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Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin

vor 14 Stunden in Deutschland, 19 Lesermeinungen
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‚Sollte es nicht umgekehrt sein?‘, fragen sich viele, die das Video von dem Vorfall gesehen haben. Nach Bischof Wilmer empfing die Präsidentin der Synoder der Evangelischen Kirche in Deutschland die Kommunion.


Würzburg (kath.net/jg)
Ein Video, das in den sozialen Medien schnell verbreitet wird, zeigt Heiner Wilmer, designierter Bischof von Münster und amtierender Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), wie er während einer heiligen Messe die Kommunion aus den Händen einer Laiin empfängt. (Siehe Foto) Das Video wurde am 14. Mai 2026 auf dem Residenzplatz in Würzburg im Rahmen des 104. Deutschen Katholikentags aufgenommen, berichtet Infovaticana.

In dem Video ist zu sehen, wie Bischof Wilmer von einer Frau in Zivilkleidung, die als außerordentliche Kommunionshelferin fungierte, die Eucharistie gereicht bekommt. Die Aufnahmen stammen aus dem Eröffnungsgottesdienst des Katholikentags.

Die Szene hat erneut die Debatte über die sakramentale Disziplin und die Liturgie in der Kirche in Deutschland angefacht. Zwar sieht der Codex des Kanonischen Rechts (Canon 910) außerordentliche Kommunionshelfer vor, allerdings nur, wenn ein echter pastoraler Bedarf besteht. Der Kanon legt fest, dass „der ordentliche Spender der Heiligen Kommunion der Bischof, der Priester und der Diakon“ ist. Kritiker fragen jedoch, warum ein Bischof in einer großen Feier, bei der zahlreiche Kleriker anwesend waren, die Kommunion nicht selbst austeilt oder von einem Priester bzw. Diakon empfängt, sondern sich von einer Laiin bedienen lässt.


„Sollte es nicht eigentlich umgekehrt sein?“, lautet eine häufig gestellte Frage in den Kommentaren. Die Umkehrung der Rollen – ein Bischof, der die Kommunion von einer Laiin erhält – wird von vielen als Symbol für die fortschreitende „Laisierung“ der Liturgie in Teilen der deutschen Kirche gesehen.

Die Instruktion Redemptionis sacramentum (2004) der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung warnte ausdrücklich vor dem Missbrauch des Einsatzes außerordentlicher Spender, wenn Priester zur Verfügung stehen, und bezeichnete es als eine „verwerfliche“ Praxis, wenn Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich nicht an der Austeilung der Kommunion beteiligen, und diese den Laien überlassen. Dies würde das Wesen des Priesteramtes verschleiern, heißt es in der Instruktion.

Auffällig ist zudem, dass unmittelbar nach Bischof Wilmer auch Anna-Nicole Heinrich, Präsidentin der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), die Kommunion empfangen hat. Dies wirft zusätzliche Fragen zur eucharistischen Gastfreundschaft gegenüber protestantischen Christen auf.

Canon 844 §1 des Codex des kanonischen Rechts legt fest, dass „katholische Amtsträger die Sakramente rechtmäßig nur an katholische Gläubige spenden dürfen“, vorbehaltlich sehr konkreter Ausnahmen, die das Recht selbst vorsieht. Im Falle von Christen, die protestantischen oder evangelischen Gemeinschaften angehören, sieht Canon 844 §4 des Codex des kanonischen Rechts diese Möglichkeit nur in außergewöhnlichen Situationen vor: „Wenn Lebensgefahr besteht oder […] sie keinen Zugang zum Seelsorger ihrer Gemeinde haben und von sich aus darum bitten, sofern sie in Bezug auf diese Sakramente den katholischen Glauben bekennen und dazu bereit sind.“

Das Bild des Bischofs, der die Kommunion aus den Händen einer Laienfrau empfängt, erhält im Rahmen des von der Kirche in Deutschland initiierten Synodalen Weges eine besondere Bedeutung. Dieser Prozess hat systematisch die Ausweitung der Rolle der Laien – insbesondere der Frauen – in Funktionen gefördert, die bislang dem Klerus vorbehalten waren.

Zu den umstrittensten Vorschlägen des Synodalen Weges gehören gerade der Zugang von Frauen zum Diakonat, die Normalisierung der Laienämter in der Liturgie und eine größere Offenheit gegenüber der Interkommunion mit den Protestanten.

 


Foto: © Screenshot YouTube

 


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Lesermeinungen

 girsberg74 vor 4 Stunden 
 

Ad @Gandalf wegen @Patroklos „Ungehorsam“

Ihre Kritik trifft nicht den eigentlichen Punkt.

Die inhärente Kritik von @Patroklos besteht darin, dass unterschiedlich sanktioniert beziehungsweise nicht sanktioniert werde – anders ausgedrückt: Welche können sich etwas herausnehmen, andere nicht.


2
 
 serafina vor 6 Stunden 
 

Auszug aus INSTRUKTION Redemptionis sacramentum der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakram

Kapitel VIII
157. Wenn gewöhnlich eine Anzahl geistlicher Amtsträger anwesend ist, die auch für die Austeilung der heiligen Kommunion ausreicht, können keine außerordentlichen Spender der heiligen Kommunion beauftragt werden. In Situationen dieser Art dürfen jene, die zu einem solchen Dienst beauftragt worden sind, ihn nicht ausüben. Zu verwerfen ist das Verhalten jener Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich aber nicht an der Kommunionausteilung beteiligen und diese Aufgabe den Laien überlassen.


3
 
 naiverkatholik vor 6 Stunden 
 

"Evangelische Synodenpräsidentin erkennt katholische Eucharistielehre an....

...sie wird katholisch." Wenn man öffentlich so schreiben WÜRDE und das so laut sagen WÜRDE, könnte es sein, dass sie beim nächsten Mal die ehrlichere Variante wählt und als Gast innerlich an der Messe teilnimmt, aber (noch?) nicht zur Kommunion geht.


0
 
 Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 8 Stunden 
 

Die Würde des Papstes und die Würde des Heilandes

Wenn man 'Geschrei' um die angekündigte Bischofsweihe der FSSPX anschaut und die im Vorfeld angedrohten drakonischen und überzogenen Massnahmen, und dann die Vielzahl an Sakrilegien in Eucharistiefeiern hüben und drüben vergleicht, dann frage ich mich schon: Wo ist und bleibt die unendlich heilige (!) Würde der 2. Gottheit in Jesus Christus? Steht die Würde des päpstlichen Rechts über der Würde unseres Schöpfers? Wenn man z.T. die Wortwahl und Reaktionen in diesem Forum anschaut, dann ja: Bei der FSSPX fährt man verbal grobes Geschütz vor, in diesem Artikel jedoch verharmlost man ja direkt diesen unwürdigen Umgang mit dem Allerheiligsten ("Sensationslust veranstalten"). Kaum zu glauben.


3
 
 elmar69 vor 8 Stunden 
 

Keine Konzelebration

Der Bischof hat sich nicht an der Zelebration der Messe beteiligt, dafür mag es Gründe geben, die hier nicht genannt werden.

Ich denke nicht, dass es irgendein Verbot gibt, dass ein Bischof wie ein Laie an einer Messe teilnimmt.

Wenn er es tut, ist der Kommunionempfang durch den eingesetzten Kommunionhelfer völlig normal.

Im Gegensatz wäre es sehr merkwürdig, wenn er die Kommunionhelferin fortschicken und den Dienst selbst übernehmen würde.


1
 
 Hängematte vor 10 Stunden 
 

Einfach schade.

Und bei internationalen ökumenischen Veranstaltungen haben das auch nichtdeutsche Katholiken auszubaden, weil die Protestanten das so in Deutschland erleben und denken, dass Interkommunion auch in anderen Ländern akzeptiert wird. Resümee: Interkommunion in Deutschland blockiert die Ökumene europaweit!!!


2
 
 Wynfried vor 10 Stunden 

Es geht m. E. nicht darum, ein Unrecht gegen ein anderes aufzurechnen,

aber das Verhalten von Bischof Wilmer oder auch das von Kardinal Marx (Segnung von Homosexuellen) wird keinerlei Sanktionen nach sich ziehen, während die Bischöfe der Piusbruderschaft mit den schwersten Strafen belegt weden, die das Kirchenrecht kennt. Von daher gesehen stellt sich für mich durchaus die Frage nach der Verhältnismäßigkeit und sozusagen die Frage der Angemessenheit der Mittel.


4
 
 Gandalf vor 11 Stunden 

@Patroklos

Was ist das für eine "Fromme Logik"? Weil der eine einen Unsinn macht, ist der andere Unsinn dann auch erlaubt?

Wenn der eine lügt und betrügt, darf ich das auch oder?


4
 
 Patroklos vor 11 Stunden 
 

Ungehorsam

Und da sagt noch jemand, die Piusbruderschaft wäre ungehorsam?
Hier wird öffentlich gegen geltendes Kirchenrecht verstoßen!
Wo bleiben die Sanktionen? Wo bleiben Strafandrohungen aus Rom?
Wieder ein Grund mehr, die anstehenden Bischofsweihen der Piusbruderschaft zu begrüßen.


5
 
 Alpenglühen vor 12 Stunden 

@Christianlay - Bitte den Artikel genau lesen und das Bild genau anschauen!

Ich will Bf. Wilmer nicht verteidigen! Im Gegenteil, es müßten ein paar mehr als deutliche „Takte“ mit ihm gesprochen werden. Aber der Ärger über sein Verhalten darf auch nicht zu falschen Aussagen führen.
Der Artikel rügt, daß Bf. Wilmer sich nicht beteiligte, die Hl. Kommunion auszuteilen. Daß er dazu auch noch die hl. Kommunion aus der Hand einer Laiin empfing. Und nach ihm empfing die Präsidentin der Synode der (EKD) die hl. Kommunion. Habe ich das auf dem Bild wenige, Erkennbare richtig mit einem Bild dieser Präsidentin aus dem Internet abgeglichen, müßte es sich um die Person am rechten Bildrand handeln, zu sehen im Seitenprofil……
@Johannes14,6: Die Person im Vordergrund, Seitenprofil, graue Haare, Brille (dkle Bügel), schwarzer Mantel (?), die rechte Hand zum Mund führend ist eindeutig Bf. Wilmer.
@Christine: Man könnte den Artikel auch in Anlehnung an Mt 18,15-17 sehen. Wobei es sich nicht ganz vermeiden läßt, daß bei Rüge eines Verhaltens auch die Person etwas „abbekommt“.


2
 
 Kostadinov vor 13 Stunden 

Ich muss mich leider wiederholen...

...wenn sich da so ein ungehorsamer Piusbruder einen Notstand zusammenzimmern will, werden ihm die Argumente noch hinterher getragen. Es scheint zu gelten, dass jeder machen kann, was er will, so lange er mit der Tradition nix am Hut hat. Deswegen können viele die verfahrensmässig und juristisch korrekte Exkommunikation bei unerlaubten Bischofsweihen schwer ernst nehmen...


4
 
 Christine vor 13 Stunden 

"Die Instruktion Redemptionis sacramentum (2004) der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung warnte ausdrücklich vor dem Missbrauch des Einsatzes außerordentlicher Spender, wenn Priester zur Verfügung stehen, und bezeichnete es als eine „verwerfliche“ Praxis, wenn Priester, die an der Zelebration teilnehmen, sich nicht an der Austeilung der Kommunion beteiligen, und diese den Laien überlassen. Dies würde das Wesen des Priesteramtes verschleiern, heißt es in der Instruktion."

Die Ausführungen von Rom sind eindeutig und unzweifelhaft.

Ja, auch die deutschen Bischöfe sollten sich an die Vorgaben halten.

Aber muss man deshalb der Sensationslust frönen und so ein Geschrei veranstalten?

Traurig genug. Sollte das nicht vielmehr ein Anlass sein, für die deutschen Bischöfe, Priester und die gesamte Kirche zu beten (wozu jeder einzelne verpflichtet ist) und das Erbarmen Gottes herabzurufen?

Wer ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein...


1
 
 Johannes14,6 vor 13 Stunden 
 

Ist es sicher, daß es sich um Bischof Wilmer handelt ?

Und wieso konzelebriert er nicht ?

Werden "Redemptionis sacramentum" und Canon 844 §1 überhaupt noch irgendwo beachtet ?


4
 
 ab55 vor 13 Stunden 
 

Vor 4 Jahren beim Katholikentag in Stuttgart ...

hat beim Eröffnungsgottesdienst die islamische Präsidentin des Landtages von BaWü die Kommunion empfangen und beim Abschlußgottesdienst der damalige Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages de Maizière die 1. Lesung (in einfacher Sprache) gelesen und ebenfalls sogar aus der Hand von Bischof Bätzing die Kommunion empfangen.


3
 
 ab55 vor 13 Stunden 
 

Vor 4 Jahren beim Katholikentag in Szuttgart

hat die Islam-gläubige Vizepräsidentin des Landtages von BaWü die Kommunion gereicht bekommen und der damalige Präsident des Deutschen Evangelischen Kirchentages de Maizière hat beim Abschlußgottesdienst die 1. Lesung gelesen und aus der Hand von Bischof Bätzing die heilige Kommunion empfangen.


5
 
 Jothekieker vor 13 Stunden 
 

Schrecklich

Ich bin erschüttert.


6
 
 Christianlay vor 13 Stunden 
 

Was interessiert mich das Kirchenrecht!

Von der Piusbruderschaft wird verlangt, daß sie sich an das geltende Kirchenrecht zu halten habe und somit keine Bischöfe weihen dürfe,aber Bischof Wilmer setzt dies für sich souverän außer Kraft, indem er eine unerlaubte Kommuionausteilung selbst vollzieht!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot


6
 
 la gioia vor 14 Stunden 
 

Beim Lesen dieses Textes und dem Betrachten dieses Fotos bin ich froh, mit einer 20 minütigen Autofahrt die Möglichkeit zu haben, eine hl. Messe bei der Piusbruderschaft mitfeiern zu können.
Ich bin nicht regelmäßig dort, aber manchmal fühle ich mich regelrecht dorthin getrieben - z.B. bei Vorkommnissen wie den oben beschriebenen....


6
 
 Freude an der Kirche vor 14 Stunden 
 

Reinigung

Die Amtskirche (weltweit) muss zusammenbrechen. Der Heilige Rest kann dann entweltlicht neu anfangen.


6
 

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