Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vom Elend der Fürbitten
  2. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  3. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  4. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott
  5. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  6. Der entschärfte Gott
  7. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  8. EuGH-Urteil: Deutscher Kirchenaustritt kein automatischer Kündigungsgrund
  9. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  10. Bischof Elbs ermutigt zur Beichte: "Herz ordnen und sich auf Ostern vorbereiten"
  11. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  12. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  13. Kardinal Woelki und Bischof Oster ermutigen Münchner Lebensschützer mit kraftvollen Grußworten
  14. "Ein Vorbild für Väter und Ehemänner" - US-Präsident veröffentlicht Würdigung des Heiligen Josef
  15. Katholische US-Historikerin Bronwen McShea schreibt über „die Frauen, die der Vatikan vergaß“

Katholischer Philosoph ausgeladen – ‚Erschießen werden wir ihn nicht ‘

6. Dezember 2025 in Deutschland, 8 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Nach Gewaltandrohungen wurde der katholische Philosoph und Autor Sebastian Ostritsch von der Hochschule für Philosophie in München wieder ausgeladen.


München (kath.net/jg)
Der katholische Philosoph und Autor Sebastian Ostritsch sollte am 27. November sein neues Buch über die Gottesbeweise bei Thomas von Aquin im Licht der Kritik von Immanuel Kant an der Hochschule für Philosophie der Jesuiten in München vorstellen. Auf Druck von Studenten wurde die Veranstaltung zwei Tage vorher abgesagt.

In den sozialen Netzwerken war vorher ein Aufruf zu Protesten gegen den Auftritt des angeblich „rechtsextremen Fundamentalisten“ Ostritsch verbreitet worden. Der Protest ging offenbar von Studenten der Hochschule für Philosophie aus, die um Verstärkung baten. „Bitte helft uns, indem ihr zu uns an die Hochschule kommt und Flagge und Gesicht zeigt! Wir schmücken die Hochschule und Aula mit Flaggen und Zitaten Ostritschs und bieten an, über Ostritschs gefährliche politische Agenda zu informieren“, war in dem Aufruf zu lesen.

Warum Ostritsch ein „rechtsextremer Fundamentalist“ sein soll und worin seine „gefährliche politische Agenda“ besteht, wurde nicht erklärt. Auf Anfrage von kath.net sagte Ostritisch, es sei um seine außerakademischen Publikationen gegangen, aber konkrete Vorwürfe seien ihm nie gemacht worden. 


Am Dienstag, den 25. November, gab es ein „moderiertes Gespräch“, zu dem die Leitung der Hochschule und die Studentenvertretung eingeladen hatten. Dabei sollten „bestehende Bedenken in einem sachlichen Rahmen“ besprochen werden. Die Hochschulleitung hatte zu diesem Zeitpunkt die offizielle Ankündigung und Werbung für den Vortrag von Ostritsch von ihrer Internetseite und den Wänden der Hochschule entfernt. 

Laut einem Bericht von Corrigenda, der sich auf einen Teilnehmer des Gesprächs vom 25. November beruft, wurde dabei von Studenten unverhohlen mit Gewalt gedroht. Sollte die Veranstaltung nicht abgesagt werden, werde sie „nicht ungestört“ ablaufen, kündigte ein Student an. Eine Studentin sagte in Richtung der Hochschulleitung. „Herr Ostritsch wünscht sich wie Charlie Kirk zu sein, wir können Sie aber beruhigen: Erschießen werden wir ihn nicht.“

Ostritsch sei aber ein „Menschenfeind“, er sei „rechtsextrem“, ein „Nazi“ und arbeite für „rechte Blätter“. Außerdem sei er in der Bibliothek des Konservatismus aufgetreten, wo auch schon andere rechte Personen aufgetreten seien, lauteten die Vorwürfe. Konkrete inhaltliche Kritik an Positionen, die Ostritsch vertritt, gab es nicht.

Die Professoren der Hochschule, die allesamt anwesend waren, hätten sich in der Diskussion defensiv verhalten, zwar auf die Wissenschaftsfreiheit gepocht und darauf verwiesen, sie wollten keine Zustände wie in den USA haben, wo politischer Druck auf Hochschulen ausgeübt werde, sagte ein Student gegenüber Corrigenda. Die Professoren hätten durchblicken lassen, dass sie die Einladung Ostritschs für einen Fehler hielten, meinte er.

Gegenüber der Tagespost gab die Leitung der Hochschule bekannt: „Angesichts der Begleitumstände innerhalb und außerhalb der Hochschule schien ein offener, akademischer Dialog nicht mehr möglich.“

Mittlerweile haben zahlreiche Journalisten, Publizisten, Hochschullehrer und Christen in unterschiedlichsten Positionen die Absage der Veranstaltung kritisiert, darunter Birgit Kelle, das Netzwerk Wissenschaftsfreiheit und Prof. Riccardo Wagner (siehe Link). 

Der Vortrag von Sebastian Ostritsch konnte mittlerweile an einem anderen Ort in München nachgeholt werden, wie die Tagespost berichtet.

Sebastian Ostritsch ist promovierter und habilitierter Philosoph. Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit schreibt er für  verschiedene katholische Publikationen.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meinungsfreiheit

  1. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  2. Christliche Organisation ADF unterstützt X bei Berufung gegen DSA-Strafe
  3. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  4. Telegram-Gründer Pavel Durov: "Bleib wachsam, Spanien"
  5. Meinungsfreiheit auf katholisch
  6. Meinungsfreiheit in Gefahr
  7. „Vermeintliche Förderung der Meinungsfreiheit durch Einschränkung der Meinungsfreiheit“
  8. Asyl in den USA - Eine AfD-Influencerin fühlt sich in Deutschland verfolgt
  9. Frankreich: Gericht von Marseille gibt katholischen Filmemachern recht
  10. Kein Hassverbrechen: spanisches Gericht spricht zwei Priester und einen Journalisten frei






Top-15

meist-gelesen

  1. kath.net ISLAND REISE im JULI 2026 - ANMELDE-DEADLINE - 25. MÄRZ!!!
  2. Oktober 2026 - Wunderbares SIZILIEN mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  3. Krautwaschl zu Grünwidl: Bin nicht gezwungen worden!
  4. Vom Elend der Fürbitten
  5. Heimisch sein im Vatikan - Papst Leo XIV. wohnt wieder in der klassischen Papstwohnung
  6. Eine große BITTE an Ihre Großzügigkeit! - FASTENSPENDE für kath.net!
  7. Der deutsch-synodale Irrweg in Zahlen: Nur 25 Priesterweihen in ganz Deutschland im Jahr 2025!
  8. Einladung zur Novene zum Hl. Josef
  9. Vatikanische Theophantasien zur Frauenfrage
  10. Botschaft von Papst Leo zum 10. Jahrestag des nachsynodalen Apostolischen Schreibens Amoris Laetitia
  11. Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach
  12. Der entschärfte Gott
  13. "Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden"
  14. Papst bezieht diesen Samstag seine Wohnung im Apostolischen Palast
  15. Peinlich - Deutsche Protestanten glauben mehrheitlich nicht an den dreieinigen Gott

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz