Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  4. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  5. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  6. Berliner Jusos für Abschaffung der Ehe
  7. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  8. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  9. Vom Segen Gottes und dem Fake-Segen dieser Welt
  10. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  11. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  12. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  13. Eine nötige Klarstellung aus Rom
  14. Ein Moment zum Schämen
  15. Pompei: Keine irdische Macht wird die Welt retten!

Nach Verhaftung wegen transkritischer Beiträge - Debatte um Meinungsfreiheit in Großbritannien

9. September 2025 in Chronik, 9 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Die Mehrheit der Kommentare zur Verhaftung des Komikers Graham Linehan sieht das Vorgehen der Polizei beziehungsweise die herrschende Rechtslage kritisch. Premier Starmer bekennt sich zur langen Tradition der Meinungsfreiheit in seinem Land.


London (kath.net/jg)
Die Verhaftung des Komikers Graham Linehan am Flughafen London/Heathrow durch fünf bewaffnete Beamte und sein anschließendes Verhör (siehe Link) haben zu zahlreichen Reaktionen aus Politik und Medien geführt und die Debatte um die Meinungsfreiheit in Großbritannien intensiviert, berichtet die österreichische Tageszeitung Die Presse.

Linehan war am 1. September aus den USA kommend nach seiner Landung verhaftet worden, weil er im April dieses Jahres auf dem Kurznachrichtendienst X drei Beiträge veröffentlicht hat, in denen er die Transgender-Bewegung scharf kritisierte.

Der Komiker und Schriftsteller, der unter anderem an der Entwicklung von Serien wie „Father Ted“ und „The IT Crows“ beteiligt war, ist mittlerweile gegen Kaution wieder auf freiem Fuß und hat auf seinem Blog auf Substack seine Verhaftung und das anschließende Verhör beschrieben.


Linehans Verhaftung bracht eine neue Facette in die ohnehin bereits intensiv geführte Debatte um die Meinungsfreiheit in Großbritannien. Die meisten Kommentatoren sehen das Vorgehen der Behörden kritisch. Der britische Gesundheitsminister Wes Streeting von der Labour-Partei forderte, dass die Gesetze über Online-Kriminalität „in Augenschein genommen“ werden sollten. Er warnt vor einer zu scharfen Regelung. Wörtlich sagt er: „Wenn es um Redefreiheit geht, ist der Kontext entscheidend. Wir müssen als Gesetzgeber sehr vorsichtig vorgehen, wenn es um die Grenzen der Meinungsfreiheit geht.“

Premierminister Keir Starmer schaltete sich ebenfalls in die Debatte ein und forderte klare Prioritäten: „Ich habe von Anfang an deutlich gemacht, dass wir sicherstellen müssen, dass sich die Polizei auf die schwerwiegendsten Probleme konzentriert, auf die Themen, die für unsere Wahlkreise und alle Gemeinschaften am wichtigsten sind. Wir haben in diesem Land eine lange Tradition der Meinungsfreiheit. Darauf bin ich sehr stolz, und ich werde sie immer verteidigen.“

Selbst Mark Rowley, der Chef der Met Police, äußerte sich kritisch zur Verhaftung Linehans. Seine Beamten hätten zwar „berechtigten Grund“ zu der Annahme gehabt, dass der Komiker mit seinen Beiträgen gegen das Strafrecht verstoßen habe, sagte er, wies aber gleichzeitig darauf hin, dass es die herrschende Rechtslage für die Beamten nicht gerade einfach mache. Wörtlich sagte er: „Ich glaube nicht, dass wir toxische Debatten aus Kulturkämpfen polizeilich überwachen sollten, und die Beamten finden sich derzeit in einer unmöglichen Lage wieder.“ Mehr rechtliche Klarheit würde es der Polizei ermöglichen, „die Ressourcen, die wir der Verfolgung von Online-Äußerungen widmen, auf jene Fälle zu beschränken, die im wirklichen Leben echte Bedrohungen darstellen.“

Die britische Zeitung The Guardian berichtet, dass die Polizei von London derzeit Gespräche mit der Staatsanwaltschaft führt. Letztere wird darüber entscheiden, ob sie gegen Linehan Anklage erhebt.

Linehan plant laut Medienberichten, seinerseits die Met Police wegen seiner Verhaftung zu klagen. Derzeit muss er sich in einem anderen Fall vor Gericht verantworten. Ihm werden Belästigung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Er soll das Handy einer Trans-Aktivistin, die er zuvor über soziale Medien attackiert hatte, bei einer Begegnung absichtlich aus der Hand geschlagen und beschädigt haben. Linehan bekannte sich vor Gericht nicht schuldig.

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Meinungsfreiheit

  1. Fluglinie zahlt Stewardess fast eine Million Dollar nach Kündigung wegen pro-life-Ansichten
  2. US-Stadt Louisville zahlt 800.000 Dollar an christliche Fotografin
  3. Ehemalige finnische Innenministerin Räsänen: „Was haben SIE in den letzten Jahren geschrieben?“
  4. „Meldestellen? … Diese Einrichtungen sind so komplett überflüssig!“
  5. Katholische Bischöfe Kanadas: Gesetz gegen "Hass" gefährdet Religionsfreiheit
  6. Christliche Organisation ADF unterstützt X bei Berufung gegen DSA-Strafe
  7. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet

Großbritannien

  1. Britisches Oberhaus stimmt für Abtreibungen bis zur Geburt
  2. Großbritannien: Christlicher Pastor wegen Kritik am Islam und an Transgender verhaftet
  3. England und Wales: Katholische Erwachsenen- und Jugendtaufen steigen deutlich, Messbesuch leicht
  4. Britische Gesundheitsbehörde gibt Zahlen zu Covid-Impfung und Übersterblichkeit nicht bekannt
  5. Papst Leo XIV. empfängt am 23. Oktober den britischen König Charles III.
  6. Britische Polizisten nehmen Komiker wegen trans-kritischer Wortmeldungen auf X fest
  7. Großbritannien: Junge Menschen kehren in die Kirchen zurück






Top-15

meist-gelesen

  1. EINMALIGE CHANCE - SIZILIEN-Rundreise mit Kaplan Johannes Maria Schwarz!
  2. Vatikan veröffentlicht scharfe Kritik an deutschen Segnungsleitfäden für Homosexuelle!
  3. Sadomasochistische Gruppe auf dem Katholikentag in Würzburg
  4. Papst Leo XIV. und die Zukunft der liturgischen Einheit der Kirche
  5. GAME OVER! - Vatikan erteilt deutschem Segnungs-Leitfaden am Mittwoch nochmals eine klare Absage!
  6. Kommen kirchenrechtliche Sanktionen für deutsche Bischöfe?
  7. Priester sagt, in seiner Gemeinde gebe es viele religiöse Menschen, aber nur wenig Christen
  8. „Bestellt wie eine Ware“: Scharfe Kritik an Leihmutterschafts-Fall in der CDU
  9. Paukenschlag in der Klimadebatte: KlimaGuru Al Gore warnt plötzlich vor neuer Eiszeit
  10. Kennen Sie schon das Martinshorn-Gebet?
  11. Goldenstein-Nonnen nach Romreise wieder in Salzburg eingetroffen
  12. Kanadischer Priester mit gebrochener Hüfte erhält im Krankenhaus Sterbehilfeangebote
  13. Kirche wirke oft wie ein 'woker Diskutierverein'
  14. Erste Enzyklika von Papst Leo XIV. wird Mitte Mai erwartet
  15. Festnahme nach Angriff auf Nonne in Jerusalem

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz