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Erzbistum Paderborn: Hunderte Protest-E-Mails gegen ‚Harry Potter Gottesdienst‘vor 11 Stunden in Deutschland, 14 Lesermeinungen Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden
Gegner des ökumenischen Gottesdienstes in einer Kirche in Herne sehen darin eine ‚okkulte und magische Veranstaltung‘. Das Erzbistum Paderborn verteidigt das Projekt.
Paderborn/Herne (kath.net/jg)
In der Herz-Jesu Kirche in Herne (Bistum Paderborn) ist für 28. Februar ein ökumenischer „Harry Potter Gottesdienst“ angekündigt. Der katholische Verein Christkönig fordert die Absage der Veranstaltung und hat eine E-Mail-Petition in diesem Anliegen initiiert. Das Erzbistum Paderborn unterstützt den geplanten Gottesdienst. Die biblische Botschaft müsse heutzutage so verkündet werden, „dass sie Menschen in ihrer heutigen Lebenswirklichkeit erreicht“, berichtet CNA-Deutsch.
Der „Harry Potter Gottesdienst“ richtet sich an „Fans und Hogwarts-Neulinge“, die sich „in der Muggelwelt ‚junge oder große Erwachsene‘ nennen“. Es soll „ein magischer Abend zwischen Kerzen, Licht und Finsternis“ werden, „der uns zeigt, wie Hoffnung Gestalt annimmt“, ist in der Einladung zu lesen. Die Teilnehmer sind dazu eingeladen, sich zu verkleiden. 
Laut Angaben des Vereins Christkönig gibt es bereits mehrere hundert Protest-E-Mails an das Erzbistum Paderborn gegen die Veranstaltung. „Unsere Motivation ist klar: Wir dulden es nicht, dass Gotteshäuser für zeitgeistliche, in diesem Fall konkret okkulte und magische Veranstaltungen entweiht werden“, begründet Kevin Mis vom Verein Christkönig das Engagement.
Das Erzbistum Paderborn verteidigt hingegen den geplanten Gottesdienst. Das Wissen um den christlichen Glauben werde zunehmend geringer und könne nicht mehr als selbstverständlich vorausgesetzt werden, gab das Erzbistum in einer Stellungnahme gegenüber CNA-Deutsch bekannt. „Vertraute Bilder und Geschichten aus der Gegenwartskultur können dabei helfen, erste Zugänge zum christlichen Glauben zu eröffnen und Brücken zur Heiligen Schrift zu schlagen“, erklärte das Erzbistum.
Literarische Erzählungen wie Harry Potter seien aber keine Glaubensquelle und stünden „in keiner Weise auf einer Ebene mit der Heiligen Schrift“, stellte das Erzbistum klar. „Maßstab, Mitte und Ziel des geplanten Wortgottesdienstes sind und bleiben das Wort Gottes und die christliche Botschaft“, hieß es in der Erklärung.
Die Bezüge zu Harry Potter seien nicht mehr als „didaktische Anknüpfungspunkte, um biblische Inhalte zu erschließen und verständlich zu machen.“ Sie „relativieren oder verwässern die Auslegung des Evangeliums nicht“. Vielmehr würden sie „eine verantwortungsvolle, zeitgemäße und zugleich theologisch fundierte Verkündigung“ unterstützen. Der sakrale Charakter des Gottesdienstes und „die Würde des Kirchenraumes“ blieben dabei gewahrt, betonte das Erzbistum.
Vergleichbare Gottesdienstformate seien in anderen Bistümern bereits erprobt worden und positiv aufgenommen worden. Die Sorgen, die „einzelne Gläubige“ geäußert hätten, nehme man ernst und würde sie in die weitere Planung des Gottesdienstes einbeziehen, hieß es in der Erklärung.
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Lesermeinungen| | Wirt1929 vor 2 Stunden | | | | Wohlgesetzte Begründung Mit klug gewählten Worten, akademisch im Ton, theologisch „angedacht", lässt sich alles wohlgesetzt begründen. Wen zu erreichen man gedenkt bleibt außen vor. Ratlosigkeit erfüllt viele, was Verantwortliche nicht weiter stört. Sollte es schief gehen, siehe Stuttgart am hl. Abend, wird mit Schulterzucken reagiert. Gleichwohl werden die unseligen Wege weiter beschritten. So treibt man wieder einmal eine Sau durchs Dorf, im Versuch neuartig zu missionieren. Verantwortliche: Ihr schreit haltet den Dieb und wisst ganz genau, das ihr euch selber beklaut. Um den nicht akademischen Ton bitte ich um Entschuldigung, tut mir aber keinesfalls leid! |  0
| | | | | Samira vor 7 Stunden | | | | @Per-Mariam-ad-Jesum-Christum Ja heute fehlt es schon an grundsätzlichen Dingen. Unser Seniorenpfarrer erzählte kürzlich von einer Begebenheit die den Zustand der „Taufschein-Katholiken“ deutlich macht. Sonntag morgen Hochamt: ein Vater bringt seine Tochter zur Sakristei weil sie Messdiener Dienst hat. Er fragt den Pfarrer „wann denn die Veranstaltung“ zu Ende sei damit
er sein Kind abholen kann. Der Pfarrer hat ihm dann gesagt, die Kirche sei so groß, dass er sicherlich noch einen Sitzplatz findet und dann ja im Verlauf der Heiligen Messe mitbestimmen wird, wann es zu Ende ist. Der Vater lehnte ab, da er mit Freunden drüben im Café zum Frühstück verabredet sei. Das ist die Realität heute. |  1
| | | | | Samira vor 7 Stunden | | | | @per- |  0
| | | | | Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 8 Stunden | | | | Anbiederung an den Zeitgeist Die Pastoral und ihre Anbiederung an den unseligen Zeitgeist hat sich schon seit langem losgekoppelt von der gesunden Lehre und sich verselbständigt. Man ändert die kath. Lehre zwar nicht, jedoch lässt man sie einfach links liegen; sie spielt kaum eine Rolle mehr. Wenn man didaktisch-pädagogische Anknüpfungspunkte sucht und diese in den 'Harry-Potter-Geschichten' gefunden haben will, so lässt sich ein Gottesdienst auch in einem Kirchgemeindehaus oder sonst wo feiern, da muss kein sakraler Raum sprich Kirche für solche okkult-magischen Dinge herhalten und dadurch profaniert werden.
Neben dem Glaubens-, Realitäts- und Gottesfurchtverlust ist vor allem auch ein Verlust an Sakralität zu beklagen: Ein Grundverständnis für Sakrales im Unterschied zu profanen Dingen scheint bei den meisten Menschen - wie auch bei vielen Katholiken - fast gänzlich abhanden gekommen zu sein. Welch ein beklagenswerter Zustand von Seele und Geist! |  0
| | | | | Marienrose vor 8 Stunden | | | | Die Teilnehmer sind eingeladen sich zu verkleiden Jetzt kommen die Halloween Kostüme doch wieder einmal zum Einsatz! Und dazu noch in einer Kirche! In einer Herz Jesu Kirche.
Warum muss so ein Spektakel ausgerechnet in einer katholischen Kirche stattfinden, vor dem Tabernakel mit dem Allerheiligsten Sakrament?
Diesen Eventmanagern ist mit Sicherheit nicht bewusst, dass sie dämonisches in die Kirche holen und damit Unheil über die ganze Gemeinde bringen.
„Wie schön, dass das Erzbistum die Sorge einzelner Gläubiger ernst nimmt!“ |  0
| | | | | Samira vor 8 Stunden | | | | @Stefan Fleischer Einen Fastnacht Gottesdienst bekommen wir heute Abend auch noch. Das hat Tradition. Es kommt der Kleine Karnevalsverein und das Orchester der Caritas-Werkstatt sorgt für die Musik. Unser Pfarrer selbst verzichtet zwar auf Kostümierung, aber Messdiener, Lektoren und der Pastoralreferent tragen immer ein kleines Herz auf der Wange oder haben bunte Schuhbänder. Die Predigt ist eine Art Büttenrede wo der Pfarrer jährlich den mangelnden Mesdbesuch und die mangelnde Beichtbereitschaft seiner Gemeinde anprangert. Diese Messe ist stets extrem voll unt der Eingangsbereich ist voll mit Menschen die keinen Sitzplatz bekommen haben. So voll ist unsere Kirche auch nur zu Fasching. |  0
| | | | | Bonifaz2010 vor 9 Stunden | | | |
"Mein Haus ist ein Haus des Gebets. Ihr aber hat es zu einer Räuberhöhle gemacht." (Mt. 21,13) |  2
| | | | | Johannes14,6 vor 9 Stunden | | | | Sehr innovativ, das Erzbistum Paderborn Erst fliegen die Windelhühner,
dann darf Harry Potter Atmosphäre herbeizaubern.
Hat sich schon jemand bekehrt ? |  1
| | | | | Versusdeum vor 10 Stunden | | | | Unterschied "Gottesdienst" und "Hl. Messe" Mich würde interessieren, wie viel Prozent der Katholiken überhaupt noch den Unterschied zwischen einem (Wort-) Gottesdienst* und einer Hl. Messe** kennen. Ein Verwandter behauptete z.B. steif und fest, die Pastoralreferentin feiere bei ihnen die Hl. Messe. Auf Nachfrage bestätigte er, dass sie auch die Wandlungsworte sprach, "alles, was auch der Pfarrer macht". Jemand anderer sagte mir, das wichtigste sei doch der Empfang des Herrn in Eucharistie, ob das eine Messe sei oder nicht, sei nebensächlich. Um diese Verwirrung nicht noch zu befördern, sollten wir eine Hl. Messe daher konsequent immer nur als solche bezeichnen, nie als "Gottesdienst" (was sie aber natürlich auch ist).
* Sofern keine Hl. Messe gemeint ist: Durch Laien geleitetes Gebetstreffen, immer ohne Wandlung, aber teils mit Kommunionausteilung (aus dem Tabernakel)
** Liturgie der Kirche, Vergegenwärtigung des Kreuzesopfers Christi (wir stehen quasi unter dem Kreuz) mit Wandlung von Brot und Wein in Leib und Blut Christi |  1
| | | | | Jörgen vor 10 Stunden | | | | @Stefan Fleischer Guter Vergleich, da mag mancher Fasnachtsgottesdienst als Eucharistiefeier noch kritscher zu bewerten sein - was die grundlegende Problematik nicht relativeren soll. |  2
| | | | | Stefan Fleischer vor 11 Stunden | |  | @ Samira Noch schlimmer ist es aus meiner Sicht, wenn eine Heilige Eucharistie als Fasnachtsgottesdienst gefeiert wird. Wir glauben doch, dass in jeder Heiligen Messe das Kreuzesopfer unseres Herrn, dem wir unsere Erlösung aus Sünde und Schuld verdanken, vergegenwärtigt wird. In einem Fasnachtskostüm und einer fastnächtlichen Stimmung zu diesem heiligen und lebendigen Opfer, das wir darbringen, aufzukreuzen ist damit gelinde gesagt fehl am Platz. Da kann man nur sagen, verzeih Ihnen, o Herr, denn sie wissen nicht, was sie tun. Und verzeih allen, welche die Verantwortung dafür tragen, dass sie es nicht wissen. |  8
| | | | | Heiligenverehrer vor 11 Stunden | | | | Es ist ganz einfach… …wer Protest ausdrücken möchte, schreibt Mails, geht einfach nicht mehr hin und/oder stellt sämtliches Engagement ein! So einen okkulten Dreck braucht wirklich niemand! |  2
| | | | | Jothekieker vor 12 Stunden | | | | Gut vernetzt Der verantwortliche Pfarrer war mal Dompastor in Paderborn. Da braucht man vom Erzbistum kein Eingreifen zu erwarten. |  4
| | | | | Samira vor 12 Stunden | | | | Widerstand Glückwunsch nach Paderborn! Schön dass sich noch Widerstand regt. Hier würde sich niemand aufregen- man nimmt es zur Kenntnis, lächelt milde, der Lokalreporter befragt die kirchlichen Organisatorej „wieso weshalb warum“. Und dann geht der gute Mann zum Termin in die Kirche, mit Stift und Block ausgestattet, und schreibt seine Eindrücke zusammengefasst für den Tageszeitung Bericht. Ich befürchte in Paderborn wird das niemand zum Handeln zwingen. Das ist wie heute hier für die Grundschulen ein ökumenischer Faschingsgottedienst. Gleich um 10 Uhr 30. Da ich bei meinen jungen Nachbarn ab und an als „Tagesoma“ einspringe, haben mich die beiden Jungs gebeten auch zu kommen. Es ist jedes Jahr hier und ein Meer von bunten Kostümen. Der protestantische Pastor verkleidet sich meistens während unser Kaplan es bei roter Nase und seiner mit Kinder-Handabdrücken bedruckten Stola belässt. Der Stadtjugendpfleger und das Orchester der Caritas sorgen für Musik. |  1
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