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Sechster Weltkongress der Barmherzigkeit in Vilnius beginnt

vor 12 Stunden in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Tausend Gläubige aus rund 50 Ländern in Litauens Hauptstadt erwartet


Vilnius (kath.net/KAP) In Vilnius beginnt am Sonntag der sechste Apostolische Weltkongress der Barmherzigkeit (WACOM). Auf Einladung der Erzdiözese Vilnius und des Vatikan-Dikasteriums fur die Evangelisierung werden mehrere Tausend Gläubige aus rund 50 Ländern in Litauens Hauptstadt erwartet, berichtete der gastgebende Erzbischof Gintaras Grusas bei einer Pressekonferenz. Im Rahmen des sechstägigen Kongresses unter dem Leitwort "Aufbau einer Stadt der Barmherzigkeit" finden eine theologische Konferenz und mehrere Dutzend Gottesdienste, Gebetsveranstaltungen und kulturelle Angebote in Vilnius statt. Wichtigster Schauplatz ist das Areal um die Herz-Jesu-Kirche in Vilnius, das nach 80 Jahren erstmals wieder öffentlich zugänglich ist.


Es gehe darum, Gottes Barmherzigkeit in der heutigen Welt neu zu entdecken und zu bezeugen, schrieb Erzbischof Rino Fisichella, Pro-Präfekt der vatikanischen Evangelisierungsbehörde, in einer Einladung. Die Kongressteilnehmer werden unter anderem auf dem "Weg der Barmherzigkeit" in Vilnius pilgern und sich an Wohltätigkeitsinitiativen beteiligen. Schon am Samstag findet vorab ein Jugendfestival statt.

Unter den prominenten Gästen des Kongresses sind der orthodoxe Ökumenische Patriarch Bartholomaios I., der polnische Kardinal Grzegorz Rys aus Krakau, der als Förderer der "Alpha-Kurse" bekannt gewordene anglikanische Priester Nicky Gumbel und auch die ukrainische Caritas-Präsidentin Tetiana Stawnychy.

Der Aufruf zu Barmherzigkeit gehörte zu den zentralen Themen der Amtszeiten von Papst Franziskus (2013-2025) und Johannes Paul II. (1978-2005). Neben nationalen und kontinentalen Barmherzigkeits-Kongressen gibt es seit 2008 auch die von der vatikanischen Evangelisierungsbehörde organisierten Weltkongresse mit diesem Schwerpunkt. Sie finden in der Regel alle drei Jahre statt. Schauplätze waren bisher Rom, Krakau, Bogota, Manila und zuletzt 2023 Apia auf Samoa.

Die Initiative zu den Kongressen ist eng mit der im Jahr 2000 von Johannes Paul II. heiliggesprochene Ordensfrau und Mystikerin Faustyna Kowalska (1905-38) verbunden. In ihren Visionen spielte die Göttliche Barmherzigkeit eine zentrale Rolle, weshalb die Heilige auch "Apostelin der Barmherzigkeit" genannt wird. Kowalska lebte zwischen 1933 und 1936 in Vilnius. Ihr damaliger Beichtvater, der Priester Michal Sopocko (1888-1975) war der erste, der ihren Visionen Glauben schenkte. (Website: https://wacomvilnius.org)

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