Login




oder neu registrieren?


Suche

Suchen Sie im kath.net Archiv in über 70000 Artikeln:







Top-15

meist-diskutiert

  1. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  4. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  5. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  6. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  7. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  8. Trump gegen Papst Leo: Wenn Weltpolitik auf das „Heilige“ trifft
  9. Setzt euer Vertrauen nicht in Prinzen!
  10. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  11. Viel Lärm um nichts?
  12. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  13. Kardinal Koch betont den zutiefst christozentrischen Charakter des Pontifikats von Papst Leo XIV.
  14. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  15. "Derselbe Polarstern"

Psychologe verteidigt Therapie bei ungewollter gleichgeschlechtlicher Neigung

29. Dezember 2025 in Chronik, 4 Lesermeinungen
Druckansicht | Artikel versenden | Tippfehler melden


Bei vielen seiner Klienten seien die Ursachen für homosexuelle Neigungen in unbewältigten Erinnerungen und ungelösten Konflikten in der Vergangenheit zu finden, sagt Dr. Joseph Nicolosi Jr.


Washington D.C. (kath.net/jg)
Ein approbierter klinischer Psychologe, der häufig mit Männern arbeitet, die wegen unerwünschten gleichgeschlechtlichen Neigungen Hilfe suchen, sagt in einem Interview, dass Klienten die Freiheit haben sollten, ihre eigenen therapeutischen Ziele zu verfolgen.

„Unsere Klienten sind Menschen, deren Ziel es ist, ein Leben in Übereinstimmung mit ihren Werten zu leben, einschließlich ihrer Sexualität“, sagt Dr. Joseph Nicolosi Jr. im Gespräch mit der Nachrichtenseite The Christian Post. Er sehe seine Aufgabe darin, seine Klienten dabei zu unterstützen.

Nicolosi erregte zu Beginn des Monats viel Aufmerksamkeit, als der konservative Kommentator Milo Yiannopoulos seinen therapeutischen Ansatz in einem Gespräch mit Tucker Carlson genannt hat. Yiannopoulos hat 2021 bekannt gegeben, dass er sich vom homosexuellen Leben abgewandt hat und enthaltsam lebt. (Siehe Link) Im Gespräch mit Carlson bedauerte er seine Rolle in der Etablierung der Homosexualität in der Republikanischen Partei und beschrieb gleichgeschlechtliche Neigungen bei Männern wie ihm als Symptome eines frühen Traumas.


Homosexuelle Neigungen beträfen nicht in erster Linie die Sexualität, sie seien nicht Teil dessen, was oder wer man sei oder Teil der Persönlichkeit. Es handle sich nach seiner Ansicht vielmehr um eine Gruppe von Verhaltensweisen, die bei Menschen auftauche, die einige leicht identifizierbare Ursachen aufweisen, betonte Yiannopoulos.

In seinem Fall seien die Ursachen sexueller Missbrauch durch einen Priester, als er im Teenager-Alter war, bei gleichzeitiger Entfremdung von seinem Vater gewesen. In homosexuellen Beziehungen habe er nur für kurze Momente die Erfüllung gefunden, die er gesucht habe, sagte Yiannopoulos, der in einer katholischen Familie aufgewachsen ist. Es habe sich dabei um den vergeblichen Versuch gehandelt, die Männlichkeit eines anderen Mannes zu übernehmen. 

Er habe Nicolosis Ansatz einer reintegrativen Therapie kennengelernt. Diese sei ein gesunder Weg, um das Gehirn und den Geist zu heilen, die versucht hätten, ihren Schmerz durcheine unstillbare sexuelle Abhängigkeit zu erleichtern.

Im Interview mit The Christian Post erläuterte Nicolosi, dass sein Ansatz anderen traumabasierten strukturierten Therapien ähnelt. „Wir verwenden Traumabehandlung, um den Klienten mit unbewältigten Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit, ungelösten Konflikten aus ihrer Vergangenheit zu helfen“, sagte er wörtlich.

Einsamkeit in der Kindheit und das Gefühl, sich nicht mit anderen Jungen identifizieren zu können, seien häufige Probleme seiner männlichen Klienten. Mit dem Erreichen der Pubertät erotisiere sich dieser aus Neid stammende Schmerz, erklärte der Psychologe. „Viele meiner Klienten beschreiben ihre Kindheit als eine Zeit, in der sie sich von anderen Jungen entfremdet gefühlt hätten. Sie beschreiben sich als sensibler als ihre Altersgenossen und hatten das Gefühl, zu wenig männliche Aufmerksamkeit, Zuneigung und Bestätigung erhalten zu haben. Diese Geschichte höre ich beinahe jeden Tag in meiner Praxis“, sagte er wörtlich.

In einem Video, das auf seiner Internetseite abrufbar ist, sieht man, wie Nicolosi mit einem jungen Mann mit homosexuellen Neigungen spricht. Er zeigt ihm, wie seine Gefühle für einen idealisierten Mann ihre Wurzeln in einem Gefühl der Unzulänglichkeit, Scham und Trauer über sich selbst haben. Es gebe drei Perspektiven, mit sexuellen Gefühlen umzugehen, fährt er fort. Man könne die Gefühle entweder annehmen oder unterdrücken. Die dritte Möglichkeit sei, sie aufmerksam zu beobachten, ohne dabei zu urteilen. Der Klient solle sich überlegen, welche Attribute der Mann, für den er sich interessiere, aufweise und die er selbst nicht habe. In einem nächsten Schritt spricht Nicolosi die zugrundeliegenden Themen der Selbstwahrnehmung des Klienten im Vergleich zu anderen Männern an. 

 


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

 





Lesermeinungen

Um selbst Kommentare verfassen zu können müssen Sie sich bitte einloggen.

Für die Kommentiermöglichkeit von kath.net-Artikeln müssen Sie sich bei kathLogin registrieren. Die Kommentare werden von Moderatoren stichprobenartig überprüft und freigeschaltet. Ein Anrecht auf Freischaltung besteht nicht. Ein Kommentar ist auf 1000 Zeichen beschränkt. Die Kommentare geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder.
kath.net verweist in dem Zusammenhang auch an das Schreiben von Papst Benedikt zum 45. Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel und lädt die Kommentatoren dazu ein, sich daran zu orientieren: "Das Evangelium durch die neuen Medien mitzuteilen bedeutet nicht nur, ausgesprochen religiöse Inhalte auf die Plattformen der verschiedenen Medien zu setzen, sondern auch im eigenen digitalen Profil und Kommunikationsstil konsequent Zeugnis abzulegen hinsichtlich Entscheidungen, Präferenzen und Urteilen, die zutiefst mit dem Evangelium übereinstimmen, auch wenn nicht explizit davon gesprochen wird." (www.kath.net)
kath.net behält sich vor, Kommentare, welche strafrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen, zu entfernen. Die Benutzer können diesfalls keine Ansprüche stellen. Aus Zeitgründen kann über die Moderation von User-Kommentaren keine Korrespondenz geführt werden. Weiters behält sich kath.net vor, strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.


Mehr zu

Homosexualität

  1. Papst Leo XIV. empfing Katholiken, die mit gleichgeschlechtlicher Neigung keusch leben möchten
  2. Zehn Jahre ‚Sehnsucht der ewigen Hügel‘
  3. Bistum Fulda – stark engagiert beim ‚Christopher Street Day‘
  4. Erzdiözese Salzburg veranstaltet Fortbildungsveranstaltung mit Homo-Aktivisten
  5. Dieses Jahr keine LGBT-‚Pride‘ Parade in Budapest
  6. Erzbischof von Neapel lässt LGBT-Aktivisten während einer Messe sprechen
  7. Pfarre in der Diözese Linz ignoriert Anweisungen aus Rom
  8. Regenbogenpastoral in der Diözese Innsbruck
  9. ‚Politischer Gottesdienst’ mit der Homosexuellen Initiative Linz
  10. Kardinal Zen wirft Papst Verunsicherung von Gläubigen vor







Top-15

meist-gelesen

  1. Kard. Müller: „Niemand hat das Recht den Papst zu kritisieren, wenn er treu seinem Auftrag folgt“
  2. BILD spricht von Kurswechsel in Berlin: Papst Leo XIV. schickt „Dompteur“ für deutsche Bischöfe
  3. Sängerin Nina Hagen bereut ihre Abtreibungen
  4. US-Vizepräsident JD Vance legt Papst Leo XIV. nahe, sich aus der US-Politik herauszuhalten
  5. "Derselbe Polarstern"
  6. Der unerklärte Formatwechsel beim Konsistorium der Kardinäle im Januar
  7. Phil Lawler: Die Kontroverse zwischen Trump und Papst Leo ging von Washington aus
  8. Vorstoß im Bundestag: AfD fordert Ende der Staatsleistungen für Kirchen
  9. Nach Extremerfahrung des Mondflugs: Artemis-Kommandant Wiseman fragte nach christlichem Seelsorger
  10. Papst Leo gegen Präsident Trump – Was steckt dahinter?
  11. George Weigel an Kardinal Hollerich: Hat die Kirche Christus zweitausend Jahre lang missverstanden?
  12. Marsch für das Leben München – Unterstützung von Bischof Barron, Schweigen von Marx und Wilmer
  13. Schwedischer Kirchenhistoriker: Viele junge Menschen wollen katholisch werden, besonders Männer
  14. Ein Brief vom Papst an die Kardinäle und der Stilwechsel in Rom
  15. Kardinal Fernández: Es laufen keine dezidierten päpstlichen Großaufträge am Glaubensdikasterium

© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz