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Wiener "Rosenkranz-Rapper" Freeman beim Papst

1. Mai 2026 in Kultur, keine Lesermeinung
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Künstler kniete vor Leo XIV. nieder, um sich segnen zu lassen, zeigte ihm seinen Rosenkranz und stellte sein Projekt "Rap Rosenkranz" vor - Freeman bezeichnete später die Segnung durch den Papst als "oberkrass"


Wien (kath.net/KAP) Der Wiener Rapper "Freeman Vienna" (bürgerlich: Philipp Michalitsch) hat am Mittwoch in Rom Papst Leo XIV. im Rahmen der Generalaudienz getroffen. In Begleitung des Innsbrucker Bischofs Hermann Glettler trat der Musiker vor den Papst, kniete vor ihm, um sich segnen zu lassen, zeigte ihm seinen Rosenkranz und stellte sein Projekt "Rap Rosenkranz" vor. Dabei überreichte die Gruppe auch ein Bild sowie eine begleitende Broschüre, die sein Musik- und Kunstprojekt vorstellt.

Nach der Begegnung veröffentlichte Freeman ein Video in sozialen Medien, das ihn gemeinsam mit Glettler rappend auf dem Petersplatz zeigt; der Bischof ist darin auch beatboxend zu sehen. Freeman bezeichnete die Segnung durch den Papst als "oberkrass" und als "besonderen Moment" in der Entwicklung seiner Gruppe, die neue Wege zwischen Kunst, Glaube und Gegenwart suche. Glettler wiederum würdigte den Sänger im Anschluss als "höchst faszinierende Künstler-Persönlichkeit", die ihre musikalischen Talente in den Dienst des Glaubens stelle.


Der Auftritt im Vatikan steht im Kontext eines längerfristigen künstlerischen und persönlichen Entwicklungsprozesses. Der Ursprung liegt in der Wiener Rap-Szene: Bei einem internationalen Rap-Battle 2019 in der Eventhalle Simm City ist Freeman während seines Auftritts sein Rosenkranz vom Hals abgerissen. Dieses Erlebnis bezeichnet er rückblickend als Wendepunkt, nach dem er seinen Erfolg bewusst Gott widmete. In den Folgejahren veränderte sich Freemans künstlerische Ausrichtung grundlegend. Aus der persönlichen Beschäftigung mit Glauben und Lebensfragen entstand der Wunsch, Spiritualität auch musikalisch auszudrücken, mit Songs wie zuletzt "Jesus lebt", "Erzengel Michael" und "Jahwe".

Aus dieser Entwicklung heraus entstand der "Rap Rosenkranz", ein Musik- und Kunstprojekt, das das traditionelle Rosenkranzgebet in eine zeitgemäße Form überträgt. Es richtet sich insbesondere an junge Menschen und verbindet Elemente moderner Musikkultur mit spiritueller Praxis. Die Idee dazu entwickelte Freeman während eines Aufenthalts im Wallfahrtsort Fatima; umgesetzt wurde das Projekt in Zusammenarbeit mit Partnern aus dem kirchlichen Umfeld. Unterstützt wird das Projekt außer von Bischof Glettler auch von Erzbischof Franz Lackner und dem Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky.

Textausschnitt aus dem "Rap Rosenkranz":
"2 Milliarden Menschen, du bist Teil von etwas Großem grad,
als Gläubiger, beten wir den Rosenkranz,
59 Perlen und mehr als nur ein Fashion Piece,
4 mal 5 Gesätze und ein Mensch, der es zum Besten gibt,
weil er den Besten liebt, der sein Leben gab,
denk daran, hast du mal einen schweren Tag".

VIDEO: Der "Rap Rosenkranz"


Rapper Freeman Vienna über seine Bekehrung 

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