Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Nicht mehr ernst zu nehmen
  2. Der Vatikan ringt um die Definition der "Umweltsünde"
  3. Bischof Timmerevers legt sein Amt als Bischof von Dresden-Meißen nieder
  4. 'Ruft AfD-Wähler auf, sich die Kirchensteuer zu sparen'
  5. Ermahnung zur parteipolitischen Neutralität
  6. Regierung von Pennsylvania will Begriffe ‚Mutter‘ und ‚schwangere Frau‘ streichen
  7. Die Vision der Hölle und warum wir dringend die Göttliche Barmherzigkeit anrufen sollten
  8. Die konzilswidrige deutsche Synodalkonferenz
  9. Ein Mensch auf den Knien ist mächtiger als die Welt
  10. Papst bereitet Debatte zu strittigen Lehren seines Vorgängers vor
  11. Musikvideo zeigt Frau bei ‚Abtreibungsritual‘ auf der Toilette
  12. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  13. US-Diözese errichtet Pfarre, die dem Märtyrer Matthew Ayariga geweiht ist
  14. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  15. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln

Wien: Viele junge Muslime stellen religiöse Vorschriften über österreichische Gesetze

21. Mai 2026 in Österreich, keine Lesermeinung
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Ein Drittel der muslimischen Jugendlichen gibt laut einer aktuellen Studie an, in den letzten Jahren religiöser geworden zu sein. Beten, Fasten und Moscheebesuche sind bei ihnen deutlich verbreiteter als bei christlichen Vergleichsgruppen.


Wien (kath.net/jg)
Eine neue Studie der Stadt Wien zu Jugendlichen und jungen Erwachsenen löst Diskussionen aus. Sie zeigt, dass bei einem erheblichen Teil muslimischer Jugendlicher die Religion eine zentrale und oft übergeordnete Rolle spielt – auch im Verhältnis zu staatlichen Gesetzen und demokratischen Werten. Die Ergebnisse werden vom Studienleiter Kenan Güngör als „sehr bedenklich“ eingestuft, berichtet die Tageszeitung Heute.

Im Rahmen der Untersuchung wurden rund 1.200 Personen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren aus zehn verschiedenen Gruppen befragt, darunter Österreicher, Bosnier, Türken, Syrer, Afghanen und Tschetschenen. Besonders auffällig ist der hohe Stellenwert der Religion bei muslimischen Jugendlichen: 73 Prozent der Schiiten und 68 Prozent der Sunniten bezeichnen sich als sehr oder eher religiös. Zum Vergleich liegen die Werte bei katholischen Jugendlichen bei 41 Prozent und bei orthodoxen Christen bei 38 Prozent.


Besonders brisant: 41 Prozent der befragten muslimischen Jugendlichen stimmen der Aussage zu, dass die Vorschriften ihrer Religion über den Gesetzen Österreichs stehen. Bei christlichen Jugendlichen liegt dieser Wert bei 21 Prozent. Zudem geben 46 Prozent an, bereit zu sein, „für die Verteidigung seines Glaubens zu kämpfen und zu sterben“. Bei Christen sind es 24 Prozent.

Weitere Ergebnisse unterstreichen eine konservative Haltung bei vielen muslimischen Jugendlichen. 36 Prozent finden, alle Menschen sollten sich an die Regeln ihrer Religion halten. Mehr als die Hälfte möchte, dass Musliminnen in der Öffentlichkeit ein Kopftuch tragen. 65 Prozent sind der Ansicht, islamische Vorschriften seien in allen Lebensbereichen streng einzuhalten.

Die Studie offenbart auch deutliche Unterschiede in der Einstellung zur Demokratie. Während 82 Prozent der österreichischen Jugendlichen die Demokratie als beste Staatsform betrachten, liegen die Werte bei Syrern bei 47 Prozent, bei Tschetschenen bei 50 Prozent und bei Afghanen bei 61 Prozent. Vor allem bei Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan und Tschetschenien zeigen sich konservative Rollenbilder: Fast die Hälfte meint, Männer sollten wichtige Entscheidungen treffen, ein Viertel lehnt eine Frau als Chefin ab, und nur etwa ein Drittel findet Homosexualität akzeptabel.

Ein Drittel der muslimischen Jugendlichen gibt zudem an, in den letzten Jahren religiöser geworden zu sein. Beten, Fasten und Moscheebesuche sind bei ihnen deutlich verbreiteter als bei christlichen Vergleichsgruppen.

Die Autoren warnen davor, die Ergebnisse allein auf die Religion zurückzuführen. Als weitere Faktoren nennen sie geringe Bildung, Diskriminierungserfahrungen, autoritäre Erziehungsstile, soziale Isolation sowie den Einfluss radikaler Inhalte im Internet. Dennoch unterstreicht die Studie die Herausforderungen für Integration und gesellschaftlichen Zusammenhalt in Wien, wo muslimische Kinder an Pflichtschulen inzwischen mit knapp 39 Prozent die größte Glaubensgruppe stellen.

 

Foto: Symbolbild

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Islam

  1. Zwei muslimische Feiertage könnten bald in Kalifornien staatlich anerkannt werden
  2. Ehemaliges Priesterseminar auf Long Island soll muslimisches Internat werden
  3. 'Weil die andere Option darin bestand, in der Hölle zu brennen, ewig an meinen Haaren aufgehängt.'
  4. Historiker Raymond Ibrahim: Kreuzzüge waren Antwort auf islamische Aggression
  5. Berliner Studie: 41 Prozent der islamischen Neuntklässler geben religiösen Regeln Vorzug
  6. Dokumentation zeigt die Islamisierung Birminghams
  7. Italienischer Bischof ruft zur Evangelisierung von Muslimen auf – Unterstützung von Konvertiten
  8. Der ‚reaktionäre‘ Islam und die Herausforderung für den liberalen Verfassungsstaat
  9. Islamexperte Mansour warnt: Europa hat ‚naive Haltung‘ zum Islam
  10. Öffentliche Wiener Mittelschulen: Jeder zweite Schüler ist Moslem






Top-15

meist-gelesen

  1. EILT - Sommerspende für kath.net - Bitte helfen SIE uns JETZT!
  2. Ostern 2027 in Rom - Große kath.net-Leserreise!
  3. Nicht mehr ernst zu nehmen
  4. Französischer Bischof Mica: Der Papst ist in der Rupnik-Frage „wirklich sehr entschlossen“
  5. Als Mutter Teresa im Wiener Stephansdom zu Gebet und Lebensschutz aufrief
  6. Kardinäle Müller und Burke empfehlen Mel Gibsons „Die Passion Christi“
  7. Kaiser Otto der Große wurde im Magdeburger Dom erneut beigesetzt
  8. Es ist noch nicht zu spät! Die Schöpfung als Ruf zur Umkehr
  9. Sieg vor Gericht für Kardinal Marc Ouellet
  10. Wenn die Herrlichkeit auszieht
  11. „Fest in der Realität verankert, immun gegen Illusionen, ohne uns von Angst überwältigen zu lassen“
  12. Ständige Anbetung in Mainz unter Druck
  13. Wenn die Erinnerung bleibt, aber der Glaube schwindet
  14. Leere der kirchlichen Lehre
  15. Jerusalemer Patriarch will zwischen Putin und Selenskyj vermitteln

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz