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Gebetshaus Augsburg reagiert mit Stellungnahme auf ARD-Doku „Die hippen Missionare“

19. Dezember 2025 in Deutschland, 30 Lesermeinungen
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„Den Vorwurf ‚toxischer Spiritualität‘ weisen wir entschieden zurück. Es ist bezeichnend, dass die Redakteure trotz zweijähriger Recherchearbeit keinen handfesten Beweis für irgendetwas ‚Toxisches‘ erbringen konnten“ - VIDEO


Augsburg (kath.net) Das öffentlich-rechtliche Fernsehen hat eine Dokumentation gegen katholische Christen aus dem Umfeld der charismatischen Erneuerung veröffentlicht. Schon mit dem Titel dieser Doku wird ihre Grundrichtung offen gelegt: „Die hippen Missionare – Mit Jesus gegen die Freiheit?“ Drei Gemeinschaften werden direkt vorgestellt: Das Gebetshaus um Johannes Hartl, die Loretto Gemeinschaft, und die amerikanischen FOCUS-Missionare, seitens der Bischöfe wird etwa der Passauer Bischof Stefan Oster kritisiert. 

Kritisiert wird von der ARD-Doku das angeblich „polarisierende Wirken“ dieser Gemeinschaften. Und der Begleittext zur Doku warnt sogar gleich im ersten Abschnitt: „Hinter der hippen Instagram-Fassade zeigen sich auch erzkonservative bis reaktionäre Botschaften.“ Dabei sei etwa ein „besonderes Anliegen“ von Johannes Hartl: „Ehe und Familie. Frauen sollen wieder mehr Kinder bekommen, Männer wieder Führungsstärke zeigen. Queere Beziehungen passen nicht in sein Familienbild.“


Das Gebetshaus Augsburg hat nun eine Stellungnahme dazu veröffentlicht:

Eine kurze Stellungnahme zur ARD-Doku „Die hippen Missionare“

1. Kritik an unserer Arbeit ist völlig legitim und wir nehmen sie sehr ernst. Die Dokumentation empfinden wir jedoch als einseitig. 

2. Den Vorwurf „toxischer Spiritualität“ weisen wir entschieden zurück. Es ist bezeichnend, dass die Redakteure trotz zweijähriger Recherchearbeit keinen handfesten Beweis für irgendetwas „Toxisches“ erbringen konnten. 

3. Im Gebetshaus haben im Laufe der Jahre an die 1000 Personen Jüngerschaftsschulen besucht, Zehntausende an Konferenzen teilgenommen. In der Doku kommt eine einzige Person vor, die von kritischen Erfahrungen berichtet. Diese waren im Jahr 2017 im Zuge eines sehr kurzen Aufenthalts und die Kritikpunkte beziehen sich ausschließlich auf Formulierungen. 

4. Die von der „Aussteigerin“ berichteten Erfahrungen nehmen wir sehr ernst. Für das Gebetshaus gilt aber: 
- ein Konzept von Gehorsam, das der Autonomie oder persönlichen Moralvorstellungen widerspricht, lehnen wir komplett ab, es widerspricht unserer Theologie
- im Gebetshaus wird nicht „gegen Dämonen“ gebetet, sondern dass Gottes guter Wille geschieht
- dass Sünde Krankheiten verursache, gehört nicht zu Lehraussagen des Gebetshauses 

5. Nachdem die Erfahrungen der „Aussteigerin“ mehr als 8 Jahre zurückliegen und die von ihr zitierten Mitarbeiter schon mindestens 5 Jahre nicht mehr im Gebetshaus arbeiten, fällt uns eine genauere Prüfung schwer. Wir bedauern sehr, dass ihre Erfahrungen im Gebetshaus nicht nur positiv waren. 

6. Im Gebetshaus findet keine „toxische Spiritualität“ statt. Unser ausführliches Schutzkonzept vor spirituellem und Machtmissbrauch kann auf unserer Homepage eingesehen werden. Unsere Mitarbeiter werden danach geschult.  

7. Es gibt weder finanzielle noch organisatorische Verbindungen zwischen dem Gebetshaus und irgendwelchen in den USA tätigen politischen oder religiösen Gruppierungen. 

8. Die Preise für Schulungen und Veranstaltungen decken die real entstehenden Kosten. Da wir keine staatlichen oder kirchlichen Gelder erhalten, trägt das Gebetshaus sich durch Spenden und muss alle Schulungen und Veranstaltungen möglichst kostendeckend anbieten.

Auch Johannes Hartl hat bereits ein Video mit einer humorvollen Stellungnahmeveröffentlicht:

Archivfoto: Johannes Hartl bei einer Mehr-Konferenz (c) Gebetshaus Augsburg


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Lesermeinungen

 Steve Acker 22. Dezember 2025 
 

PvW zu Ihren Punkten

1. ich bestreite dass die MEHR eine  freikirchliche Show-, Event- und Gefühlskirche ist.
Warum sollte die MEHR nicht mit der katholischen Kirche vereinbar sein ? Es gibt
verschiedene Formen der Frömmigkekt. Jedem das was ihm am meisten liegt.
2. Nein. Es bleibt katholisch. Integraler Bestandteil sind Heilige Messe, Beichtgelegenheit.
Eucharistische Anbetung. Siehe auch das Interview mit Hartl vom 1.12
"Wir glauben nicht an eine Ökumene der Vermischung, sondern der versöhnten Verschiedenheit"

3. Nein. Auch ein brillant redender Laie kann keinen Priester ersetzen, kann keine Sakramente spenden. Siehe auch Antwort zu 2.
4. Was verstehen Sie unter bürgerlicher Lebensleistung ? Mehrung materiellem Wohlstands ? Das kann niemals gut römisch-katholische Kultur sein.
Vielmehr heisst es doch: Schafft euch Schätze im Himmel.
Wir sind gerufen Zeugnis zu geben, zu evangelisieren, Menschen zu helfen zu Gott zu finden.
Genau das macht das Gebetshaus.
Und es trägt Frucht. Und das ist was zählt.


2
 
 JP2B16 21. Dezember 2025 
 

"Gehirnwäsche" durch die ARD als Ergebnis von Projektion eigenen falschen Tuns

Zeuge des Niveaus, auf das sich die ARD inzwischen herabgelassen hat, bzw. das ihre Macher den Zuschauern und Studio-Gästen zumutet, konnte jeder werden, der sich das Format "Die 100 - Was Deutschland bewegt" vergangenen Mo., 15.12. antat. Ja "antuen" ist hier das passende Verb, denn es war für eine normal vernunftbegabte Person kaum zu ertragen. Der Moderator Ralph Caspers, Vielen von der "Die Sendung mit der Maus" als Erklärer bekannt, forderte die 100 Teilnehmer auf, "Scho-ko-Kuss" inbrünstig und vereint zu buchstabieren, dann "Pap-ri-ka-Schnit-zel", gleich einem Drill-Unteroffizier beim Militär. Und die Teilnehmer erniedrigten sich in nicht für möglich gehaltener, geradezu erschreckender Weise und sprachen diesem "Kaspar" im unterwürfigsten Gehorsam nach. Eindrücklicher konnte Gehirnwäsche durch den ÖRR wohl kaum noch demonstriert werden. Da ergreift man natürlich gerne die Flucht nach vorne und klagt andere für eben selbiges Tun an. Projektion nennt das die Psychologie.


2
 
 PvW 21. Dezember 2025 
 

sachliches Contra

@jabberwocky @ naiverkatholik:

Hartls Niveau-Anspruch, daß sich Christen zum "Affen" machen sollen, ist selbstredend. Daher ist auch die Metapher "Woodstock-Hippies" (die "hippen Missionare") sachlich legitim, wenn es auch zeitgeistig befindlich aufgenommen werden mag.

Mehr gibt es sachlich nicht dazu zu sagen, alles andere scheint hier eher als befindliche Replik, denn sachlichen Einwand.

Zum Bischof: Der Bischof definiert nicht das Lehramt der Kirche, sondern nimmt seine pastoralen Leitungsaufgaben in seiner Diözese wahr. Daher kann auch er mitunter Initiativen unterstützen, die doch auch kritisch im Sinne der Hermeneutik der Kontinuität zu hinterfragen wären. Nichts ist daher per se "sakrosankt" , nur weil der Bischof dort ist. So ist der usus romanus catholicus in 2000 Jahren Kirchengeschichte.


4
 
 Steve Acker 21. Dezember 2025 
 

Pv'W

wir sind alle aufgerufen von Gott Zeugnis zu geben, und Menschen zu helfen, zu Gott zu finden.
Genau das tut das Gebetshaus, und es trägt Frucht.
Das ist ,was zählt.


2
 
 jabberwocky 21. Dezember 2025 

@PvW

Denken Sie wirklich, daß es Jesus Christus wohlgefällig ist, wenn Sie als Christ andere Christen angreifen, die ihr Leben in den Dienste Jesu gestellt haben, der für uns alle sein Blut vergossen hat?
Vielleicht fangen Sie mit der geforderten Selbstkritik mal bei sich selber an.


4
 
 naiverkatholik 21. Dezember 2025 
 

Lieber PvW! Schärfster Einspruch! Bischof unterstützt Gebetshaus sehr eng.

Lieber oder liebe PvW!
Schärfster Einspruch! Auch soll Ihr beleidigender Kommentar (Katholische Woodstock-Hippies und selbst ernannte Missioners) nicht als letzter in der Liste stehen bleiben. Es ist auch eine Beleidigung des Bischofs von Augsburg. Der hält engen Kontakt zum Gebetshaus. Der feiert mit seinem Stab die Heilige Messe in der Mehr-Konferenz mit den vielen Tausend. Hartl sucht ausdrücklich Einheit mit dem Amt. Katholisch ist dass Zusammenbinden von Amtspriestertum und Taufpriestertum. Wer hier nicht erkennt, dass Gott der katholischen Kirche und allen ein Geschenk macht gerade in Zeiten des schwächelnden Amtspriestertums, ist blinder als ein Huhn. Noch nicht einmal die "ewige" eucharistische Anbetung im Gebetshaus scheint dem voreingenommenen und einseitigen Interpreten der katholischen Tradition (=PvW) ein Pluspunkt wert zu sein.


3
 

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