandalen

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz