Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  4. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Wahrheit ist heilsrelevant
  7. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  8. 'Armutsindustrie' in der Kritik: Statistik misst Ungleichheit, nicht echte Not
  9. Polnische Bischofskonferenz bejaht in Positionspapier die Ehe nur „zwischen Mann und Frau“
  10. Ritus, Zeichen und Symbol: Der Weg zum Mysterium
  11. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  12. Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“
  13. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  14. Schönborn: Glaube braucht Tradition und kirchliche Einheit
  15. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“

Papst an Pfadfinder: „Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes“

vor 2 Tagen in Jugend, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Leo XIV. empfängt Katholische Pfadfinder Europas/Italien: „Ihr begleitet Jungen und Mädchen hin zur Begegnung mit Jesus, dem Meister des guten Lebens, dem treuen Freund, dem gerechten und starken Wegführer auf unserer Reise“ - Text in voller Länge


Vatikan (kath.net/pl) kath.net dokumentiert die Ansprache von Papst Leo XIV. an die Mitglieder der italienischen Vereinigung der Katholischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas in der Audienzhalle am Montag, 1. Juni 2026 in voller Länge in eigener Übersetzung:

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Der Friede sei mit euch!

Liebe Brüder und Schwestern, guten Morgen und herzlich willkommen!

„Wenn Gott es will – für immer!“ Dies ist das Motto, das ihr für das fünfzigjährige Bestehen eurer Vereinigung gewählt habt. Da ich das Vergnügen habe, euch nur wenige Tage nach dem Hochfest Pfingsten zu begegnen – dessen Name wörtlich „der Fünfzigste“ bedeutet –, hoffe ich, dass dieses freudige Jubiläum für euch wie ein neues Pfingsten sein wird. Möge der Heilige Geist auf jeden Einzelnen von euch herabkommen, so wie er auf die im Abendmahlssaal versammelten Apostel herabkam (vgl. Apg 2,1). Die Apostelgeschichte erinnert uns daran, dass die Gabe des Geistes das Leben belebt, uns für die Sendung öffnet und Verständnis zwischen verschiedenen Sprachen schafft (vgl. Apg 2,4): Tatsächlich hilft uns die Gabe des Auferstandenen Christus, immer neue Wege zu finden, um Zeugnis für die Schönheit des Glaubens abzulegen. Diese Verkündigung des Heils ist voller Hoffnung und ermutigt uns, bei jeder Entscheidung, die wir im Leben treffen, und bei all unseren Werken recht zu handeln.

In den vergangenen fünfzig Jahren hat die Italienische Vereinigung der Katholischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas einen spezifischen pädagogischen Ansatz gefestigt, um das Zeugnis des Glaubens zum Ausdruck zu bringen. Unter Verwendung der Werkzeuge, die ganz im Sinne der Vision von Baden-Powell entwickelt wurden, begleitet ihr Jungen und Mädchen hin zu einer Begegnung mit Jesus – dem Meister des guten Lebens, dem treuen Freund, dem gerechten und starken Wegführer auf unserer Reise.


Das Leben unter freiem Himmel und der Kontakt zur Natur sind unverzichtbare Dimensionen eurer Tätigkeit; sie künden von der Güte Gottes durch jene Spuren, die der Schöpfer selbst in der Schöpfung hinterlassen hat.

Ihr verbindet auf kluge Weise das Buch der Natur mit dem Wort Gottes, das dem Lauf der Geschichte ihren Sinn bewahrt und uns trägt, wenn der Lebensweg uns auf die Probe stellt. Wie aus einer Quelle frischen Wassers lade ich euch ein, aus der Heiligen Schrift zu schöpfen, um eure Erfahrungen des menschlichen und geistlichen Wachstums zu erhellen und zu stärken – sowohl auf persönlicher Ebene als auch innerhalb der Gemeinschaft. Wie Papst Franziskus sagte: „Ich lade euch ein, [das Evangelium] stets bei euch zu tragen – als euren Wegweiser; denn das Evangelium ist der wahre Wegweiser für die Reise des Lebens –, und es jeden Tag aufzuschlagen, denn das Evangelium ist die Landkarte für das Leben“ (Ansprache an die Internationale Union der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas, 3. August 2019).

Liebe Pfadfinderleiterinnen und -leiter, das Evangelium ist weit mehr als nur ein Buch: Es ist die Person Christi selbst – eine Frohe Botschaft für eine Menschheit, die durch so viel Übel verwirrt, getäuscht und desillusioniert ist. Er stillt unseren Durst nach Gerechtigkeit und Wahrheit und schenkt uns den Mut, beharrlich das Gute zu tun und uns ganz persönlich in den Dienst unserer Nächsten zu stellen. Ihr legt Zeugnis ab für dieses Engagement zugunsten der jungen Menschen, die eurer Obhut anvertraut sind: Die Konsequenz eures Lebenswandels und die Reife eurer Entscheidungen sind in ihren Augen ein überaus wichtiges Vorbild, das ihnen hilft, zu wachsen. Lebt daher gemeinsam mit ihnen die Schönheit des Glaubens im täglichen Handeln und im gemeinsamen Gebet, in den Sakramenten und in der Unterscheidung der persönlichen Berufung eines jeden Einzelnen. Antwortet großherzig auf den Ruf Christi, der euch einlädt, die Gipfel zu erklimmen, die Segel zu setzen und gemeinsam den Weg der Tugend zu beschreiten.

Die Priester, die euch als Assistenten zur Seite stehen, sind ein Garant für die Verbundenheit zwischen der Kirche und eurem Verband: Sie üben ihren priesterlichen Dienst im Dienst an den jungen Menschen und an eurer Leitung aus und teilen mit euch die Verantwortung für die pädagogische Arbeit sowie für das geistliche Wachstum der Jugend.

Die Pfadfindermethode stellt den Menschen in den Mittelpunkt und widmet sich sorgsam allen Aspekten seiner Beziehungen und seines menschlichen Reichtums. Die pädagogische Ausrichtung eures Verbandes findet in diesem Zusammenhang ihren Ausdruck in der Erziehung in getrennten Gruppen für Jungen und Mädchen, um jeder Gruppe eine ganz spezifische Aufmerksamkeit widmen zu können. Auf diese Weise die grundlegenden Wesensmerkmale des Frau- und Mannseins zu erkunden, stellt einen vorbereitenden Schritt hin zu einer authentischen und bewussten Begegnung mit dem „Anderen“ dar – eine Begegnung, die das gegenseitige Wachstum fördern kann. Die Heranbildung guter Christen und guter Staatsbürger ist das Ziel der Pfadfindermethode; erreicht wird dieses Ziel durch die Erziehungspartnerschaft zwischen den Leitern und jedem einzelnen Mädchen und Jungen auf den verschiedenen Etappen ihres Weges. In diesen historisch komplexen Zeiten schätze ich zudem Ihre Entscheidung als Verband, ein Gefühl europäischer Identität zu fördern – nicht auf politischer, sondern auf kultureller Ebene –, indem Sie Ihr Engagement für den Aufbau eines Europas der Völker – und nicht bloß der Wirtschaft – erneuern, das durch die höchsten Werte des christlichen Humanismus geeint ist.

In diesem Sinne ist der Dienst jenes Element, das alle Bestandteile der Methode Baden-Powells miteinander verbindet: Er steht im Herzen seiner pädagogischen Philosophie. Dienen bedeutet, seine Fähigkeiten und seine Zeit anderen zur Verfügung zu stellen – vollkommen freiwillig und ohne eine Gegenleistung zu erwarten. Durch den Dienst werden Altruismus, Solidarität, die Sorge um andere sowie ein Gefühl für soziale Verantwortung entwickelt. Im Glauben gelebt, befreit uns der Dienst von der Neigung zu Ichbezogenheit, Gleichgültigkeit und Verschlossenheit; er öffnet uns für die Erfahrung von Gemeinschaft und für das Bewusstsein der Verantwortung – von den kleinen Dingen, die gut getan werden, bis hin zur gegenseitigen Fürsorge. Das Abenteuer des Pfadfindertums hilft uns zu entdecken, wie unsere Menschlichkeit durch das Wirken Gottes – des wahren Erziehers unser aller – erhellt und aktiviert wird.

Foto aus dieser Veranstaltung (c) Vatican Media


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 Versusdeum vor 27 Stunden 
 

@rosenstaedter

Nun, ja, akuell klingt das eher dünn und wie der Werbeprospekt einer Firma: "Im Rahmen der Vision und Strategie bis 2025 wird folgende Vision verfolgt: 'Jungwacht Blauring ist die stärkste und anerkannteste Marke für hochwertige und sinnvolle Freizeitgestaltung in der Deutschschweiz.'"
Zum vorher beschriebenen siehe die Photos auf der Titelseite im Link ("Knöpfe" unter dem obersten Bild klicken), das Webseitenmenü verbirgt sich unter der Lilie.

www.kpe.de/


0
 
 Versusdeum vor 27 Stunden 
 

Perfekt für unsere heutige Zeit

Echte Abenteuer in freier Natur (statt 2D mit Chipstüte auf der Couch z.B. Geländespiele, Übernachten im Freien, Lagerbauten mit Baumstämmen und Zeltplanen selbstr errichten und darauf kochen und brutzeln, andere Länder erkunden oder auf einem selbstgebauten Floß paddeln) und dazu ein ganz selbstverständliches religiöses Leben - Das formt Persönlichkeiten, auch und gerade, weil zumindest die Pfadfinderarbeit der KPE immer un(kirchen)politisch war und Glaube und Kirche ganz selbstverständlich positiv vermittelte (anders als manch anderer kirchlicher Jugendverband, die teils selten offen rebellisch waren).


1
 
 Wilolf vor 36 Stunden 
 

@rosenstaedter: Keine Sorge,

die katholische Pfadfinderschaft Europas ist auch heute noch katholisch. So richtig die Zukunft der katholischen Kirche des Abendlandes. Geistlich betreut wird sie von den Servi Jesu et Mariae (siehe Link).

www.sjm.net/


3
 
 rosenstaedter vor 2 Tagen 
 

Für mich als Bube war nur die "Jungwacht" katholisch!

Die von der reformierten Konkurrenz liefen in seltsamen Uniformen umher, standen stramm und nicht wie wir Jung und Frei in Zivil, an besonderen Tagen im grünen "Jungwacht" Gewand!

Die Mädchen vom "Blauring" waren für uns so weit weg wie der damalige Planet "Pluto"!

Ich weiss nicht ob es damals in unserer Gemeinde katholische Pfadfinder gab.

Meiner Mutter war es recht wenn wir am Samstag nach der Jungwacht mit Ruhm und Schlamm bedeckt nach Hause kamen.


0
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu







Top-15

meist-gelesen

  1. SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz - ANMELDUNG noch bis 22. JUNI!
  2. Episkopale Arbeitsverweigerung in einem kleinen Video
  3. Bischof Heiner Wilmer empfängt Kommunion aus den Händen einer Laiin
  4. Weltweiter Rosenkranz für den Frieden am 30. Mai mit Papst Leo XIV. – Übertragung aus dem Vatikan
  5. Der synodale Prozess, eine Totgeburt von Anfang an!
  6. Großbritannien: Blühende Tradi-Franziskaner-Kommunität steht vor der Auflösung
  7. Er starb, weil er die Ehe verteidigte
  8. EWTN-Chefin Maria Montserrat Alvarado wird neue Kommunikationspräfektin
  9. Martin Mosebach: ‚Die Nichtnagetiere betreten das sinkende Schiff‘
  10. Kardinal Kasper warnt deutsche Kirche vor Arroganz: „Beste Methode, sich unbeliebt zu machen“
  11. RTL-Journalistin Liv von Boetticher: „Habe die Bundespolizei zwei Nächte lang auf Streife begleitet“
  12. Abtreibung mit Holocaust verglichen? Geistlicher vom Religionsunterricht freigestellt
  13. Erbärmlich! Lieber Peter Thiel, die meisten Österreicher sind nicht so!
  14. Das brennende Herz des heiligen Philipp Neri: Ein wissenschaftlich dokumentiertes Pfingstwunder
  15. Rekordbeteiligung bei traditioneller Wallfahrt nach Chartres - Mehr als 20.000 Teilnehmer

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz