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Slowakei: Nach Massentest Hoffen auf Lockerung bei Gottesdiensten

15. November 2020 in Aktuelles, keine Lesermeinung
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Premier Matovic deutet Erleichterungen für Kirchen, aber auch Theater und Kinos im Corona-Lockdown an.


Bratislava (kath.net/ KAP)

Nach den Covid-19-Massentests in der Slowakei hat Ministerpräsident Igor Matovic am Freitag mögliche Lockerungen der Corona-Vorschriften für Gottesdienste, aber auch Theater und Kinos angedeutet. Diese könnten kommende Woche "mit fünfzigprozentiger Kapazität ihrer Räumlichkeiten" wieder öffnen, wurde der Premier in slowakischen Medien zitiert. Das Konsilium der Epidemiologen, Virologen und Verantwortlichen des öffentlichen Gesundheitswesens habe dem am Donnerstag vorgetragenen Plan zugestimmt, ausständig sei jetzt noch die Behandlung in der Pandemiekommission der Regierung. Seit Mitte Oktober sind in der Slowakei nur noch Gottesdienste mit maximal sechs Gläubigen erlaubt.


Bewahrheite sich die Ankündigung, sei dies "eine gute Nachricht", reagierte Bischofskonferenz-Sprecher Martin Kramara auf die Mitteilung des Regierungschefs. In der Kirche würde man sich freuen, "wenn es zu einer teilweisen Erleichterung kommt". Für die Gläubigen sei "in anspruchsvollen Zeiten der Empfang des Sakraments zur geistlichen Stärkung wichtig".

Der allgemeine Dispens vom sonntäglichen Gottesdienstbesuch bleibe "selbstverständlich ebenso in Kraft wie die Aufforderung an die Senioren, chronisch Kranken und alle Risikogruppen, mit dem Besuch der Gottesdienste noch zuzuwarten", fügte Kramara hinzu. Ebenso seien die Priester und Gläubigen weiterhin angehalten, die hygienischen Vorschriften streng einzuhalten.

Zuvor hatten die slowakischen katholischen Bischöfe am Donnerstagabend in einer Videokonferenz über den von Matovic überraschend geäußerten Plan beraten, alle drei Wochen flächendeckende Tests durchzuführen und Organisationen wie den Kirchen die Abhaltung von Covid-19-Tests in ihrem Bereich zu übertragen. Die Bischöfe hätten sich "mit einem detaillierten Manual für die gemeinschaftliche Testierung vertraut gemacht und konstatiert, dass dessen praktische Umsetzung sehr anspruchsvoll wäre, vor allem, wenn sie allein der Kirche selber überlassen bliebe", schilderte Bischofskonferenz-Sprecher Kramara.

Nach Abschluss der Beratungen habe der Vorsitzende der Slowakischen Bischofskonferenz, der Pressburger Erzbischof Stanislav Zvolensky, den Ministerpräsidenten angerufen und ihm die "Bereitschaft zur Hilfeleistung übermittelt, aber auch die kapazitäre Unmöglichkeit, die ganze Sache auf die Schultern der Kirche zu nehmen". - Am Freitagvormittag teilte Matovic dann via Sozialen Medien mit, dass er von seinem Plan Abstand nehme.

 

Copyright 2020 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


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