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Johannes Paul II. feierte seine ersten drei Messen für Familienmitglieder am Allerseelentag

vor 7 Stunden in Spirituelles, 1 Lesermeinung
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Die Feier der Messe für das Seelenheil der Verstorbenen ist das größte Geschenk, das ein Priester den Verstorbenen machen kann.


Krakau (kath.net/jg)
Der heilige Papst Johannes Paul II. feierte die ersten drei Messen nach seiner Priesterweihe für seine verstorbenen Eltern und seinen ebenfalls verstorbenen Bruder. Dies berichtet Philip Kosloski für die englischsprachige Ausgabe von Aleteia.

Johannes Paul II., geboren als Karol Wojtyla, verlor seine Mutter und seinen älteren Bruder Edmund, bevor er ins Teenager-Alter kam. Sein Vater starb, als er knapp über zwanzig Jahre alt war. Dies habe ihn stark geprägt, schreibt Kosloski.

Der junge Karol Wojtyla begann seine Ausbildung zum Priester während Polen von Nazi-Deutschland besetzt war. Priester wurden von den NS-Behörden verfolgt und Wojtyla trat unter Lebensgefahr ins Priesterseminar ein, das nur im Untergrund existieren konnte.

Die deutsche Besetzung Krakaus endete am 18. Januar 1945. Die siegreiche Sowjetunion setzte ein kommunistisches Regime ein. Polen war immer noch nicht frei. Dennoch konnte das intellektuelle Leben bis zu einem gewissen Grad wieder erstehen. Die historische Jagellonen-Universität in Krakau öffnete wieder ihre Tore. Wojtyla schloss sein Theologiestudium ab und bereitete sich auf die Priesterweihe vor.


Karol Wojtyla wurde zu Allerheiligen des Jahres 1946 in der Privatkapelle von Kardinal Stefan Sapieha, dem Erzbischof von Krakau, zum Priester geweiht. Seine ersten heiligen Messen feierte am darauffolgenden Allerseelentag in der Krypta der Kathedrale von Krakau. 

Für Wojtyla muss es ein Tag der Freude aber auch der Trauer gewesen sein, schreibt Kosloski. Er war zum Priester geweiht worden, seine Eltern und sein Bruder konnten daran aber nicht teilnehmen. Es sei ihm bewusst gewesen, dass eine Messe für ihr Seelenheil das größte Geschenk ist, das ein Priester machen kann.

Als Papst schrieb er später über das Gebet für die Toten und ermutigte die Gläubigen dazu. Wörtlich schrieb er: „Indem wir sie dem Herrn anvertrauen, bekennen wir unsere Solidarität mit ihnen und haben Anteil an ihrem Heil in diesem wunderbaren Geheimnis der Gemeinschaft der Heiligen. Die Kirche glaubt, dass den im Fegefeuer verweilenden Seelen ‚durch die Gebete der Gläubigen und vor allem durch das wohlgefällige Opfer am Altar‘ sowie durch ‚Almosen und andere Werke der Frömmigkeit‘ geholfen wird. ‚Tatsächlich stellt eben jene Heiligkeit, die sich allein aus ihrer Teilhabe an der Heiligkeit der Kirche ableitet, ihren ersten und grundlegenden Beitrag zur Heiligkeit der Kirche selbst dar, die die ‚Gemeinschaft der Heiligen‘ ist.‘

Ich ermutige die Katholiken, inbrünstig für die Verstorbenen, für ihre Familienangehörigen und für alle unsere verstorbenen Brüder und Schwestern zu beten, damit ihnen die Strafen für ihre Sünden erlassen werden und sie den Ruf des Herrn hören mögen: ‚Komm, meine liebe Seele, zur ewigen Ruhe in den Armen meiner Güte, die ewige Freuden für dich bereitet hat.‘“ (Brief von Papst Johannes Paul II. an Raymond Séguy, Bischof von Autun, Châlon und Mâcon, Abt von Cluny, vom 2. Juni 1998)


Foto: Karol und Emila Wojtyla, die Eltern von Johannes Paul II., mit ihrem Sohn Edmund

 


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Lesermeinungen

 SalvatoreMio vor 6 Stunden 
 

Erinnerung an Papst Johannes Paul II

@kath.net: so wird man erinnert an die wunderschöne Pilgerreise mit Euch vor 3 Jahren auf den Spuren dieses geliebten Papstes, wo wir auch die Wohnung seiner Eltern mit seiner Geburtsstätte und noch vieles Andere schauen und erleben durften. Nochmals herzlichen Dank dafür!


1
 

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