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Hostienmangel in Kuba: Kirche in Panama und Puerto Rico senden Hilfe

vor 2 Tagen in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
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Schwere Versorgungskrise auf der Karibikinsel betrifft auch die Gottesdienste und führte schon bisher zu Rationierungen.


Santiago de Cuba (kath.net/ KAP) 
Die katholische Kirche in Panama und in Puerto Rico hat Lieferungen von insgesamt mehreren Hunderttausend Hostien nach Kuba organisiert, um Engpässe bei der Feier der Eucharistie in mehreren Diözesen der Karibikinsel zu überbrücken. Nach Angaben der Erzdiözese Panama gegenüber der Plattform aciprensa (Dienstag Ortszeit) wurden 35.000 Hostien gesendet, aus Puerto Rico kamen rund 300.000 weitere hinzu. Die Hilfsaktionen wurden von den jeweiligen Bischöfen koordiniert, als Zeichen kirchlicher Solidarität innerhalb der Karibikregion.
Hintergrund der Engpässe ist eine sich verschärfende Versorgungskrise in Kuba, die weite Teile des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens betrifft. In vielen Regionen kommt es zu stunden- oder sogar tagelangen Stromausfällen, da die staatliche Elektrizitätsgesellschaft nur eingeschränkt Strom bereitstellen kann. Auch Treibstoff und Kochgas sind nach offiziellen Angaben knapp, was den Alltag erheblich belastet.


Die Kirche ist von der Knappheit gleichermaßen betroffen. So ist auch die sonst in einem Kloster der Karmelitinnen vollzogene Herstellung von Hostien beeinträchtigt, da sie auf kontinuierliche Energieversorgung und technische Abläufe angewiesen ist und angesichts der vielen Stromausfälle deutlich reduziert werden musste. Eine Rationierung sei deshalb notwendig geworden, hieß es.
Die jüngsten Lieferungen aus Panama und Puerto Rico wurden ebenso in Klöstern hergestellt und über zivile Flugverbindungen transportiert. Seitens der Bischöfe hieß es, die Eucharistie sei "Sakrament der Einheit" und der gemeinsame Austausch des eucharistischen Brotes über Grenzen hinweg Ausdruck kirchlicher Verbundenheit. Die Hilfe stelle zudem nicht nur eine materielle Unterstützung dar, sondern sei auch ein Zeichen der Solidarität mit den Gläubigen in Kuba, die derzeit unter schwierigsten Bedingungen lebten.

Krise in allen Bereichen
Kubas Versorgungskrise betrifft alle Sektoren des täglichen Lebens und führt zu einer Verschärfung der wirtschaftlichen und sozialen Probleme. Neben der Strom- und Treibstoffknappheit fehlt es vielerorts auch an sauberem Trinkwasser, da Pumpanlagen ebenfalls von der instabilen Energieversorgung abhängen. Haushalte weichen zunehmend auf alternative Energiequellen wie Holz oder Holzkohle aus. Die hohe Inflation hat die Kaufkraft vieler Menschen stark reduziert, während Grundnahrungsmittel und Güter des täglichen Bedarfs in privaten Geschäften zu deutlich höheren Preisen angeboten werden.
Die angespannte Lage führte in den vergangenen Wochen in mehreren Städten zu spontanen Protesten, bei denen Anwohner mit dem Klopfen auf Töpfe und Pfannen durch die Straßen zogen. Gleichzeitig belasten internationale Sanktionen und die Reduzierung wirtschaftlicher Aktivitäten ausländischer Unternehmen die kubanische Wirtschaft zusätzlich. Besonders der Tourismussektor verzeichnet Rückgänge. Beobachter sehen derzeit keine kurzfristige Entspannung, während die Regierung in Havanna vor einer weiteren Verschlechterung der Lage warnt und zugleich ihre Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich (www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten

 


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Lesermeinungen

 Paddel vor 7 Stunden 

@nekonata Konjunktiv II :)


0
 
 Richelius vor 22 Stunden 
 

Energiemangel

Durch die Sanktionen gegen Kuba fehlt der kubanischen Hostienbäckerei schlicht die Energie die zum Betreiben der Öfen nötig ist.


0
 
 nekonata vor 26 Stunden 
 

@ Paddel

„Denke das Gegenteil wäre der Fall. Wir hätten erst recht einen Mangel!!!“

Uns, im deutschsprachigen Raum, droht kein Mangel, weil die Katholiken eh nicht mehr zu Beichte gehen, da die Bischöfe und Priester lieber die Gemeindekatholiken zum Grillen am Freitag einladen, statt ihnen zu erklären, was Sünde ist und was es bedeutet im Stande der Gnade zu sein.
Außerdem wurden die Beichtstühle in den Kirchen abgebaut – wo sollten die Katholiken noch beichten? Auf der Grillwiese vor, oder nach dem Grillen am Freitag?


0
 
 Paddel vor 28 Stunden 

@nekonata

Wollen Sie damit sagen, dass wenn jeder regelmäßig beichten würde, die Zahl der Kommunionempfänger abnehmen würde?

Denke das Gegenteil wäre der Fall. Wir hätten erst recht einen Mangel!!!


0
 
 nekonata vor 29 Stunden 
 

Hostienmangel

gibt es bei der FSSPX auf Kuba auch Hostienmangel?

Wenn die s.g. Konzils-Weltkirche die Kommunion nicht ohne zu beichten empfangen würde, gäbe es vermutlich keinen Hostienmangel. ;-)


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 Fink vor 31 Stunden 
 

Halt ! Ich nehme meinen vorherigen Beitrag zurück !

Es kann natürlich gut sein, dass die staatliche kubanische Planwirtschaft der Hostienbäckerei der Nonnen kein Weizenmehl mehr zuteilt.(Es gibt dort keine "Marktwirtschaft"). Dann können die auch keine Hostien backen. Logisch.


0
 
 Fink vor 31 Stunden 
 

Ich mag das kaum glauben.

Hostien für die Liturgie werden aus Weizenmehl und Wasser gemacht. Ausdrücklich "ungesäuert", ohne Triebmittel (ohne Sauerteig, ohne Hefe, ohne Backpulver). In Kuba herrscht allgemeiner Mangel, ja. Aber wenn es kein Weizenmehl gibt, dann gibt es für die Kubaner kein Brot. Wenn das so wäre, würden wir davon erfahren.
Vielleicht will man mit dieser reisserischen Botschaft einfach die Welt-Öffentlichkeit wachrütteln...


0
 
 SalvatoreMio vor 32 Stunden 
 

Gebet um genügend Hostien!

@Wunderbar, Paddel, dass Sie daran denken und öfter darum beten! Und Sie haben Recht: nichts ist selbstverständlich! Manchmal muss uns das bewusst gemacht werden!


2
 
 SalvatoreMio vor 33 Stunden 
 

Hostienmangel?

Das klingt wirklich dramatisch! Das Volk erleidet Mangel an allem, auch an Stromlieferung und vielem mehr.-Wenn man da auf unsere Situation schaut: Fernsehprogramme ohne Ende, mit Quatsch ohne Ende und mit Werbung, die oftmals zum Himmel schreit, während man dort auf Cuba nicht einmal genügend Hostien backen kann, weil u. a. Strom-Mangel herrscht! - Womöglich verschärfen sich solche Situationen noch, und als Kirche sind wir doch Brüder und Schwestern! Durch Misereor und Adveniat usw. helfen wir seit langem weltweit in vielen Projekten. - Wie mögen die letzten Adveniat- bzw. Misereor-Spenden ausgefallen sein, nachdem die Kirchen sich enorm leeren?


1
 
 Paddel vor 33 Stunden 

Weizenfelder

wie wundervoll sind derzeit die Weizenfelder anzuschauen. Voller Dankbarkeit betrachte ich sie, auch wenn konkret diese nicht zur Hostienbäckerei verwendet werden. Schon seit längerer Zeit bete ich immer mal wieder darum, dass wir immer genügend Grundlagen für die Hostienbäckerei haben werden.


2
 

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