Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Wenn die Falschbehauptung einer evangelischen Sängerin zum Eklat bei einer Musiksendung führt
  2. Vatikan untersagt jährlicher Wallfahrt im Rahmen der überlieferten lateinischen Liturgie den Zutritt
  3. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  4. AfD-Gemeinderat muss Katholische Landjugendbewegung verlassen
  5. Vatikan sieht Kirche vor Traditionsbruch
  6. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  7. „Menschen können die Kirche weder reformieren noch nach eigenem Gutdünken eine neue gründen“
  8. „Die trügerische Taktik der stillen Revolution“
  9. Papst vor jüdischer Delegation: Die Kirche duldet keinen Antisemitismus, sie bekämpft ihn
  10. Papst Leo sagt die Assisi-Reise ab!
  11. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  12. Chick-fil-A-Chef stellt klar: Keine Öffnung an Sonntagen – das wird sich nicht ändern
  13. Herabstürzendes Kruzifix tötet Priester während der Messe
  14. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  15. Nordische Bischöfe: Europa sucht bei der Migration „nach einem neuen Gleichgewicht“

"Österreich-Feier" im Stephansdom mit Lichterprozession und Pummerin

vor 1 Stunden in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Emeritierter Bischof Küng leitete traditionellen Gottesdienst zum 26. Oktober - Wiener Stephansdom ein "Zeuge für Zusammenhalt" - Bitte um Frieden in der Welt - Küng: Christlicher Glaube gibt Zuversicht und Hoffnung


Wien (kath.net/KAP) Zu Dankbarkeit und Zuversicht hat der emeritierte Bischof Klaus Küng bei der traditionellen Marienfeier am Nationalfeiertag im Wiener Stephansdom aufgerufen. Trotz Kriegen, rückläufiger Glaubenspraxis und gesellschaftlicher Veränderungen gebe es neben Gründen zur Sorge auch Anlass für einen "gut begründeten Optimismus", sagte Küng in seiner Predigt. Die Feier "Schutzfrau Österreichs" am Montagabend umfasste einen mit Mozarts Credo-Messe festlich gestalteten Gottesdienst mit festlicher Kirchenmusik, eine Lichterprozession und das Geläute der Pummerin, der größten Glocke Österreichs.

Der Stephansdom sei nicht nur ein Wahrzeichen Wiens, sondern "die in Stein gemeißelte Erinnerung an die bewegte Geschichte unseres Landes" und ein "Zeuge für Zusammenhalt", erinnerte Küng an den von allen Bundesländern mitunterstützten Wiederaufbau des Doms nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit der Marienfeier am Nationalfeiertag sage man auch Dank für die Freiheit seit dem Staatsvertrag von 1955 und für den in den Jahrzehnten seither gewährten Frieden.

Österreich habe viele Gründe, Gott zu danken, betonte Küng. Das Land erfreue sich eines beachtlichen Wohlstands, im Wesentlichen herrschten Frieden und Sicherheit. Auch das Gesundheitswesen sei trotz mancher Probleme beachtlich. Bildung, Kunst und Kultur müssten sich ebenfalls nicht verstecken. 


Zugleich gebe es Sorgen, die am Nationalfeiertag Anlass zu Gebeten und Bitten an Gott seien, so der frühere Diözesanbischof von Feldkirch (1989-2004) und St. Pölten (2004-2018). Besonders wichtig sei die Bitte um Frieden in der Welt. Die Kriege in der Ukraine und im Nahen Osten verursachten großes Leid und könnten jederzeit zu einer Gefahr für die ganze Welt werden, sagte Bischof Küng.

Sorge bereite ihm auch der Rückgang der Glaubenspraxis, auch wenn es erste Zeichen eines neuen Aufschwungs gebe, wie der Bischof sagte. Es gebe zu wenige Priester und zu wenige Christen, die ihren Glauben praktizierten. In den vergangenen Jahrzehnten habe sich zudem die staatliche Gesetzgebung zunehmend vom christlichen Menschenbild gelöst. Küng verwies auf die Fristenlösung und den assistierten Suizid. Auch Bestrebungen auf EU-Ebene, Abtreibung zu einem Recht zu machen, die Euthanasie auszuweiten und Leihmutterschaft überall zu ermöglichen, kritisierte er.

Küng: Früher oder später erwacht die Sehnsucht nach Gott

Trotz dieser Entwicklungen gebe es hinsichtlich der Glaubenspraxis einen "gut begründeten Optimismus". In den Herzen der Menschen erwache früher oder später die Sehnsucht nach Gott, nach Vergebung, Heilung und geistiger Heimat, sagte Küng. Er berichtete von einem Mann, der nach seinem Kirchenaustritt wieder in die Kirche aufgenommen werden wollte, und von einer jungen Frau, die sich als Erwachsene erstmals intensiv mit dem Glauben beschäftigte und schließlich die Sakramente empfing.

Der Mensch sei als Abbild Gottes geschaffen und von Gott geprägt, "ob er daran glaubt oder nicht, ob er es beachtet oder nicht", so Küng weiter. Die Entdeckung des Glaubens und die Begegnung mit Christus könne zu innerem Frieden führen und neue Hoffnung schenken. 

In der Kirche habe es immer "ein gewisses Auf und Ab gegeben" und sie habe "schon schwierigere Zeiten und Situationen überstanden", zeigte sich der emeritierte Bischof zuversichtlich. "Christus ist unter uns. Dieser wunderschöne Dom macht es uns bewusst. Wir sind nicht allein. Und Maria sichert den Weg ab." Wer sich vertrauensvoll an Maria wende, könne erfahren, dass sie durch ihre Fürsprache Jesus in die Herzen der Menschen bringt und "eine gut begründete, mit Zuversicht und Optimismus gepaarte Hoffnung erwachen lässt".

Bereits seit mehreren Jahren wird der österreichische Nationalfeiertag kirchlich durch eine Marienfeier im Stephansdom begangen. Die Feier beginnt traditionell mit Bläsermusik und der gesungenen Mariazeller Litanei. Danach führte eine Lichterprozession durch den Dom zum Hauptaltar. Die Gottesmutter Maria wird dabei immer als "Schutzfrau Österreich" angerufen in einem Lied, das der Franziskanerpater Petrus Pavlicek (1902-1982), Gründer des Rosenkranz-Sühnekreuzzugs (RSK), nach dem Erreichen des Staatsvertrages 1955 getextet hatte. Den Schlusspunkt der Messe bildeten auch heuer die Bundeshymne sowie das Läuten der Pummerin.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
 (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu








Top-15

meist-gelesen

  1. ‚Big Bang Theory‘-Produzent warnt: Gesellschaften ohne Gott fallen in Tyrannei
  2. Wortwahl dieses Berichts ist entmenschlichend und aggressiv!
  3. "Non abbiate paura - Habt keine Angst!"
  4. Good news - Vatikan: Papst Leo ist krebsfrei und braucht keine weitere Therapie!
  5. „Kirchliche Persilscheine für Rot-Grün-Rot“
  6. ‚Mission ist kein Gegensatz zu nachhaltiger Hilfe‘
  7. Polens Parlament stimmt für erweiterte legale Abtreibungen
  8. „Wenn du ihn verstehst, ist es nicht Gott“
  9. Die Ehe: Lebens- und Liebesgemeinschaft - Die Familie: Grundlage der Gesellschaft
  10. Britischer Erzbischof Longley erlaubt zwei Messfeiern im vortridentinischen Sarum-Usus
  11. Hartl: Wenn das in Frankreich „Schülerproteste sind, warum weht so oft die Palästinenserfahne?“
  12. Spanischer Nationaltrainer legt WM-Pokal der berühmten Marienstatue in Saragossa zu Füßen
  13. Der Rosenkranz als Schule der Christusbetrachtung
  14. „Unwahrscheinlich aber eindeutig: Gemeinsamkeiten zwischen der Piusbruderschaft und Priesterinnen“
  15. Belgien: Anteil der Euthanasiefälle in den letzten fünf Jahren verdoppelt

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz