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Keine Strafen für Baseball-Spieler wegen Bibelversen auf Kappen mit Regenbogen27. Juni 2026 in Chronik, 3 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Die MLB respektiere sowohl das Recht der Spieler und Fans, ihren religiösen Glauben auszudrücken, als auch die Unterstützung für die LGBTQ-Bewegung, stellte der Geschäftsführer der Liga klar.
San Francisco (kath.net/jg)
Rob Manfred, Commissioner (Geschäftsführer) der US-Baseballliga Major League Baseball (MLB), hat Senator Josh Hawley mitgeteilt, dass die Spieler der San Francisco Giants keine Strafen oder Disziplinarmaßnahmen zu erwarten haben, weil sie Bibelverse auf ihren mit Regenbogensymbolen bestickten Kappen geschrieben haben, die sie anlässlich der „Pride Night“ tragen sollten.
Senator Hawley hatte Manfred am 16. Juni einen Brief geschrieben, in welchem er gefragt hatte, warum die MLB -Spieler verwarnt wurden, die sich während eines Spiels in der „Pride Night“ von San Francisco öffentlich zu ihrem christlichen Glauben bekannt hatten.
In einem Schreiben vom 19. Juni, das Hawley auf X veröffentlichte, erklärte Manfred, dass die Liga zunächst routinemäßig eine „mündliche Verwarnung“ ausgesprochen habe, berichtet der Sender Fox News. Die Verwarnung erfolgte jedoch, bevor die MLB erfahren habe, dass die Spieler der Giants nicht klar darüber informiert worden waren, dass sie die regulären Kappen tragen durften und nicht zur Teilnahme an der „Pride“-Aktion verpflichtet waren. „Die Spieler wurden weder mit Geldstrafen belegt noch diszipliniert, und das wird auch künftig nicht geschehen“, betonte Manfred. 
Die Auseinandersetzung begann während des Spiels der Giants in der „Pride Night“ am 12. Juni. Mehrere Spieler hatten Bibelstellen auf die regenbogenfarbenen Kappen mit dem „Pride“-Logo geschrieben. Einer von ihnen notierte beispielsweise „Genesis 9:12-16“ – eine Passage, in welcher der Regenbogen als Zeichen des Bundes Gottes mit den Menschen nach der Sintflut beschrieben wird.
Die MLB sah darin zunächst einen Verstoß gegen die Uniform-Regeln, die das Verändern von Spielkleidung oder Ausrüstung verbieten. Diese Regel sei mit der Spielergewerkschaft ausgehandelt worden und gelte unabhängig vom Inhalt der Botschaft, so Manfred. Ziel sei es, zu verhindern, dass Spieler in Uniform zu Sprachrohren für politische oder gesellschaftliche Themen werden.
Manfred räumte nun ein, dass die Kommunikation der Giants mit den Spielern in diesem Jahr „unzureichend und unklar“ gewesen sei. Einigen Spieler sei nicht klar gewesen, dass sie die normale Kappe tragen durften. Tatsächlich verzichtete mindestens ein Spieler auf die Pride-Kappe und trug stattdessen die Standardversion.
Die Liga habe seit 2023 grundsätzlich spezielle Uniformen für Themenabende eingeschränkt, mache aber für die Giants (San Francisco) und Dodgers (Los Angeles) eine Ausnahme, da beide Teams in Städten mit großen LGBTQ-Gemeinschaften spielen und diese unterstützen wollen. Voraussetzung sei jedoch, dass kein Spieler oder Mitglied der Mannschaft zur Teilnahme gezwungen werde.
Senator Josh Hawley wertete Manfreds Antwort als Eingeständnis, dass die Liga falsch gehandelt habe, indem sie die Spieler wegen des Ausdrucks ihres christlichen Glaubens bedroht habe. Die Kontroverse hat auch das US-Justizministerium auf den Plan gerufen. Harmeet Dhillon, Assistant Attorney General für Bürgerrechte, hat den Fall an die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC) verwiesen. Es wird geprüft, ob es sich um religiöse Diskriminierung handeln könnte.
Manfred betonte in seinem Schreiben, die MLB respektiere sowohl das Recht der Spieler und Fans, ihren religiösen Glauben auszudrücken, als auch die Unterstützung für die LGBTQ-Bewegung.
Der Commissioner der MLB hat weitreichende Kompetenzen, Spieler, Teams oder andere Beteiligte zu bestrafen. Er kann zum Beispiel Sperren oder sogar Geldstrafen verhängen.
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Lesermeinungen| | Versusdeum 28. Juni 2026 | | | | @verkuender Das kann ich leider nicht mehr sagen. Es war jedenfalls ein Interview mit einem Spieler der Fußball-Nationalmanschaft im O-Ton. Soweit ich mich erinnere im Radio und dann sehr sicher in BR24 (B5 aktuell), weil ich das bis damals noch hörte. Wie er es ausgedrückt hatte, weiß ich nicht mehr, aber es war klar: Die Aktion(en) war(en) im Vorfeld abgesprochen und wer nicht mitmachen wollte, durfte eben auch buchstäblich nicht mitspielen. Das erklärt auch, dass sogar komplette Nationalmannschaften niederknieten (für verfolgte Christen undenkbar!), was angesichts naturgemäß sehr unterschiedlicher Biographien als freiwillige Aktion extrem ungewöhnlich wäre. Einmal wagte es irgendein Spieler (GB?), ganz normal stehenzubleiben, was ihm viel Kritik einbrachte. Aggressive Ideologie eben.
Das beste zum Thema kam aus den USA (hier gemeldet?): Sie, weiß, trug ein Shirt mit "black lifes Matter", er, schwarz, trug "white lifes Matter" und der etwas 10-jährige Sohn "all lifes Matter". Ganz große Klasse! |  0
| | | | | verkuender 28. Juni 2026 | | | | @versusdeum Um welchen Nationalspieler handelt es sich? Ich konnte kein entsprechendes Statement finden, auch kein verklausuliertes. Kurze Info wäre klasse. Danke! |  0
| | | | | Versusdeum 27. Juni 2026 | | | | Von wegen keine Ideologie "Ziel sei es, zu verhindern, dass Spieler in Uniform zu Sprachrohren für politische oder gesellschaftliche Themen werden." Und wenn man Spieler zwingt, etwas politisches zu tragen (oder wie hier angeblich "vergisst", ihnen zu sagen, dass sie es nicht müssen), dann werden sie nicht zu "Sprachrohren für politische oder gesellschaftliche Themen"? Ach so, die eigene Ideologie ist natürlich OK, nur die Meinung Andersdenkender oder die Glaubensfreiheit von Christen nicht (bei Moslems ist man da ja "toleranter" unterwürfig.
Es sei nochmal an das Interview mit einem dt. Nationalspieler erinnert, der damals etwas verklausuliert, aber unmissverständlich, sagte, wer vor dem Spiel nicht für "Black Lifes Matter" knien wolle, werde gar nicht erst aufgestellt. Ideologie statt Fähigkeiten also, wie bei Quoten & Co.! Gott sei Dank haben sie bei dieser WM die aggressiven Ideologien ausgeblendet, die mehrfach den Ball zur Nebensache gemacht und ein frühes "Aus" der dt. Teams mitverursacht hatten. |  0
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