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Piusbruderschaft kritisiert ‚Doppelmoral‘ nach Verweigerung des Zutritts zur Basilika in Assisivor 5 Stunden in Weltkirche, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Der Distriktsobere der FSSPX für Italien verwies auf ein interreligiöses Treffen im Oktober in Assisi, nachdem einer Pilgergruppe seiner Gemeinschaft der Zugang zur Basilika verwehrt wurde.
Assisi (kath.net/jg)
Die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) hat gegen die ihrer Ansicht herrschende Doppelmoral protestiert, nachdem einer ihrer Pilgergruppen der Zugang zur Basilika in Assisi verwehrt worden war, obwohl im Oktober in der Stadt und in den Kirchen ökumenische und interreligiöse Veranstaltungen stattfinden werden.
Der Catholic Herald zitiert Gabriele D’Avino, den Distriktsoberen der FSSPX für Italien, mit den Worten: „Einmal mehr gibt es eine einladende Haltung gegenüber allen, selbst gegenüber den entferntesten Heiden der Welt, nicht jedoch gegenüber jenen, die ohne Kompromisse Kinder der römisch-katholischen und apostolischen Kirche bleiben wollen.“ 
Am 6. September war die italienische Pilgergruppe nach einer Fußwallfahrt von Bevagna zur Basilika in Assisi gekommen, in welcher sie zum Abschluss der Wallfahrt das Credo singen wollten. Laut einer Pressemitteilung der FSSPX wurde ihnen aufgrund ihres „neuen Status“ nach den Bischofsweihen vom 1. Juli, also als „Schismatiker und Exkommunizierte“, der Zugang zur Basilika verwehrt.
Den Pilgern wurde angeboten, die Basilika in kleinen Gruppen zum privaten Gebet zu betreten, aber nicht als Gemeinschaft für ein öffentliches Gebet. Vor diese Wahl gestellt lehnte die Gruppe das Angebot ab. Sie feierte den Abschluss der Wallfahrt im Freien vor der Basilika.
D’Avino kritisierte die Haltung der Verantwortlichen der Basilika, indem er auf die kommende interreligiöse Veranstaltung hinwies, die am 27. Oktober in ganz Assisi stattfinden wird.
Es ist der 40. Jahrestag des interreligiösen Treffens in Assisi mit Papst Johannes Paul II. im Jahr 1986. Der Papst traf sich damals mit Vertretern der orthodoxen Christen, Protestanten, Juden, Moslems, Hindus, Buddhisten und vieler anderer Religionen, um für den Weltfrieden zu beten.
Kritiker warfen Johannes Paul II. vor, die katholische Kirche und den katholischen Glauben auf eine Stufe mit anderen Religionen gestellt zu haben. Johannes Paul II. wies jede Form des Relativismus zurück und betonte die Bedeutung religiöser Gemeinschaften für den Frieden.
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Lesermeinungen| | Bilbo B. vor 12 Minuten | | | | Doppelmoral? Nachdem die Verantwortlichen der Piusbruderschaft entgegen der ausdrücklichen - ja geradezu flehentlichen - Bitte des Petrusnachfolgers zu den irregulären Bischofsweihen geschritten sind, würde man ihnen unaufrichtig was vormachen, wenn sie die katholischen Gotteshäuser als Gruppen offiziell weiter belegen könnten. Sind sich die Gläubigen der Piusbruderschaft überhaupt bewusst, dass das Beichtsakrament und die Eheassistenzen bei dieser Buderschaft seit dem 1. Juli 26 ungültig sind? Wird es ihnen von seiten der Bruderschaft gesagt? Bei anderen Glaubensgemeinschaften herrscht nach innen und nach aussen Klarheit, dass sie nicht katholisch sind. Das ist der entscheidende Unterschied! Die Piusbruderschaft soll nun ehrlich zu ihrem schismatischen Status stehen. Übrigens ersetzt der interreligiöse und interkonfessionelle Dialog in keiner Weise, die Einladung innerhalb der katholischen Kirche die Nachfolge Christi anzunehmen. |  0
| | | | | Paddel vor 29 Minuten | |  | Der Blick auf den Balken Hat sich die Piusbruderschaft zm interreligiösen Treffen angemeldet?
Würde mich interessieren, ob die Anmeldung akzeptiert werden würde.
Werden Sie dort angenommen, wäre der Verweis auf dieses Treffen hinfällig.
Dann würde mich interessieren, ob bei diesem interreligiösen Treffen Gebete/Feiern zum Beispiel von Buddhisten als eigene Gruppe, als Nebenveranstaltung in den Kirchen zugelassen werden würden.
Das interreligiöse Treffen ist ja im Grunde eine Gruppe in sich und wird als solche wahrgenommen und Feiern usw werden unter dieser Gruppierung stattfinden und nicht unter der Gruppierung von Buddhisten oder anderen religiösen Vertretern. Diese religiösen Gruppen beanspruchen also nicht für sich allein eine Kirche.
Denke für einen fairen Dialog muss man auch fair bleiben. Und nachsichtig, dass hie und da übers Ziel hinaus geschossen wird. Von beiden Seiten.
Leider blickt man stets nur auf den Balken. Herr, erbarme dich unser. Mea culpa, mea maxima culpa. |  0
| | | | | Kamillo vor 31 Minuten | | | | Grenzen sind keine mangelnde Hirtensorge @Cosmas, den Vorwurf der Doppelmoral kann ich nicht nachvollziehen. Ökumene bedeutet, mit Gemeinschaften anderer Konfessionen in Dialog zu treten. Hier liegt etwas völlig anderes vor: Die Piusbruderschaft beansprucht ausdrücklich, römisch-katholisch zu sein, widersetzt sich aber zugleich der Autorität dieser Kirche bis hin zu unerlaubten Bischofsweihen. Daraus kann schwerlich ein Anspruch entstehen, anschließend in einer katholischen Basilika öffentlich als Gemeinschaft aufzutreten. Den einzelnen Pilgern wurde der Zutritt zum persönlichen Gebet sogar angeboten. Niemand hat also „die Türen verrammelt“. Verweigert wurde die öffentliche Selbstdarstellung der Bruderschaft als Gemeinschaft. Das halte ich nicht für mangelnde Hirtensorge, sondern für eine notwendige Konsequenz. Ökumene kann nicht dazu dienen, die Folgen des eigenen Ungehorsams aufzuheben. |  0
| | | | | antony vor 2 Stunden | |  | Eine Gruppe, die per Schisma die eigene Exkommunikation herbeiführt, behauptet von sich, ... ... "ohne Kompromisse Kinder der römisch-katholischen und apostolischen Kirche" bleiben zu wollen.
Was soll man dazu noch sagen? |  4
| | | | | Cosmas vor 2 Stunden | | | | Wo bleibt die Ökumene? Wo bleibt die Hirtensorge? Hier zeigt sich tatsächlich, dass Rom mit zweierlei Maß mißt. Und gemäß dem himmelhoch gelobten Ökumenismus, müßte man die FSSPX zumindest wie die Orthodoxen behandeln, da man ja die "Rückkehr-ökumene" als überholt entsorgt hat. Es sorgt sich auch niemand in Rom um die "verlorenen Söhne". Stattdessen ist man froh, dass sie draußen sind und verrammelt alle Türen. Das ist hier sehr real und anschaulich geworden! |  0
| | | | | Versusdeum vor 3 Stunden | | | | Ist das jetzt eine selbsterfüllende Prophezeihung oder der Beleg, dass Pius recht hat? Die Antwort ist vermutlich ein sowohl-als-auch. "Dank" an Pius und an Rom: Das haben Sie prima "hingekriegt"! |  1
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