Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  2. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  3. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  4. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  5. Homosexuellenapostolat Courage International kritisiert Synodenbericht
  6. Vom Benehmen mit Majestäten
  7. Ein Jahr Papst Leo XIV.
  8. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  9. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  10. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  11. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  12. „Klimaschützer“ fliegen am häufigsten
  13. ‚Ist das Synodenbüro des Vatikan die PR-Abteilung von P. James Martin SJ geworden?‘
  14. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  15. Ein Akt der Demut?

Finnische Politikerin Räsänen ficht Verurteilung wegen ‚Volksverhetzung‘ vor EGMR an

vor 3 Tagen in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Gesetze gegen sogenannte ‚Hassrede‘ könnten zunehmend dazu führen, das Teilen christlicher Überzeugungen zu kriminalisieren, warnte sie. Der lutherische Bischof Pohjola will sich der Berufung anschließen.


Straßburg/Helsinki (kath.net/jg)
Die finnische Parlamentsabgeordnete und ehemalige Innenministerin Päivi Räsänen legt Berufung gegen ihre Verurteilung wegen „Volksverhetzung“ ein. Sie wendet sich an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Straßburg. Dies gab die Politikerin der Christdemokraten am 7. Mai bekannt, berichtet die evangelische Nachrichtenagentur IDEA.

Der Oberste Gerichtshof Finnlands hatte Räsänen und den lutherischen Bischof Juhana Pohjola am 26. März zu Geldstrafen verurteilt. Grundlage war eine bereits im Jahr 2004 veröffentlichte Kirchenbroschüre, in der Räsänen praktizierte Homosexualität aus biblischer Sicht als Sünde bezeichnet hatte. Bischof Pohjola wurde bestraft, weil er die Broschüre auf der Internetseite seiner Kirche veröffentlicht hatte. (Siehe Link)


Das Gericht stützte seine Entscheidung insbesondere auf Formulierungen, in denen Homosexualität als „Störung“ beschrieben wird. Diese Aussagen werteten die Richter als beleidigend für homosexuelle Menschen, wobei der religiöse Kontext die Wirkung nach Ansicht des Gerichts noch verstärkt habe. Die rein theologischen Aussagen zur Homosexualität als Sünde wurden hingegen nicht beanstandet.

Räsänen kritisierte das Urteil scharf. Laut der christlichen Menschenrechtsorganisation Alliance Defending Freedom (ADF) International, die sie vertritt, erklärte sie: „Das Versäumnis des finnischen Obersten Gerichtshofs, die Meinungsfreiheit zu schützen, hat einen gefährlichen Präzedenzfall geschaffen.“ Ihre Schriften seien nicht aus Hass entstanden, sondern aus Mitgefühl. Sie hoffe, dass der EGMR anerkenne, dass die friedliche Äußerung religiöser Überzeugungen kein Verbrechen darstelle.

Die Politikerin warnte zudem, dass Gesetze gegen sogenannte „Hassrede“ zunehmend dazu führten, das Teilen christlicher Glaubensüberzeugungen kriminalisieren zu können. Auch andere Personen seien bereits ungerechtfertigter Verfolgung ausgesetzt.

Bischof Juhana Pohjola will sich der Berufung anschließen. Er zeigte sich „zutiefst besorgt“ über staatliche Bestrebungen, religiöse Veröffentlichungen zu zensieren und festzulegen, was religiöse Führer lehren dürfen und was nicht.

Der ADF-Jurist Lorcán Price bezeichnete den Fall als eine der „bedrohlichsten Entwicklungen“ im Kampf um die Meinungsfreiheit in Europa. Der Ausgang des Verfahrens vor dem EGMR könnte weitreichende Signalwirkung für das Verhältnis zwischen Religionsfreiheit und sogenannten Hassrede-Gesetzen in europäischen Ländern haben.

 

 

© Foto Päivi Räsänen: ADF International

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

 SalvatoreMio vor 3 Tagen 
 

Ist das eine tapfere Frau!

Wir sind ihr zu großem Dank verpflichtet! Auch ich schließe mich ihr an!


2
 
 Fisher vor 3 Tagen 
 

Vielen DANK für ihr Engagement

Ich bin Frau Päivi Räsänen zutiefst dankbar, dass sie den weiteren Rechtsweg bestreitet.
Möge der Herr ihr die nötige Kraft und Ausdauer für das Verfahren schenken und der Hl. Geist mit seinen Gaben für ein gerechtes Urteil sorgen. Unser Herr Jesus Christus wird ihr ihren Einsatz mehrfach lohnen.


4
 
 LionardoLoredan vor 3 Tagen 
 

Ich schließe mich ihres Schritts vollauf an.

Sie und der Bischof müssen es für sich und uns tun. Die Beurteilung dieses angerufenen Gremiums ist für mich von tiefgehender Einsicht in unsere Lage als Christen in Europa.
Wir werden sehen ...


3
 
 girsberg74 vor 3 Tagen 
 

Auchh ich

schließe mich dieser Berufung geistlich an.


5
 

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meinungsfreiheit

  1. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  2. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  3. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  4. „Meldestellen? … Diese Einrichtungen sind so komplett überflüssig!“
  5. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  6. Christliche Organisation ADF unterstützt X bei Berufung gegen DSA-Strafe
  7. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet

Finnland

  1. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  2. Trendumkehr seit 2022: Auch in Finnland zeigt die Statistik ein neues Interesse am Christentum
  3. Frühere finnische Innenministerin Räsänen muss wegen Bibel-Zitat erneut vor Gericht
  4. 16 US-Abgeordnete verurteilen Prozess wegen ‚Hassrede’ gegen finnische Politikerin
  5. Finnland: Minister übersteht Misstrauensvotum nach Gebetsvigil
  6. Katholische Kirche in Finnland hat bald acht Kirchengemeinden






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Selektive Wahrheiten und die römische Geduld
  3. Papst warnt erneut die Piusbrüder! Geste wäre "ein schismatischer Akt"
  4. Vom Streuner zum Messdiener: Welpe „Johnny“ findet ein neues Zuhause
  5. 'Der Bischof des Niedergangs ist Herr Feige'
  6. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  7. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  8. Überraschendes Blutwunder in Neapel bei Papstbesuch
  9. 'Der Papst sollte diese wöchentlichen Presse-Mehrkämpfe unterlassen'
  10. Niederländischer Weihbischof Mutsaerts bei Unfall schwer verletzt
  11. Wenn die Wahrheit unglaubwürdig ist: Bankmitarbeiterin beendete Telefonat mit Papst Leo
  12. Solschenizyns düstere Prognose: Wenn die Seele der Zivilisation stirbt
  13. Vom Benehmen mit Majestäten
  14. Wuppertaler stellv. Stadtdechant: „Lebendige Bindung an die Weltkirche“ statt „deutsche Sonderwege“
  15. Ein Akt der Demut?

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz