Der „Die vier Jahreszeiten“-Komponist Antonio Vivaldi war katholischer Priester. Er seinen pastoralen Dienst am Altar jedoch nur sehr kurze Zeit regulär ausüben.
Wien (kath.net/rn) Wussten Sie schon? „Die vier Jahreszeiten“-Komponist Antonio Vivaldi war katholischer Priester. Wegen seiner markanten Haarfarbe war der barocke Meister als „il Prete Rosso“ bekannt. Die Melodien seiner „Vier Jahreszeiten“ gehören zu den bekanntesten Musikstücken der Weltgeschichte. Doch ein Detail im Lebenslauf des barocken Genies Antonio Vivaldi (1678–1741) ist heute vielen Menschen – selbst Musikliebhabern – völlig unbekannt: Der weltberühmte venezianische Komponist war ein geweihter katholischer Priester. Wegen seiner von Geburt an auffallend roten Haare wurde Vivaldi zeit seines Lebens ehrfürchtig wie auch liebevoll „il Prete Rosso“ (der rote Priester) genannt. Nach seiner Priesterweihe im Jahr 1703 konnte er seinen pastoralen Dienst am Altar jedoch nur sehr kurze Zeit regulär ausüben. Vivaldi litt unter schwerem Asthma – zeitgenössisch als „Enge in der Brust“ bezeichnet. Die körperliche Anstrengung während der Feier der Heiligen Messe löste bei ihm so schwere Anfälle aus, dass er den Altardienst abbrechen musste.Aufgrund dieser gesundheitlichen Einschränkung erhielt der junge Priester eine offizielle Befreiung (Dispensation) von der Pflicht, die Heilige Messe öffentlich zu zelebrieren. Stattdessen wurde ihm erlaubt, sich ganz der Musik zu widmen, um Gott auf künstlerische Weise zu preisen.Diese Fügung führte ihn an das „Ospedale della Pietà“ in Venedig, ein von Ordensschwestern geleitetes Waisenhaus für Mädchen. Für das dortige, hochtalentierte Frauenorchester und den Chor schrieb Vivaldi in den folgenden Jahrzehnten den Großteil seiner genialen Werke. Seine Musik, tief verwurzelt in seinem Glauben, entstand somit nicht in den großen Konzertsälen der Fürsten, sondern im Dienst christlicher Nächstenliebe und zur Verherrlichung Gottes.
wie eine Schwäche an einer Stelle zu Größe an anderer Stelle führte.
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